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FSV Erlangen-Bruck
Würzburger FV
15.
30.
45.
60.
75.
90.

In neun Spielen hat der FSV Erlangen-Bruck bereits 21 Gegentore kassiert. Grund genug für Trainer Normann Wagner dort den Hebel im Abschlusstraining anzusetzen. Frei nach Huub Stevens will er „hinten die Null halten und vorne eins schießen“ und die dafür nötigen Mittel mit seiner Mannschaft in der letzten Einheit vor dem Spiel gegen den Würzburger FV einüben. Vorne hat es bei den Bruckern in den bisherigen Spielen schon ganz gut geklappt. 19 Tore haben sie erzielt. Die Brucker müssen aber auf ihren Toptorjäger verzichten. Oliver Seybold, Prädikat unersetzlich, hat sich beim 0:2 in Gebenbach das Schlüsselbein gebrochen. Seine Operation am Mittwochmorgen verlief gut, dennoch wird der Angreifer wochenlang fehlen. Zudem konnte Angreifer Adem Selmani in dieser Woche noch keine Trainingseinheit absolvieren, weil er - ebenso wie Bastian Lunz – durch eine Grippe gesundheitlich angeschlagen ist. Fehlen wird auch Simon Drießlein. Der 22-Jährige wechselt zum SC Eltersdorf. „Er war bei uns mit den Einsatzzeiten nicht zufrieden“, sagt FSV-Coach Normann Wagner. Der Kader beim Bayernliga-Konkurrenten aus der Nachbarschaft ist dünn besetzt. „Das Angebot von Eltersdorf ist sicher finanziell lukrativer.“ Auch wenn Drießlein in dieser Saison noch keine tragende Rolle im Brucker Team inne hatte, „wiegt der Verlust schwer“, sagt Wagner. „Er ist ein junger, talentierter Spieler.“ In der Vorsaison kam der Angreifer auf 30 Bayernliga-Einsätze, ähnlich war es in den beiden Landesliga-Spielzeiten. Beginnt das neue Schuljahr, werden zudem Thomas Roas und Rafael Hinrichs ausfallen. Beide treten ihren Dienst als Lehrer an, ihre Schulen werden in München sein. Inwieweit das Duo dann noch in Bruck Fußball spielen kann, ist ungewiss. „Andere müssen in die Presche springen“, sagt Wagner. Nicht die allerbesten Aussichten also für den FSV gegen eine Würzburger Mannschaft, die aktuell die zweitbeste Defensive der Liga stellt und als einziges Team noch ungeschlagen ist. Das will Wagner am Wochenende ändern und sieht die Lösung in einer stabilen Verteidigung. „Die Würzburger haben eine spielstarke Mannschaft, deswegen müssen wir ihren Spielfluss unterbrechen, defensiv gut stehen und Nadelstiche setzen“, fasst der Coach der Erlanger seine Strategie zusammen. "Wir haben nichts zu verlieren.“ Timo Weith/ton