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ASV Neumarkt
Würzburger FV
15.
30.
45.
60.
75.
90.

Den ASV Neumarkt erwartet in den kommenden Tagen eine „Würzburger Woche“ mit den beiden Heimspielen am Samstag um 15 Uhr am Deininger Weg gegen den Würzburger FV und am Feiertag-Mittwoch im Volksfestheimspiel auf dem DJK-Gelände gegen die Drittliga-Reserve der Kickers, das extra vom 14. Spieltag vorgezogen wurde. Den Abschluss bildet dann noch die Reise zum Ex-Regionalligisten Bayern Hof. Ein knüppeldickes Programm also für die Elf von Marco Christ, dessen Startelf sich durch die aktuell drei rot-gesperrten Akteure nahezu von alleine aufstellt. Neben den am vergangenen Spieltag vom Platz gestellten Stephan und Ammon, die immerhin mit einer Zwei-Spiele- beziehungsweise Ein-Spiel-Sperre davonkamen, muss der ASV auch noch eine Partie auf Sebastian Semmler verzichten, der für drei Spiele aussetzt. Besonders bitter: Alle drei Karten, mal vielleicht abgesehen von der gegen Ammon, die eh ein Produkt der vorangegangenen Fehlentscheidung war, waren völlig überzogen, der ASV wurde dadurch im Kampf gegen den Abstieg eminent geschwächt. Gegen diesen wird es nun vorerst einmal gehen, wenn man die beiden „Packungen“ in Bamberg und Gebenbach analysiert, wovon letztere aber aufgrund obiger Gründe nicht wirklich zu bewerten ist. Der kommende Gegner Würzburger FV ist sehr ordentlich gestartet. In den bislang absolvierten fünf Begegnungen – das Topspiel gegen Aubstadt wurde verschoben – konnte der WFV elf Punkte einheimsen, zuletzt holte er einen deutlichen Sieg gegen den Aufsteiger TSV Abtswind. Auch im Toto-Pokal unter der Woche in Arberg hielt man sich völlig schadlos und errang einen deutlichen 4:1-Sieg. Die Elf von Trainer Marc Reitmaier, der in der vierten Saison das Amt bei den Würzburgern inne hat, visiert in dieser Saison in jedem Fall eine Topplatzierung an, nachdem sie vor wenigen Wochen nur knapp die Aufstiegsrelegation verpasst hatte. Zuvor musste der WFV allerdings eine vier Jahre andauernde Durststrecke überstehen, in denen er sich eher im hinteren Mittelfeld einreihte. Die erfolgreichste Zeit der Zellerauer liegt schon 40 Jahre zurück, als sie Ende der 70er Jahre vier Spielzeiten lang in der 2. Bundesliga Süd kickten. Im Aufstiegsjahr 1975/76, als man allerdings vom Aufstiegsverzicht des FC Wacker München profitierte, holte allerdings der ASV Neumarkt vier Zähler gegen die späteren Aufsteiger und das auch noch ohne Gegentor. Damals landete Neumarkt nur zwei Ränge hinter dem WFV, was die vielleicht erfolgreichste Saison in der Geschichte des ASV bedeutete. Von solchen Erfolgen ist man am Deininger Weg aktuell, auch wenn die Zeiten nur sehr schwer miteinander vergleichbar sind, doch ein Stück weit weg. Trotzdem will der Gastgeber auch im aktuellen Heimspiel etwas Zählbares in der Jurastadt behalten. „Ob wir am Ende einen oder sogar alle drei Zähler holen, ist mir, je nach Spielverlauf, dann nicht so wichtig, aber wir brauchen eine Reaktion auf den letzten Auftritt“, merkte der Neumarkter Übungsleiter Marco Christan. „Leider hat Ferdi Buchner das Abschlusstraining abbrechen müssen, weshalb uns ein weiterer, ganz wichtiger Mann fehlen wird. Aber wir werden dennoch mit Selbstbewusstsein in die Partie gehen, auch wenn wir der klare Außenseiter sind.“ Neben den erwähnten Duellen standen sich beide Teams in den vergangenen fünf Jahrzehnten mehrmals gegenüber. Dabei ergibt sich aktuell eine sehr ausgeglichene Bilanz, in der der ASV Neumarkt bei den bisherigen 20 Duellen mit neun Siegen und acht Niederlagen bei drei Remis die Nase sogar einen Tick vorne hat. Was mitunter an den letzten starken Auftritten in der aktuellen Dekade zu tun hat, in der der ASV zwar eine deutliche Niederlage kassierte, aber doch drei Mal als Sieger vom Platz ging. Den 1:0-Siegtreffer im letzten Duell erzielte der dieses Mal gesperrte Stephan. Auch der höchste Sieg in diesem Duell geht deutlich an den ASV: Im ersten Aufeinandertreffen auf eigenem Platz – damals wurde noch am legendären Fohlenhof – schickte er die Unterfranken mit sieben Buden nach Hause gekickt. In jenen Zeiten wurde die Marke von 1000 Zuschauern regelmäßig übertroffen. In der aktuellen Spielzeit visiert der ASV einen Schnitt von in etwa 300 Fans an, die gerade in den nächsten beiden Spielen den Weg an den Deininger Weg und die Rotbuchenstraße leicht finden sollten. CHRISTIAN KONRAD