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SV Gößweinstein
TSV Kirchehrenbach
15.
30.
45.
60.
75.
90.

Es war ein Kraftakt, mit dem der SV Gößweinstein Mitte Juni in der Relegation die favorisierte, leicht verstärkte zweite Mannschaft des FSV Erlangen-Bruck in der Verlängerung mit 1:0 bezwang. Gefühlt das ganze Dorf unterstützte die Mannschaft von Trainer Jens Zweck in Weingarts, die nach nervenzehrenden 120 Minuten den Lohn für eine starke Saison einheimste. Nur zweimal hatten die Gößweinsteiner in der abgelaufenen Kreisklassen-Runde das Nachsehen und mussten sich dennoch als Zweitplatzierter hinter Meister ASV Michelfeld einordnen. Zweck ist das Kunststück eines Kreisliga-Aufstiegs samt anschließendem Klassenerhalt mit Gößweinstein als Spielertrainer bereits 2014 gelungen, ehe es für die Mannschaft nach seinem vorübergehenden Abschied 2016 wieder nach unten ging. Diesen Absturz will der Ex-Landesligaakteur – nun von der Seitenlinie aus – erneut verhindern. Mit drei Siegen aus den ersten vier Spielen ist der SVG mehr als nur auf Kurs. Gleich am ersten Spieltag setzte man mit einem 5:0 bei der DJK Weingarts, an die man mit Andreas Stenglein einen 26-Tore-Mann aus dem Vorjahr abgeben musste, ein echtes Ausrufezeichen. „In dem Spiel hat alles gepasst. Aber die haben uns bestimmt auch ein Stück weit unterschätzt, denn ihre Ergebnisse danach zeigen ja, dass sie so schlecht nicht sein können“, sagt Jens Zweck, der – starker Saisonstart hin oder her – auch weiterhin nichts anderes als den Klassenerhalt im Blick hat. Mit zwei knappen Siegen behielt man über Lauf II und Uttenreuth die Oberhand. „Da war auch etwas Glück dabei, aber natürlich war das enorm wichtig, da ich diese beiden als direkte Konkurrenten im Keller sehe“, erklärt Zweck, dessen Team sich, auf Platz drei rangierend, aber zunächst weit weg von diesbezüglichen Tabellenregionen befindet: „Es ist gut, dass wir Schwung und Euphorie nach dem Aufstieg so gut hinüber transportieren konnten. Dennoch gibt es aber keinen Grund zum Abheben, wir müssen weiter unsere Punkte sammeln“, warnt Zweck. Damit beginnen will schnellstmöglich auch der TSV Kirchehrenbach, der noch ohne Zählbares am Tabellenende steht. 2017 noch Kreisliga-Meister, hatten nicht Wenige der Germania nach dem prompten, sang- und klanglosen Bezirksliga-Abstieg und den Abgängen von Christian Städtler (Jahn Forchheim) und Abwehrchef Philipp Eismann (Baiersdorf) einen schwierigen Stand prognostiziert. Immerhin kamen mit Florian Knauer, Stefan Mühlfriedel und Rückkehrer Sebastian Häfner (alle Burk) gestandene Kräfte zum TSV. Trainer Stephan Schleiwies zählt seine Mannschaft deshalb auch nicht zum unteren Tabellendrittel. „Aber es ist für die Spieler nach einer Saison voller Niederlagen eben auch Kopfsache und das müssen wir zum einen mit vielen Gesprächen, aber zum anderen auch endlich mit Erfolgserlebnissen rausbekommen“, betont Schleiwies. Mehr hatte er sich freilich erhofft als drei Niederlagen zum Auftakt mit einem Torverhältnis von 1:9, die Richtung allerdings stimmte zuletzt. Nach der knappen Niederlage zu Beginn gegen Weingarts folgte beim 1:6 gegen Lauf II der Tiefpunkt für die Kirchehrenbacher. „Die Steigerung gegen Reichenschwand war dann aber zu erkennen, wo wir eigentlich in Führung gehen müssen. Jetzt werden wir alles daran setzen, aus Gößweinstein zumindest mit einem Punkt nach Hause zu fahren“, sagt Stephan Schleiwies mit kämpferischem Unterton.