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Heftige Gegenwehr für die Bezirksligisten im Pokal

Kreispokal Achtelfinale

Auch das Achtelfinale im Kreispokal ist schon wieder Geschichte: Die TSG 08 Roth scheiterte an Rednitzhembach, Dittenheim siegte knapp gegen Abenberg. Außerdem in der nächsten Runde: Der FC/DJK Weißenburg, der TSV Winkelhaid, der SV Marienstein, der TSV 1860 Weißenburg, der SC Pollanten und der FC Ezelsdorf.

Ziemlich allein auf verlorenem Posten stand nicht nur in dieser Szene der Gästespieler gegen die Rednitzhembacher Übermacht. Bezirksligist TSG 08 Roth ist aus dem Rennen.

 / © Giurdanella

Vergangene Saison in der Kreisklasse ließ sich die DJK Göggelsbuch vom SC Pollanten auf den letzten Drücker den Titel wegschnappen. Im Toto-Pokal wiederholte sich das. Nach 1:0-Führung und zwei späten Toren verloren die Göggis (in Grün) mit 1:2 das Achtelfinale auf eigenem Platz. Für den Führungstreffer benötigte die DJK gegen offensiv zunächst kaum stattfindende Gäste mehrere Anläufe. Schlierf und Handl scheiterten mit einer Doppelchance an Torwart Regnath (38.), Schneider schoss einen Elfmeter links neben den Kasten (41.). Kurz vor der Pause setzte sich Fleischmann am linken Flügel durch, Spielertrainer Stephan Handl verwertete dessen scharfe Hereingabe zum 1:0. Im zweiten Abschnitt spielte der SC mutiger nach vorne und schlug eine Viertelstunde vor Schluss mit dem Ausgleich durch Tobias Mehringer zurück. In der 88. Minute drehte Spielertrainer Christian Blaser mit dem 2:1 die Partie endgültig.

Die Gastgeber erwischten einen Start nach Maß und gingen nach 12 Minuten per Strafstoß nach Foul an Janetzky durch Jonas Bömoser in Führung. War die Führung zur Pause noch verdient, so wackelte sie im zweiten Durchgang doch einige Male. Die Rother stemmten sich nach Wiederanpfiff vehement gegen die drohende Niederlage. Allerdings schien das Bollwerk der Gastgeber zu halten. In der Schlussphase bekam der SV Rednitzhembach einen weiteren Strafstoß zugesprochen (Foul an Bachhuber), doch diesmal scheiterte Bömoser am Schlussmann. Zwei gelbrote Karten — auf jeder Seite eine (Jelitsch und Camara) — dokumentierten in der Schlussphase, dass beide Mannschaften dieses Pokalspiel durchaus ernst nahmen.

Der FV versteckte sich gegen die zwei Klassen höher spielenden Gäste nicht, hatte die klareren Chancen. So musste der Gast zwei Mal auf der Torlinie klären. Auch nach der Pause versteckte sich der A-Klassist nicht, musste dann aber einen Freistoßtreffer von Hormess zulassen (70.). Zwei Minuten später gelang Buchta mit dem Kopf der Ausgleich. In der Schlussphase zunächst Glück für den FV, als ein Winkelhaider den Pfosten traf (85.). In den Schlussminute hätte aber der FV das Spiel bei zwei Chancen (86., 88) für sich entscheiden müssen. So musste der Sieger im Elfmeterschießen ermittelt werden. Hier lagen die FVler bis zum Schluss vorne, nachdem der Keeper den ersten Ball gehalten hatte, das bessere Ende aber hatte der TSV.

Besser hätte die Partie aus Sicht der Abenberger nicht beginnen können. Gerade mal zwei Minuten waren gespielt, als Manuel Nißlein aus einer Spielertraube heraus flach abzog und unhaltbar neben den rechten Pfosten traf. Der Bezirksligist schüttelte sichkurz und startete erste zaghafte Angriffe. Zunächst aber ohne Wirkung. In der 19. Minute erzielte René Prosiegel den Ausgleich, der auch zur Halbzeit Bestand hatte. Nach dem Seitenwechsel hatten die Gäste ihren Start nach Maß: Keine drei Minuten waren gespielt, da traf Stefan Remberg zur Führung. Doch auch diesmal hielt diese keine 20 Minuten. André Müller traf zum Ausgleich (63.). Bei diesem wäre es dann auch beinahe bis zum Schluss geblieben, hätte nicht in der 87. Minute erneut Prosiegel für die Gäste zum 3:2 getroffen. Kein unverdienter Sieg des Bezirksligisten gegen einen jedoch keinesfalls enttäuschenden Kreisklassisten. In der Nachspielzeit sah Prosiegel noch Gelbrot.

Angesichts des klaren Endergebnisses ging es ein wenig unter, dass der FC/DJK Weißenburg zu Beginn defensiv etwas Probleme hatte und dem SV Cronheim die eine oder andere Möglichkeit zur Führung gestattete. In der neunten Minute nahm der Torexpress der Kicker vom Lehenwiesenweg dann allerdings Fahrt auf und Andreas Pfefferlein erzielte das 1:0. Cronheim wirkte geschockt, und nur zwei Minuten später legte Matthias Dollinger zum 2:0 nach. In der Folgezeit zeigte sich FC-Keeper Maximilian Bühring mehrfach auf dem Posten und verhinderte das Anschlusstor. So klingelte es erneut im Kasten auf der Gegenseite, als Kapitän Daniel Heckel nach schönem Pass von Pfefferlein überlegt zum 3:0 ins lange Eck einschob. Doch da­mit nicht genug: Noch vor der Pause erhöhte Benedikt Auernhammer in der 39. Minute zum 4:0-Halbzeitstand. Damit war die Partie, die unter der souveränen Leitung von Schiedsrichter Matthias Schwarz stand, schon nach 45 Minuten entschieden. Für Cronheim ging es eigentlich nur noch um Schadensbegrenzung, was nicht wirklich gelang, denn die Weißenburger Truppe von Trainer Alexander Rottler war an diesem Abend in Torlaune: Gleich in der 48. Minute traf Simon Britz zum 5:0 und drei Zeigerumdrehungen später machte Auernhammer mit seinem zweiten Treffer das halbe Dutzend zum 6:0 voll. In der 69. Minute gelang dem eingewechselten Tristan Roscher der Ehrentreffer für die Gäste, ehe es in der 76. Minute Jochen Schwenk vorbehalten war, den Schlusspunkt zum 7:1 zu setzen. Mit diesem klaren Erfolg und sechs verschiedenen Torschützen steht der FC/DJK im Viertelfinale und freut sich am kommenden Mittwoch auf den Bezirksligisten FV Dittenheim um Weißenburgs Ex-Trainer Martin Huber.

Während andere Mannschaften sich teilweise kampflos geschlagen geben, hat der SSV Oberhochstatt das Duell mit dem Bezirkligisten SV Marienstein angenommen und sich auch sehr achtbar geschlagen. Die Überraschung war drin und wäre auch nicht unverdient gewesen, sie blieb aber aus. Trainer Stephan Bauer musste mit Stefan Auernhammer, Dominik Wiedemann (beide verletzt) und Hannes Hager (Urlaub) auf drei Stammkräfte verzichten. So war das primäre Ziel, gegen den höherklassigen Gegner nicht unter die Räder zu kommen. In der Anfangsphase war der SSV viel zu ehrfürchtig und rannte nur hinterher. In der elften Minute gingen die Gäste verdientermaßen in Führung, als Stephan Steib nach einer schlecht verteidigten Ecke volley zum 0:1 traf. Nur zwei Minuten später zielte Steib per Freistoß an die Latte (13.). Ab diesem Zeitpunkt allerdings war die Heimelf wachgerüttelt und wehrte sich. So konnte der SSV dem SVM bis zur Pause deutlich besser Paroli bieten, verpasste aber durch Andreas Auernhammer, Bastian Walcher und Andreas Lux seine Möglichkeiten. Marienstein lief öfter ins Abseits und haderte (unberechtigterweise) mit dem Schiedsrichtergespann, das jedoch einen souveränen Job machte. Die Warnung von Schiedsrichter Michael Scharping nahmen die Gäste nicht ernst genug, sodass er nach der Pause zunächst Johannes Kammerbauer wegen Meckerns verwarnte (64.) und kurz darauf Sebastian Schmelz wegen Beleidigung mit Rot vom Platz stellte (66.). Die gesamte zweite Hälfte war ein Spiel auf das Tor des Bezirksligisten. Doch fehlte dem SSV auch das notwendige Quäntchen Glück bei Chancen für Dominik Schweinesbein (Unterkante der Latte), Auernhammer und Walcher. Oberhochstatt schnürte die Gäste ein, kam aber nicht zum überfälligen Ausgleich und kassierte in der Nachspielzeit bei einem Konter das 0:2 durch Manuel Bittlmayer (92.). Am Ende war das Ergebnis durchaus schmeichelhaft für Marienstein, der SSV zeigte sich trotz Niederlage mit der Leistung zufrieden, auch wenn man das Viertelfinale und Kirchweih-Derby gegen den TSV 1860 Weißenburg verpasst hat.

Nach der Auftaktpleite zum Saisonauftakt am letzten Wochenende lautete das Motto für den FC Ezelsdorf bereits am Dienstag „Mund abwischen“: Der Gegner beim Achtelfinale des Toto-Pokals war der SV Pölling. Der FC Ezelsdorf startete in diese Partie hellwach und bestimmte das Spielgeschehen. Dies zahlte sich bereits nach 18 Minuten aus, als Janis Nauhardt die Pöllinger Defensive mit einem klasse Sprint kalt erwischte und zur 1:0-Führung einschob. Die hielt jedoch nicht allzu lange, der SV Pölling glich quasi im Gegenzug durch Philipp Kunze aus. Zehn Spielminuten später dann erneut die Führung durch den auffälligen Janis Nauhardt, der zur zwischenzeitlichen 2:1 verwandelte. Wie bereits zuvor brachten sich die Gäste wieder durch Dominik Lettenbauer zurück in das Spiel (33.). Mit dem Spielstand von 2:2 ging es dann auch in die Halbzeit. Der FCE, der bereits in der ersten Halbzeit die etwas aktivere Mannschaft war übernahm auch im zweiten Durchgang das Spielgeschehen. In der 58. Minute trug sich der nächste Ezelsdorfer Jugendspieler Luca Meier in die Torschützenliste und brachte Ezelsdorf wieder mit 3:2 in Front. Thomas Eckersberger nutzte die jetzt immer offensiver werdende Spielweise der Gäste und stellte mit einem Doppelpack (62. und 70. Minute) das vorentscheidende 5:2 für die Heimmannschaft her. Den Schlusspunkt des diesmal souverän herausgespielten Pokalerfolges an der Bucher Straße setzte Marvin Pröll, der auf Vorarbeit von Thomas Eckersberger abgeklärt zum 6:2-Endstand sicher verwandelte.

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