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Pfaffenhofen: Paradesturm minus 40

Aufsteiger auch ohne Daniel Grauthoff torgefährlich

Wohl dem Verein, der so eine Mathematik betreiben kann. „Wir haben vorige Saison 115 Tore geschossen. 40 davon der Daniel Grauthoff. Der ist jetzt weg, bleiben also noch 75“, rechnet Günther Vogel, Spielleiter der Kreisklassen-Aufsteiger SV Pfaffenhofen vor: „Das reicht locker zum zweiten oder dritten Platz.“

Jubelnde Schützen vor konsternierten Torhütern, dieses gewohnte Bild wollen die Pfaffenhofener Kicker auch in der Kreisklasse wiederholen.

 / © Salvatore Giurdanella

In der A-Klasse ja, aber in der Kreisklasse? Da hat sich der Aufsteiger schon mal recht torreich angemeldet mit dem 4:4 im Auftaktspiel gegen die Fusionsmannschaft SG Mühlhof/ Schwabach. Ein Dreierpack von Spielertrainer Daniel Meßthaler und ein Treffer von Michael Sperl sorgten für die Erfolgserlebnisse – und bestätigten damit auch die Aussage von Günther Vogel, dass der SVP weiterhin eine starke Sturmformation besitzt – und jetzt auch einmal die „zweite Reihe“ zeigen kann, wie gut sie trifft. In diesem Fall war das Daniel Meßthaler, der in der vorigen Saison vier Tore erzielt hat. Michael Sperl dagegen war hinter Grauthoff Torschütze vom Dienst und mit 28 Treffern die Nummer zwei der Liga.

Die vier Tore der Mühlhofer, die Dank des Spielrecht des FC Franken Schwabach ebenfalls aufgestiegen sind, schreibt Günther Vogel einer schlechten Tagesform zu: „So etwas passiert auch einmal.“ So vermessen, dass man nach dem ersten Aufstieg seit dem Jahr 94/95 gleich nach oben schielt, sind sie in Pfaffenhofen aber nicht. Man will in der Kreisklasse erst einmal nichts mit dem Abstieg zu tun haben und sich möglichst schnell im sicheren Mittelfeld etablieren. „Spielerisch sind wird schon relativ gut“, urteilt der Spielleiter. Jetzt gilt es, sich in stärkerer Konkurrenz zu etablieren. „In zwei, drei Jahren“, so Vogel, sei an einen Schritt voran zu denken. So sehen auch die Planungen aus. Die Verträge mit Spielertrainer Daniel Meßthaler und Co-Trainer Uwe Gabler wurden bis 2020 verlängert. Seinen Wechsel in die Bezirksliga (SC Großschwarzenlohe) hat Torjäger Daniel Grauthoff so rechtzeitig angekündigt, dass er damit nicht alle Überlegungen über den Haufen warf. 

An diesem Wochenende erlebt der SV Pfaffenhofen ein anderes Gesicht der Liga. Er tritt beim SC 04 Schwabach II an. „Die zweiten Mannschaften sind Wundertüten“, sagt Günther Vogel, „da weißt du vorher nie, wer auf dem Platz steht.“ Der Versicherung, dass der SC heuer auf den Einsatz von Profis verzichtet, traut man in Pfaffenhofen nicht unbedingt. Vogel: „Ich hab' gelesen, dass die Schwabacher schon wieder viele Verletzte beklagen. Da kann leicht mal wieder ein Andi Wolf auftauchen.“

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