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SV Gößweinstein
TSV Kirchehrenbach
15.
30.
45.
60.
75.
90.

Der ehemalige Torgarant Jens Zweck steht mittlerweile nur noch an der Seitenlinie. Dafür, dass man die Qualitäten des 36 Jahre alten Trainers zumindest auf dem Spielfeld nicht vermisst, sorgt ein Mann der neuen Generation. Avancierte Sven Wächter in den vergangenen beiden Kreisklassen-Spielzeiten mit je über 30 Treffern bereits zur Tormaschine, ließ der inzwischen zum Kapitän aufgestiegene 21-Jährige nun schon wieder sieben Buden folgen. Dass Wächter und Kollegen nach dem Schlusspfiff "Spitzenreiter, Spitzenreiter" skandierten, weil sie vorübergehend am Primus Reichenschwand vorbeigezogen waren, nahm der zufriedene Trainer Zweck gelassen. "Ich freue mich über weitere drei Zähler im Kampf um den Klassenerhalt. In der Tabelle nach oben zu schielen, wäre verfrüht. Bis jetzt läuft es, und diesen Schwung müssen wir noch so lange wie möglich bis zur Winterpause mitnehmen, vielleicht können wir dann sorgenfrei in die Rückrunde starten." Mit einer kompakten Vorstellung ließen die Hausherren kaum eine Möglichkeit zu und demonstrierten selbst enorme Effizienz. Im ersten Durchgang musste Gößweinstein im Grunde nur auf die Geschenke der Gäste warten und verwertete in Person von Wächter dann auch zweimal alleine vor TSV-Keeper Marco Wagner eiskalt. Kirchehrenbachs Trainer Stephan Schleiwies hatte im Vorfeld der Partie die Probleme seines Teams auch als "Kopfsache" bezeichnet. Nach dem Abstieg steht man durch drei Auftaktpleiten direkt wieder am gewohnten Tabellenende. Die Verunsicherung war spürbar und reichte von einfachen Fehlpässen bis hin zu gravierenden individuellen Aussetzern. Darüber hinaus blieben vermeintliche Leistungsträger wie Andreas Benning und Andreas Eichenmüller unter ihren Möglichkeiten. In der 9. Minute reichte ein einfacher, von der Innenverteidigung unterschätzter, langer Ball, um Wächter auf die Reise zu seinem ersten Streich zu schicken. Zehn Minuten später wiederum führte ein Missverständnis dazu, dass Eichenmüllers Rückpass in den Lauf des Torjägers rollte. Schleiwies reagierte und wechselte schon vor der Pause dreifach, der Effekt aber verpuffte. "Wir haben absolut zu Recht verloren, auch wenn wir uns die ersten zwei Dinger praktisch selbst einschenken. Dafür haben wir nach vorne so gut wie nichts zu Stande gebracht", resümierte Schleiwies enttäuscht. Dominic Pöhlmann hätte vor dem Wechsel nach Sebald-Freistoß noch erhöhen können, Wagner rettete mit Hilfe des Querbalkens (36.). Eine Benning-Hereingabe, die keinen Abnehmer fand, war die gefährlichste Situation auf der anderen Seite (45.). Vage Kirchehrenbacher Bemühungen um den Anschlusstreffer erstickte Wächter bald nach dem Wechsel per Kopf. Nachdem Wagner kurz zuvor im Privatduell gegen Wächter zum einzigen Mal der Sieger geblieben war und dessen nächsten Kopfball bravourös um den Pfosten gelenkt hatte, packte Christian Kroher im 16er gegen Wächter zu. Beim Strafstoß trat der gefoulte selbst an und erhöhte. Mehr als die Ergebniskosmetik zum 1:4 war dem TSV nicht vergönnt. Einen sauberen Angriff über Benning konnte der nach vorne beorderte Abwehrrecke Thomas Eismann abschließen. "Es ist schwierig, wenn man dem Feld so früh hinterherläuft. Der Abstiegskampf hat vorerst mal begonnen", konstatiert Coach Schleiwies. Jonas Baier