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SV Seligenporten
FC Würzburger Kickers II
15.
30.
45.
60.
75.
90.

Nach dem unglücklichen Elfmeter-Aus im Totopokal gegen Viktoria Aschaffenburg ist für den SV Seligenporten nach zweiwöchiger Pause wieder Ligabetrieb angesagt. Erneut gegen ein unterfränkisches Team: In der MARena ist am Samstag um 14 Uhr der Tabellennachbar Würzburger Kickers II zu Gast. Es ist das erste Spiel gegen die Reserve der Würzburger Kickers überhaupt für Seligenporten. Trainiert wird die Profireserve des Drittligisten von einem in der Region bestens Bekannten: Der frühere Club-Bundesligaprofi Rainer Zietsch hatte letzte Saison noch das Traineramt beim 1. SC Feucht inne. An seiner Seite damals: Ex-ASV-Coach Marco Christ und der aktuelle ASV-Trainer Benedikt Thier. Den Favoritenschreck spielten die Unterfranken schon ein paar Mal. Vor drei Spieltagen besiegte die Zietsch-Truppe das Top-Team des TSV Aubstadt, in Ammerthal folgte ein Remis. Diesen Aufwärtstrend konnten die Kickers allerdings im Derby-Heimspiel gegen Abtswind nicht bestätigen, verloren da mit 1:3. Mit einem Durchschnittsalter unter 20 Jahren ist Würzburg II noch relativ unerfahren. Dennoch sind Profireserven stets sehr ordentlich ausgebildet und keine leichte Aufgabe, weiß SVS-Trainer Hendrik Baumgart noch aus der letzten Regionalliga-Saison. "Die Kickers sind ein unberechenbarer Gegner und eine junge, spielstarke Mannschaft. Die haben alle Möglichkeiten, können gut von hinten rausspielen." Während die Form der Kickers ebenfalls nur sehr schwer auszurechnen ist, war der gastgebende SV Seligenporten in letzter Zeit in der Liga sehr gut aufgelegt. Seit sieben Spielen ist er ungeschlagen. Müdere Knochen aber werden die Klosterer haben, die sich einen packenden Pokalfight mit dem Regionalligisten Viktoria Aschaffenburg am Mittwoch lieferten. Lange führte der SVS, am Ende verlor er nach Elfmeterschießen. Trotz der Passivität der Klosterer nach der Pause macht Baumgart seinen Mannen keinen Vorwurf: "Hätten wir 1:0 am Ende gewonnen, hätte keiner etwas gesagt. So war es dann halt extrem bitter." Eine starke Leistung zeigte Dominic Dachs. Der Ersatztorwart des SVS hielt den Klosterern lange die Führung fest. "Er hat eine super Partie gespielt, das habe ich ihm auch gesagt", erzählt Coach Baumgart. "Leider kann er aufgrund seines Jobs in München nicht regelmäßig ins Training kommen, sodass Simon Kunze wohl wieder ins Tor rücken wird." Gegen die Würzburger Kickers II ist der SV Seligenporten im eigenen Stadion klarer Favorit. So soll die Mannschaft auch möglichst auftreten. "Wie in den letzten Spielen wollen wir wieder Engagement und Leidenschaft auf den Platz bringen und in den entscheidenden Szenen cleverer als der junge Gegner sein", gibt Baumgart die Marschroute vor. Nicht zur Verfügung steht weiterhin Tobias Kramer mit Kniebeschwerden. Auch Mittelstürmer Sebastian Glasner wird nicht mitwirken können. "Wir haben ein Schreiben vom Verband bekommen", so Baumgart. Eine Sperre: Glasner hatte sich wohl zu laut bei Schiedsrichter Schwarzmann beschwert. Beim Blick auf die Tabelle fällt auf: Will man im Kloster noch höher hinauf, muss man Spiele gegen Mannschaften, die hinter einem selbst stehen, um jeden Preis gewinnen. "Wir wollen wieder mehr Tore als zuletzt schießen", sagt Hendrik Baumgart. Ein Sieg gegen die Kickers – und Aschaffenburg wäre vergessen. Franz Hable