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SpVgg Jahn Forchheim
SpVgg Bayern Hof
15.
30.
45.
60.
75.
90.

"So ist das eben im Abstiegskampf", musste Jahn-Trainer Christian Springer nach der nunmehr sechsten Niederlage in Serie feststellen. Wenn man sowieso bereits unten drin stehe, käme in den entscheidenden Momenten auch noch Pech dazu. Beispielsweise, als Nagengast nach Balleroberung von Müller alleine auf den Hofer Torwart Guyon zulief, dem 1:1-Ausgleichstreffer aber der Pfosten im Weg stand. Gegen die sechstplatzierten Hofer war der Jahn weder spielerisch noch kämpferisch unterlegen, trug allerdings nach einer Unachtsamkeit früh die Bürde eines Rückstandes mit sich umehr. In der achten Minute durfte Hofs Stürmer Kyndl im Anschluss an einen Eckball unbedrängt einköpfen. Für kurze Zeit nach dem Gegentreffer schien der Jahn indisponiert, nach einem Fehler im Aufbau musste Torwart Bergmann gegen den nächsten Versuch von Kyndl retten, bevor McLemore den Nachschuss vorbei setzte. Erst danach fanden die Forchheimer zurück in die Spur und zu ihrer spielerischen Linie, gaben im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs auch den Ton an. Waren es zunächst noch zwei ungfährliche Annäherungsversuche durch Jäckel (18.) und Noppenbergers Freistoß (24.), hätten sich die Gäste im Nachgang des anschließenden Eckballs nicht über den Ausgleichstreffer beschweren dürfen. Erst wurde Hagens Schuss aus dem Rückraum von einem Verteidiger von der Linie gekratzt, dann parierte Guyon einen sehenswerten Fallrückzieher von Jäckel stark (25.). Bei weiteren Offensivaktionen scheiterte es häufig am letzten Pass. Hof verlegte sich aufs Konterspiel und strahlte damit jederzeit auch Torgefahr aus. Nach Nagengasts Pfostenschuss hätte Knoll auf der Gegenseite für die direkte Bestrafung sorgen können (40.). Ein Jäckel-Kopfball geriet indes zu zentral, ehe es kurz vor dem Wechsel nochmal hitzig wurde. Forchheims Innenverteidiger Jerundow hatte sich schon nach einer halben Stunde über eine vermeintliche, ungeahndete Tätlichkeit an ihm von Kyndl echauffiert, ehe Hofs Stürmer ihn in der 43. Minute nach verlorenem Zweikampf von den Beinen holte und damit den Ball zurückeroberte. Der Schiedsrichter ließ zunächst weiterspielen, McLemore fackelte nicht lange und traf von der Strafraumkante aus zum 2:0. Nach Rücksprache mit dem besser postierten Assistenten wurde das Tor zurückgenommen. Nach einem harten Einsteigen gegen Städtler sah Kyndl dann unmittelbar nach dem Wechsel Gelb. "Eigentlich hätte Hof da nur noch zu zehnt auf dem Platz stehen dürfen", machte Springer hinterher seinem Ärger Luft. Die zehn Minuten nach der Halbzeit hatten seine Mannschaft ins Mark getroffen. Knoll vollendete eine Hereingabe im Zentrum zum 0:2, ehe Wartenfelser auf der Gegenseite um ein Haar die direkte Antwort parat hatte. So aber schraubte Feulner nach Vorarbeit von Schuberth das Ergebnis weiter in die Höhe. Forchheim hingegen gab sich weiterhin nicht auf und erspielte sich seine Möglichkeiten: Jäckel verwertete eine Flanke von Güngör per Kopf zum Anschlusstreffer. Die letzten beiden Chancen waren jeweils Nagengast vorbehalten, dem an diesem Tag kein Schussglück vergönnt war. Beim jungen Drazen Misic, nach seiner Einwechslung ein Aktivposten, entlud sich der Frust mit einem Platzverweis nach Tätlichkeit in der Nachspielzeit. Jonas Baier