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DJK Don Bosco Bamberg
SpVgg Jahn Forchheim
15.
30.
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„In einer Aussprache mit der Mannschaft, Teammanager und mir hat er uns gefragt, ob wir ihn in dieser Situation für den richtigen Coach halten“, so Jahn-Sportvorstand Uwe Schüttinger. „Er ist schon der richtige Mann“, sagt Schüttinger, der die Arbeit mit dem Ex-Profi (FC St. Pauli, 1. FC Köln) gerne fortsetzen möchte. Denn den Verantwortlichen von Jahn Forchheim seien der Ausbildungsauftrag und die Spielkultur wichtig. Und dafür sei Springer der geeignete Übungsleiter. Trainer Springer gegenüber den NN: „Ja, wir werden so weitermachen.“ Schüttinger macht gar kein Hehl daraus, dass er eine Reaktion schon in Bamberg sehen will. „Ich erwarte schon, dass wir kompromisslos zu Werke gehen und die grobe Variante wählen.“ Und dies gegen einen Gegner, der berüchtigt ist für seinen Abwehrriegel. In 21 Spielen haben die Bamberger (8. Platz) erst 25 Gegentore hinnehmen müssen. Damit besitzen sie zusammen mit Großbardorf die drittbeste Abwehr der Bayernliga Nord. Zum Vergleich: Forchheim (16.) hat in 20 Spielen bereits 51 Treffer kassiert und ist damit die Schießbude der Liga. Dabei bewertet Schüttinger die DJK Bamberg als eine der „schlechtesten Mannschaften der Liga“. Aber die Bamberger Spieler würden sich alle den „Arsch aufreißen“ und wenn es brennt schon mal den „Ball über das Dach dreschen“. Schüttinger: „Dafür steht die Null.“ Schönheitspreise gibt es für die Forchheimer jetzt nicht mehr zu gewinnen. „Wir wollen viel zu viel spielerisch lösen und gehen nicht zwingend in die Zweikämpfe rein“, hat er festgestellt. Einsatz sei nun gefragt und dass die Führungspersönlichkeiten ihre Rolle übernehmen und die Jungen entlasten. Zu denken geben ihm die zahlreichen individuellen Fehler, die auch den erfahrenen Spielern passiert seien. Die Folge: Auch Begegnungen, in denen der Jahn auf Augenhöhe agiert hat, gingen verloren. Ein weiteres Manko: Die mangelnde Effizienz vor dem Tor. „Wir nutzen unsere Chancen nicht“, sagt Schüttinger. Für Springer sind die individuellen Fehler mit ein Grund für das schlechte Abschneiden. Deshalb sei ein Schwerpunkt der Trainingsarbeit in den vergangenen sechs bis acht Wochen das Defensivverhalten gewesen. Ein zweiter Punkt, der ihm missfällt: Die Art und Weise wie die Mannschaft aufgetreten ist. „Zu wenig Begeisterung. Im Sport muss man emotional sein.“ Hier fordert er ein anderes Erscheinungsbild. Auch was Einsatz und Leistung betrifft, sieht er bei dem ein oder anderen Akteur ein Missverhältnis: „Jeder hat vor der Saison formuliert, was er an Kohle haben möchte. Dafür erwarte ich eine entsprechende Gegenleistung.“ In Bamberg müsse jeder Spieler an seine Grenzen gehen, läuferisch noch eine Schippe drauflegen und 90 Minuten aufmerksam sein. Auf dem kleinen Kunstrasenplatz bringe es nichts, mit Tiki-Taka-Fußball zum Erfolg kommen zu wollen. „Damit machen wir uns nur selbst das Leben schwer." Statt in Schönheit zu sterben, möchte Uwe Schüttinger lieber „notfalls mit einem Punkt nach Hause fahren“. Dass die Mannschaft wegen Verletzungen ständig in einer anderen Formation auflaufen musste, hat sich nicht vermeiden lassen. In Bamberg fehlen „nur“ vier Spieler. Torwart Christian Bergmann ist beruflich verhindert, Abwehrspieler Andre Jerundow verletzt und Nuyan Karsak (Mittelfeld) befindet sich im Urlaub. Daniel Uttinger muss bis 18 Uhr arbeiten und wird verspätet eintreffen.