Das Amateurfußballportal für Mittelfranken
Partner im
Amateurfußballnetzwerk
Partner im Amateurfußballnetzwerk
DJK Gebenbach
SpVgg Ansbach
15.
30.
45.
60.
75.
90.

Die zweite 2:5-Niederlage binnen vier Tagen kassierteBayernligist SpVgg Ansbach am vergangenen Samstagnachmittag in der Oberpfalz. Der derzeit amtierende Tabellenführer DJK Gebenbach war aber die drei Tore nicht besser und gewann zwar nicht unverdient, aber auch unter tüchtiger Mithilfe der Gäste und auch mit einigem Wohlwollen des oberfränkischen Schiedsrichtergespannes, das in einigen Situationen sich doch mehr zur "Deutschen Jugendkraft" hingezogen fühlte. Die Scharte der 1:7-Niederlage vom April auswetzen wollten die Ansbacher, die ja auch am vergangenen Mittwochabend beim 2:5 gegen Eltersdorf sich nicht gerade mit Ruhm bekleckerten. Das SpVgg-Trainergespann musste kurzfristig auf Tom Abadjiew verzichten, dessen Verletzung vom Eltersdorf-Spiel sich als Sprunggelenkverletzung herausstellte, die operativ behoben werden muss. Ein mehrwöchiger Ausfall ist somit einzuplanen. Für Abadjiew feierte U-19-Akteur Niklas Seefried sein Bayernligadebüt und der 18-Jährige absolvierte dies durchaus ansprechend. Herausragend natürlich sein Sololauf in der 36. Minute, als er vier DJK-Akteure wie Slalomstangen stehen ließ und aus zehn Metern per Flachschuss das 1:3 für die SpVgg Ansbach erzielte. Der kühle, mit einigen Regenschauern garnierte, Samstagnachmittag hatte einige Lichtblicke für die Westmittelfranken zu bieten. So schon in der 3. Minute ein toller Angriff über die linke Seite von Hennes Meyer auf Christoph Hasselmeier, der mit einem Zuckerpass auf Max Störzenhofecker in Szene setzte. Dieser lief mit dem Ball am Fuß lehrbuchmäßig bis zur Torauslinie und passte zurück genau auf Lukas Schmidt und die Ansbacher Führung war fällig. Dachten jedenfalls sehr viele der Akteure und 300 Zuschauer auf dem Gebenbacher Sportgelände. Auch Schiedsrichter Knauer war schon auf dem Weg zur Mittellinie, als er ein Fahnenzeichen seines Assistenten Engelhaupt wahrnahm. Warum war auch nach der Partie nicht zu klären, da das Schiedsrichtergespann die Auskunft verweigerte. Nach Studium der TV-Aufnahmen lag weder ein Toraus noch ein Abseits vor. Vier Minuten waren dann für den Ausgang der Partie vorentscheidend. In der 20. Minute spielte SpVgg-Innenverteidiger Hennes Meyer einen gravierenden Fehlpass, die Gastgeber schalteten blitzschnell um und Jan Fischer nutzte das Geschenk. Zwei Minuten später gewinnt Marcel Fürsattel das Duell gegen Jonas Lindner, der ihn rüde zu Fall brachte. Fürsattel erlitt eine Bänderverletzung am Sprunggelenk wie sich später herausstellt. Aber Fürsattel hatte in diesem Moment auch einen Blackout. Er sprang vom Boden auf wie von der Tarantel gestochen und stieß Lindner mit beiden Händen um. Logische Folge die Rote Karte für den Sünder. Das Spiel wurde mit Freistoß für Ansbach fortgesetzt und dieser landete irgendwann bei SpVgg-Torhüter Heid. Dieser stand 25 Meter vor seinem Tor, drosch das Spielgerät in die DJK-Hälfte. DJK-Routinier Kai Hempel stand fünf Meter hinter der Mittellinie, nahm den Ball volley und dieser senkte sich aus 55 Metern zum 2:0 ins Ansbacher Netz. Als in der 34. Minute Andre Biermeier eine Haller-Ecke zum 3:0 einköpfte, schien die nächste hohe Niederlage in Sichtweite. Aber die SpVgg schlug durch Seefried postwendend zurück und als Kapitän Christoph Hasselmeier in der 43. Minute einen Freistoß aus 20 Metern ins Netz wuchtete, keimte wieder Hoffnung auf. Störzenhofecker, Kroiß und Schmidt scheiterten nach dem Seitenwechsel und in der 48. Minute senkte sich dann der Daumen endgültig zu Ungunsten der SpVgg. Heid stellte sich bei einem hohen Ball reichlich dilettantisch an, DJK-Torjäger Nico Becker sagte "danke" per Hacke und das 4:2 war perfekt. Dieser Treffer gab dem Ansbacher Widerstand den entscheidenden Knacks. Allerdings sollte nicht unterschlagen werden, dass in den letzten zehn Minuten der eingewechselte Lederer einen Kopfball an die Latte setzte und Lukas Schmidt elfmeterreif gelegt wurde. Auch die Gastgeber hatten noch einige Möglichkeiten, meistens Konter. Einer führte in der Nachspielzeit zum 5:2 des gerade eingewechselten Fabio Pirner, aber da war die SpVgg nur noch zu neunt auf dem Feld, denn Hasselmeier hatte in der 86. Minute die Ampelkarte wegen wiederholtem Foulspiel gesehen. Dies passte so gar nicht zum engagierten und kämpferischen Auftritt der dezimierten Ansbacher, die den Favoriten ins Wanken, aber nicht zum Fallen brachten. Harald Riegler