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Wüst: "Wollen weiterhin Hopp oder Top spielen"

Kreisliga Nord

Mit dem siebten Tabellenplatz und einem Wechselbad der Gefühle verabschiedete sich der SV Rednitzhembach in die Winterpause der Kreisliga Neumarkt/Jura Nord.

Trainer Stefan Wüst (mitte, links Christian Rauth, rechts Patrick Pritschet) steht bei seiner Mannschaft weiterhin hoch im Kurs.

 / © Meyer

Die „Hembis“ starteten zuerst souverän im Kreis-Pokal. Ein Verein nach dem anderen musste sich der Wüst-Elf geschlagen geben, darunter auch die TSG Roth, derzeit Tabellendritter in der Bezirksliga Mittelfranken Süd. Die Qualifikation für das Finalspiel, das am 01.05.19 gegen den SV Marienstein vor heimischen Publikum steigen wird, war dann auch für Trainer Stefan Wüst ein Highlight im Jahr 2018.

Somit startete der SVR die Saison 2018/19 auch mit Favoritenstatus. Anfangs wurden die "Hembis" der Rolle auch gerecht, bis Coach Wüst Ende August vor der Situation stand, verletzungsbedingt auf sechs Stammspieler verzichten zu müssen. Die entstanden Lücken mussten mit Reservespielern aufgefüllt werden. Zusätzlich bestand bei mehreren Stammspielern berufsbedingt ein Trainingsrückstand. Die Ergebnisse stimmten nicht mehr, der SVR tauchte in bisher unbekannte Tiefen der Tabelle ab - und stand dann plötzlich auf Platz zwölf.

„Wenn man als Trainer mal eine Negativserie hat, ist es dann für einige ganz klar, wer der Schuldige ist", blickt Stefan Wüst zurück: "Da haben sich dann schon andere Trainer beim SV Rednitzhembach beworben." Die Situation war für ihn keine einfache: "Da standen dann bei unseren Spielen plötzlich 100 Profis am Spielfeldrand, und alle davon waren Trainer. Aber die sehen nicht, was unter der Woche im Training passiert“. Aber dennoch war “ein Trainerwechsel niemals ein Thema, denn der Verein und meine Mannschaft standen hinter mir“, sagt Wüst.

Zur ganzen Misere kamen dann noch Spiele wie beim SV Penzendorf hinzu: “Das war nur ein Spiel auf das Penzendorfer Tor, mit einem Chancenverhältnis von 22:1, und dann verlieren wir das Spiel mit 0:1“, erinnert sich der Übungsleiter.

Welches Potential aber in einer fast kompletten Wüst-Truppe steckt, zeigte diese in den letzten beiden Spielen der Saison: „Da hatte ich wieder 14 Spieler aus meinem Kader von der ersten Mannschaft an Bord, und ich musste nicht auf die Reserve zurückgreifen“, stellt der Coach fest. Der SVR gewann zuerst das Derby gegen den TSV Katzwang mit 4:1 und bezwang danach den SV Rasch mit 3:2. Gerade an dieses Spiel erinnert sich Stefan Wüst gerne zurück: „Die Rascher sind eine heimstarke Mannschaft, und als es 2:0 für Rasch stand, hat keiner mehr einen Pfifferling auf uns gesetzt. Aber dann habe ich den Charakter meiner Mannschaft gesehen. Meine Devise war dann Hopp oder Top. Danach haben meine Jungs aufgedreht, sind marschiert bis zum Erbrechen und haben das Spiel innerhalb 15 Minuten noch zu einem Sieg gedreht“, sagt der Coach mit hörbarem Stolz.

Stammspieler kehren zurück

Für die Rückrunde wird keine Neuverpflichtung geplant. Der Trainer ist aber wieder zuversichtlich, denn zu Beginn der Vorbereitung werden die verletzten Stammspieler Seyss, Bogendörfer und Bachhuber wieder dazustoßen. Ziel für die Rückrunde ist für Stefan Wüst „weiterhin Hopp oder Top zu spielen, wir haben ja nichts mehr zu verlieren. Wir wollen noch so viele Spiele wie möglich gewinnen. Unser Ziel ist Platz zwei bis fünf“, kündigt er selbstbewusst an.

Der Spieler der den größten Sprung gemacht hat, ist für Wüst der Youngster Jonas Bömoser: „Das ist ein sensationeller Kicker, der Junge kann einfach jede Position spielen.“ freut sich der Trainer. Auch aus der eigenen A-Jugend des SVR sieht der Coach für die Saison 19/20 eine weitere Verstärkung: „Nico Strauß ist ein Wahnsinns-Kicker, der wird den Sprung in die erste Mannschaft schaffen“, ist er sich sicher.

Jedenfalls kann Stefan Wüst für die Rückrunde wieder aus den Vollen schöpfen. Und als ob Trainer und Mannschaft gleich mal zeigen wollten, was ihre Gegner in der Rückrunde erwarten könnte, lieferte das Team eine starke HKM-Vorrunde ab. Bilanz: Vier Spiele, vier Siege und ein Torverhältnis von 11:0.

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