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FC Würzburger Kickers II
SpVgg Jahn Forchheim
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Auch wenn bei Beobachtern zwischendurch Zweifel erlaubt waren, hatte Christian Springer nach eigenen Worten "nie die Sorge", das Kellerduell zu Hause gegen den ASV Neumarkt zu verlieren und auf den letzten Tabellenplatz durchzurutschen. "Mit voller Konsequenz hätten wir auch sieben Tore schießen können", sagt der Jahn-Trainer über ein 4:2, für das seine Schützlinge eine längere Anlaufzeit benötigten. Weil der erste Gegentreffer zum 1:1-Ausgleich jedoch offensichtlich Beklemmungen ausgelöst habe, "musste eben von außen die Emotionalität auf den Platz gebracht werden". Ex-Profi Springer verweist auf die besondere Situation, dass mehr als eine halbe Startelf bereits den Abschied vom Verein verkündet hat und mancher Kandidat unterbewusst nicht so frei im Kopf auftreten könne. "In der zweiten Halbzeit haben die Jungs gezeigt, dass sie da sind, wenn es darauf ankommt", stellt Springer zufrieden fest und freut sich deshalb sogar schon ein bisschen auf die Relegation. Doch mit der Auslosung am Samstagabend, die verschiedene interessante Konstellationen mit Derbys bereithält, hat sich der Übungsleiter noch gar nicht beschäftigt. Zuvor gilt der Fokus dem finalen regulären Punktspiel (14 Uhr) bei der U23 des Drittligisten Kickers Würzburg, die den Jahn 2016 mit einem um Ex-Bundesligaprofi Nico Herzig aufgerüsteten Aufgebot in der Relegation in die Landesliga schickte. In der Vorbereitung auf die neuerliche Fahrt nach Unterfranken hielten die Forchheimer im Training mit kurzen Belastungsphasen in Zweikämpfen die Spannung hoch. Der neue Co-Trainer Erkan Esen brachte sich nach Meinung von Christian Springer bereits als frischer Impulsgeber ein. "Das Ergebnis", sagt Springer, sei nicht entscheidend, "es geht darum, alle für den Mittwoch auf Level zu bringen und am besten ein positives Gefühl mitzunehmen". So kündigt der Trainer die eine oder andere personelle Veränderung an. Kein Geheimnis ist, dass der scheidende und demnächst verheiratete Kapitän Patrick Hagen nicht mehr aufläuft und Platz macht für den 19 Jahre alten Jungspund Johannes Petschner. Weil sich außerdem Innenverteidiger Patrick Mai beruflich entschuldigt hat, rückt Daniel Uttinger in die Formation. Und damit schließt sich der Kreis doch wieder beim Thema Abgänge. Jüngst hat der 24-Jährige, der im Sommer vom TSV Buch kam und bisher 24 Einsätze absolvierte, seinen Wechsel zum Abstiegskonkurrenten ASV Vach kommuniziert. Der in Fürth ansässige Defensivmann ging nach der U19 bereits bis 2016 seine ersten Schritte bei den Mannhofer, bringt mit Drazen Misic sogar noch einen bisherigen Teamkollegen mit. Auf diese Überraschung hätten sie beim Jahn gerne verzichtet, schließlich planten sie fest mit Misic und müssen nun verstärkt nach Flügelspielern Ausschau halten. Kevin Gudd