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Dem SV Pfaffenhofen schwimmen die Felle davon

Beinahe-Aufsteiger leidet unter einer Formkrise

Beim SV Pfaffenhofen läuft es gerade nicht wie erhofft. In den letzten drei Spielen holte er nur einen Punkt, hat eine Torbilanz. von 4:11. Nun tritt er am Samstag, 15 Uhr, in Abenberg an, beim Tabellennachbarn, bei dem der SV in der letzten Saison nicht gewinnen konnte.

Im Loch: Aus den vergangenen drei Spielen hat der SV Pfaffenhofen ein Torverhältnis von 4:11 davongetragen.

 / © Salvatore Giurdanella

In der vergangenen Saison marschierten zwei Aufsteiger durch die Liga. Der SV Unterreichenbach, der sich schließlich souverän zum Meister krönte, und der SV Pfaffenhofen. Lange sah es so aus, als könnte auch das Team des Spieletrainers Daniel Meßthaler den Durchmarsch schaffen, sich auf dem Relegationsplatz festbeißen. Um den konkurrierte beinahe die halbe Liga, zum Ende hin ging Pfaffenhofen die Luft aus, der SV schloss seine erste Kreisklassen-Saison nach Jahren in der A-Klasse auf Platz sieben ab. Durchaus ein Erfolg.

Nun steht der SV Pfaffenhofen wieder auf Platz sieben. Ist das nun ein Erfolg? "Oben mitspielen" hatte der SV als Saisonziel ausgegeben. Doch er verlor 2:7 gegen Barthelmesausrach, 0:7 gegen Kammerstein, zwei der Top-Teams. Auf den zweiten Blick gibt es mindestens vier Top-Teams, wenn man die DJK Schwabach, und den 1. FC Schwand hinzuzählt, die in Schlagdistanz zu dem Quartett sind, dahinter folgt Pfaffenhofen mit einem Punkt Abstand. "Wir wollten so lange es geht oben mitspielen", sagt Pfaffenhofens Abteilungsleiter Günter Vogel. Und sich anschließend auf das Mittelfeld konzentrieren. Und das ist eng beisammen.

Pfaffenhofen hat es in dieser Saison nicht leicht. Die Gegner sind stark, obendrein muss der SV endgültig auf Michael Sperl verzichten. Schon in der Vorsaison hatte sich dieser verletzt, war im Herbst einige Zeit ausgefallen. Doch am Ende war er mit 18 Toren (Platz sechs der BFV-Rangliste) Pfaffenhofens bester Torschütze. Nun ist er aus der Mannschaft zurückgetreten. Ein schwerer Verlust, Daniel Grauthoff (acht Tore) und Rafal Skutta (fünf ) versuchen, die Lücke zu schließen. Hinzu kommen verletzte Leistungsträger wie Simon Meßthaler (Beinbruch am vierten Spieltag gegen Schwand) oder Mike Schuster (Knie und Leistenprobleme, gegen Schwand ausgewechselt). Vogel rechnet damit, dass beide schon in der Winterpause zurückkehren. Aber bis dahin, mit einigen anderen angeschlagenen Spielern, müssen im Pfaffenhofener Mittelfeld Löcher gestopft werden. "Das macht viel aus, weil der Kader relativ dünn ist", sagt Vogel. Aufstellung und Spielweise ändern sich immer wieder. Dazu komme etwas Pech, meint er. gegen Kornburg (2:4) ließ Pfaffenhofen einen Elfmeter aus, der dem Spiel vielleicht noch eine Wende hätte geben können, beim 0:0 gegen Wolkersdorf war zweimal Alu im Weg. Die hohen Niederlagen gegen Kammerstein und Barthelsmesaurach ordnet Vogel ebenfalls ein: Bedingt durch die Ausfälle habe man zwei, drei Fehler gemacht, lag hinten – und die Pfaffenhofener lassen ein Spiel dann nicht laufen und versuchen, mit Schadensbegrenzung das Torverhältnis zu retten. "Wir spielen nicht, weil wir einen 0:3-Rückstand halten wollen", sagt Vogel. "Unser Spiel geht immer nach vorne." Und in diesen Fällen ging es halt daneben. Mit einem 7:1 gegen Büchenbach hat der SV ja auch durchaus hohe Siege in petto.

Insgesamt ist Vogel daher gar nicht so unzufrieden, auch weil das Mittelfeld so nahe beieinander ist, sieht er den SV im Soll. Wenn am Samstag ein Sieg gegen die DJK Abenberg (Platz acht, drei Punkte weniger) rausspringt, wäre die Situation ja noch besser und der SV hätte Luft nach unten. In der vergangenen Saison konnte Pfaffenhofen nicht gegen die DJK gewinnen, kassierte zwei Niederlagen mit 1:6 Toren. Ein Angstgegner sind die Abenberger deshalb nicht, wohl aber ein starker Gegner. "Wir sind auf gleicher Höhe", sagt Vogel. Das Mittel zum Sieg soll sein, das eigene Spiel aufzuziehen. "Wir werden uns nicht verstecken."

Das gilt auch bis zur Winterpause. Dann wird man weitersehen. Falls es sich ergibt, will Pfaffenhofen noch ein, zwei Spieler holen. Wenn nicht: Dann ist Vogel auch nicht unzufrieden.

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