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Das Duell zweier Aufsteiger trägt das Prädikat "Spitzenspiel"

Vorschau Kreisklasse Nord 10. Spieltag

Am Sonntag steht das Spitzenspiel an: Tabellenführer Unterreichenbach empfängt um 15 Uhr den SV Pfaffenhofen, der momentan auf Platz drei steht. Die Gäste wollen trotz des Ausfalles ihres Torjägers Michael Sperl drei Punkte mitnehmen.

Schon in der vergangenen Saison trafen Paffenhofen und Unterreichenbach (in Rot) in einem Spitzenspiel aufeinander. Pfaffenhofen gewann 1:0 – die Vorentscheidung im Meisterschaftsrennen der A-Klasse Nordwest.

 / © Salvatore Giurdanella

„Wir sind auf Augenhöhe“, sagt Pfaffenhofens Abteilungsleiter Günter Vogel. Sein SV hat zwar am vergangenen Wochenende das Derby gegen die zweite Mannschaft der TSG Roth 2:3 verloren. Das sei aber nicht mehr in den Köpfen und auch nicht so entscheidend. Vogel sah sein Team zeitweise als das bessere. „Wir haben es eben nicht geschafft, das noch umzubiegen.“ Schwerer wiegt der Ausfall Michael Sperls, der sich schon früh eine Bänderverletzung zuzog. „Er wird einige Wochen ausfallen“, sagt Vogel. „Er fehlt selbstverständlich.“ Sperl war schon in der Vergangenheit torgefährlich, aktuell führt er mit 15 Treffern die Torschützenliste an. Nun sind die Pfaffenhofener Trainer Daniel Meßthaler und Uwe Gabler gefordert, die Mannschaft so einzustellen, dass der SV auch ohne Sperl zum Erfolg kommt. „Jetzt müssen andere ran und zeigen, dass sie auch treffen“, so Vogel. Bange ist ihm nicht: Die Mannschaft sei nicht von einem Spieler abhängig. „Wir sind stark genug, das wegzustecken.“ Bei dem Duell am Sonntag treffen zwei Aufsteiger aufeinander, dass es das Spitzenspiel des Tabellenführers gegen den Dritten sein würde, hätte vor der Saison doch viele überrascht. Vogler nicht. „Ich habe eigentlich schon gedacht, dass es so kommt. Unterreichenbach hat eine sehr gute Mannschaft, wir haben eine sehr gute Mannschaft, vielleicht mit etwas Verletzungspech.“ So fehlt Marcel Kühnel seit der Vorbereitung. Dazu komme, dass die Kreisklasse sehr ausgeglichen sei. Bis hinunter zu Platz zehn seien die Teams von der Punktzahl und der Spielstärke her recht gleich. „Keiner gewinnt oder verliert wirklich hoch.“ So war Pfaffenhofen mit dem Ziel des Klassenerhaltes gestartet, ein Platz unter den ersten sieben wurde aber gedanklich angepeilt – daran hat sich trotz Sperls Verletzung nichts geändert. Beide Mannschaften kennen sich aus der A-Klasse Nordwest. Pfaffenhofen sicherte sich drei Spieltage vor Schluss die Meisterschaft, die eigentliche Entscheidung fiel aber schon am 19. Spieltag, Anfang April. Damals gewann Pfaffenhofen das Heimspiel mit 1:0, Mike Schuster gelang der entscheidende Treffer. Es war ein hitziges Spiel mit einigen Karten. „Damals ging es um den Aufstieg, das ist ganz normal“, sagt Vogel. Am Sonntag stehe dagegen „ein ganz normales Vorrundenspiel“ an, ein Sieg ist freilich das Ziel. „Wir wollen mit drei Punkten heimfahren.“ Die Pfaffenhofener wünschten damals viel Glück in der Relegation, Unterreichenbach folgte mit einem 3:2 über Laibstadt in die Kreisklasse. Vogler erwartet am Sonntag ein interessantes, taktisch ansprechendes Match. „Beide Mannschaften stehen gut da, spielen guten Fußball, haben gute Trainer. Harry Heyder geht sicherlich nicht mit offenem Messer in das Spiel.“ Vielleicht feiert eines der Teams einen Doppelsieg: Um 13 Uhr tritt die Pfaffenhofener „1b“ in Unterreichenbach an.

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