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Pyrbaum: Trainer Lorenz geht im Sommer

Kreisklasse Ost - Teil 4

Last but not least der vierte und letzte Teil über die Lage der Liga vor dem Rückrundenstart. Diesmal: Die SG Allersberg, der FSV Berngau und der TSV Pyrbaum.

Detlef Lorenz wird ab Sommer nicht mehr Trainer des TSV Pyrbaum sein.

 / © TSV

SG Allersberg: Erste Saison in dieser Konstellation ordentlich zu Ende spielen

Auf Tabellenplatz 5 überwinterte die SG Allersberg. Personaltechnisch gab es für den Kader der ersten Mannschaft soweit keine Veränderung, so Simon Lechner, neben Kai Lauber einer der beiden Teammanager. Bei den Ergänzungsspielern aus der zweiten Garnitur verließen Robert und Rafal Sowka (beide Mittelfeld) den Verein in Richtung Offenbau. Als Neuzugang kam Nico Neubauer (Abwehr), der längere Zeit inaktiv war und nun wieder Spielpraxis sammeln soll. Spielertrainer ist weiterhin André Ulrich, der bereits seit einigen Jahren als Übungsleiter in Allersberg tätig ist. Die Mannschaft firmierte bis zur Vorsaison noch als DJK Allersberg. 

Wie Lechner erwähnt, war die Winterpause gefühlt doch sehr lang. In den ersten drei, vier Partien werde sich zeigen, wohin die Reise für die Truppe vom Rothsee gehen wird. Mit der Vorrunde zeigt sich Lechner im „Großen und Ganzen“ zufrieden. Aus seiner Sicht hat die Mannschaft, die in dieser Saison zum ersten Mal in dieser Konstellation als SG Allersberg aufläuft, weitgehend überzeugt, auch wenn am Ende doch „der ein oder andere Punkt mehr“ hätte herausspringen können. Meisterschaftsfavorit ist für Lechner, wie bereits vor Saisonbeginn auch, der TSV Feucht. Hinsichtlich möglicher Absteiger gibt er hingegen kein Statement ab. 

Bisher gab es ein Testspiel und zwar gegen Thalmässing/Eysölden. Das Match wurde locker mit 4:0 gewonnen und hätte, laut den Worten von Allersbergs Spielleiter Marco Gärtner, auch durchaus noch höher gewonnen werden können. Weiterhin erwähnt Gärtner, dass die Platzverhältnisse alles andere als optimal waren und der Kader auch noch nicht komplett war. Positiv fiel in dieser Partie auf dass die Mannschaft „gegen einen harmlosen Gegner“ zu jeder Zeit fitter wirkte. Sicherheit verlieh der Allersberger Defensive in diesem Test Karl Schrenk, der aufgrund seines beruflichen Engagements bei der Bundespolizei in der Vorrunde häufig nicht eingesetzt werden konnte, nun aber in der Rückrunde wieder häufiger auf dem Platz stehen möchte. Ebenfalls positiv fiel ins Auge, dass Tarkan Aydogan die Lücke, die im Stutm durch den Kreuzbandriss von Manuel Wenzel bei der Hallenkreismeisterschaft entstanden war, gut schließen konnte. Ein für den 17.03. geplanter Test gegen Mörsdorf musste wegen der schlechten Platzverhältnisse abgesagt werden. Weiter gestestet werden soll vor dem Rückrundestart dennoch noch und zwar gegen die TSG Roth 08 II und gegen FV Dittenheim II.

FSV Berngau: Klassenerhalt gegen direkte Konkurrenten sichern

Auf Platz 11, und damit in unmittelbarer Nähe zum Relegationsplatz 12, den momentan Reichertshofen belegt, überwinterte der FSV. Knapp zwei Wochen vor Saisonstart konnten wir über den Verantwortlichen für die Öffentlichkeitsarbeit im Gesamtverein, Patrick Nunner, einige Infos über den Stand der Dinge bei den Fußballern in Erfahrung bringen.

Verstärkungen gab es keine bei den Berngauern, die aber während der Winterpause zwei Abgänge zu verzeichnen hatten: Mittefeldspieler Martin Kramer wechselt zur Reserve der „Klosterer“, sprich nach Seligenporten, und Abwehrspieler Fabian Rackl zog es zum BSC Woffenbach. Dies dezimiert den ohnehin nicht sonderlich großen Kader natürlich noch einmal.

Die Vorbereitung lief bisher durchwachsen. Einem Auftakterfolg im Test gegen Velburg (2:0) folgten zwei Niederlagen in Woffenbach und gegen Mörsdorf. Die Auswärtsniederlage gegen den Bezirksligisten aus Woffenbach fiel dabei mit 1:7 relativ deftig aus. Gegen Mörsdorf zog die Truppe um Coach Markus Rüger zuhause mit 1:2 den Kürzeren.

Zum Rückrundenststart geht es in drei von vier Spielen gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf (31.03. auswärts in Oberölsbach, 07.04. zuhause gegen Reichertshofen und am 28.04 auswärts gegen Pavelsbach). Hier möchten die Verantwortlichen gut aus dem Winterschlaf kommen und die sogenannten „Big Points“ gegen den Abstieg machen. Dazwischen liegt dann auch noch das Auswärtsspiel am 14.04. beim TSV Feucht. Wenn die Rechnung aufgeht, dann sehen sich die FSVler am Saisonende im gesicherten Mittelfeld. A propos Saisonende: An der Tabellenspitze erwartet man in Berngau keine Veränderung mehr - Berg macht das Rennen. Keine Prognose gibt es bezüglich möglicher Absteiger

TSV Pyrbaum: Ein neues Trainerduo im Sommer

Beim derzeitigen Tabellensiebten aus Pyrbaum stand am 15.03. die Jahreshauptversammlung an. Und eben genau aus dieser besagten JHV ging unser Gesprächspartner, Matthias Wölfel, als Sportlicher Leiter hervor. Dass einige langjährige Vorstandsmitglieder bereits im Vorfeld signalisiert hatten, nicht mehr zur Verfügung zu stehen, nutzte man in Pyrbaum kurzerhand zu einer „Verjüngung“ der Führungsriege. Es sticht dabei ins Auge, dass in der neuen Vorstandschaft drei aktive Spieler der 1. Mannschaft dem neuen Vorstand angehören: Daniel Walthier (Kassier), Dominik Flechsig als Schriftführer und Bruno Henning als Beisitzer.

In seinem Amt bestätigt wurde Abteilungsleiter Ringo Klein, der die Abteilung seit 2017 erfolgreich führt. Zu Kleins Entlastung übernimmt Matthias Wölfel die Funktion des Sportlichen Leiters. Eine weitere Rolle im Vorstand nimmt Alexandra Musgiller ein, die sich des Bereichs PR annehmen wird. Thomas Knogl kümmert sich auch weiterhin um das Vereinsgelände. Kompletiert wird das Team von den beiden Spielleitern Max Müller (1. Mannschaft) und Markus Lennartz (2. Mannschaft).

Die neue Vorstandschaft in Pyrbaum.

 / © TSV

Zum Sportlichen: Nach einem vielversprechenden Saisonstart mit einer überdurchschnittlich hohen Trainingsbeteiligung führten Verletzungspech und Urlaube dazu, dass sich eigentlich zu keinem Zeitpunkt eine Stammformation hätte bilden können. Es kam wie es kommen musste, die ersten vier Pflichtspiele wurden verloren, ehe dann der erste „Dreier“ gegen Postbauer eingefahren werden konnte. Dies war zum damaligen Zeitpunkt ein Spiel „Not gegen Elend“, da auch Postbauer zu Saisonbeginn erheblich ersatzgeschwächt war. Doch dieser Erfolg war nicht die erhoffte Initialzündung auf dem Weg nach oben. Fehlende Konstanz führte schließlich zu dem aktuellen Platz im Tabellenmittelfeld.

„Aufgrund der Ausgeglichenheit der Liga können wir uns dennoch nicht in Sicherheit wiegen“, so Wölfel, der davor warnt, dass man mit einem ähnlichen schlechten Start wie zu Saisonbeginn auch ganz leicht wieder nach „hinten durchgereicht“ werden könnte. Als entscheidenden Faktoren nennt Wölfel „Trainingsfleiß, mannschaftliche Geschlossenheit und Konzentration“ sowie auch nicht zuletzt ein Quäntchen mehr Glück bei Schiedsrichterentscheidungen, mit denen man in der Vorrunde beim TSV ab und an doch etwas haderte.

Personaltechnisch hat sich nichts verändert. Zum Saisonende steht allerdings fest, dass Trainer Detlef Lorenz den Verein verlassen wird. Wölfel spricht davon, dass ab der neuen Spielzeit dann ein Trainerduo die Geschicke der Mannschaft lenken wird. Auf Namen angesprochen, betont der neue Sportliche Leiter, dass die Spieler zwar bereits über die beiden neuen Coaches Bescheid wüssten, man mit der offiziellen Bekanntgabe aber noch etwas warten will. 

Getestet wurde auch: Gegen den Ligakonkurrenten aus Sindlbach (beide Ligaspiele sind bereits absolviert) gab es ein 2:2 Unentschieden, zur Pause lag Pyrbaum mit 0:1 im Hintertreffen. „Bei uns standen viele Stammspieler aufgrund eines Junggesellenabschieds in Prag nicht zur Verfügung und bei Sindlbach hat man gemerkt, dass sie das System des neuen Trainers noch nicht verinnerlicht haben“, so Wölfel zu den Eindrücken vom Spiel. Am 23.03. geht es dann auswärts mit einem Test gegen das Kreisligaspitzenteam vom Henger SV weiter und bereits einen Tag später gegen Forchheim/Sulzkirchen. Wieder eine Woche später steht dann das erste Pflichspiel zuhause gegen Postbauer an. Diese Partie wird sicherlich eine erste ernstzunehemende Standortbestimmung für die beiden Kontrahenten sein.

Hinsichtlich der Konkurrenz geht Matthias Wölfel, wie fast alle anderen Vereinsverantwortlichen auch, davon aus, dass Berg am Ende das Rennen machen wird, während sich Feucht und Unterferrieden um Platz 2 streiten werden. Sorgen um den Abstieg müssen sich aus Wölfels Sicht Holzheim II, Sindlbach, Reichertshofen und Pavelsbach machen. Er betont jedoch erneut, dass, aufgrund der Ausgeglichenheit der Liga, durchaus auch noch Überraschungen nach oben oder unten drin sein könnten.

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