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Am Tag der Arbeit hatten sie sich noch belohnt, hatten sich selbst gezeigt, dass es sich schon lohnt, wenn man sich zu einer Aufholjagd entschließt. Die U19 des 1. FC Nürnberg hatte ihre Saison in der ersten Liga ja fürchterlich begonnen und damit nicht so schnell aufgehört. Sieben Punkte haben sie in der Vorrunde nur gesammelt – deutlicher kann man sich kaum bewerben für einen der Abstiegsplätze. In der Rückrunde aber haben sie sich verändert, sahen plötzlich aus wie eine dieser Spitzenmannschaften. Sechs Siege in elf Partien gelangen ihnen da, der letzte am 1. Mai gegen die ersatzgeschwächte TSG Hoffenheim. „Wir sind jetzt da, wo wir hinwollten: über dem Strich. Und mit Frankfurt und Heidenheim bleiben noch zwei weitere Teams in Reichweite. Wir haben es jetzt selbst in der Hand“, sagte Trainer Daniel Wimmer nach dem 2:1-Erfolg, der sie endlich von den Abstiegsplätzen weggebracht hat. Einen Spieltag später sind sie wieder da, wo sie nie hinwollten und in der eigenen Hand haben sie es auch nicht mehr, ob sie nächstes Jahr noch in der ersten Liga spielen. Weil der Club am Sonntag nämlich 0:2 beim VfB Stuttgart verlor und gleichzeitig der 1. FC Kaiserslautern in Augsburg 3:1 gewann, steht Nürnberg vor dem letzten Spieltag wieder auf einem Abstiegsplatz. Dort müssen sie nun hoffen, dass sie ihrerseits die Partie gegen die schon abgestiegenen Stuttgarter Kickers gewinnen (Samstag, 13 Uhr, Sportpark Valznerweiher) und außerdem Eintracht Frankfurt (in Ingolstadt) und Kaiserslautern (gegen Heidenheim) beide nicht ebenfalls gewinnen. Läuft alles schlecht, dann müssen sie am Samstag einen doppelten Abstieg verarbeiten am Valznerweiher. Nach der U19 spielt ja ein paar Meter weiter auch noch das Profi-Team gegen Borussia Mönchengladbach um das sportliche Überleben. Erstaunlicherweise könnten sowohl Profis als auch U19 sich mit einem Sieg in die Zweitklassigkeit verabschieden. Das wäre zwar aus Traditionssicht sehr typisch für den Club, aber vielleicht wird ja der Kampf in aussichtsloser Lage tatsächlich auch einmal belohnt. keb