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TSG Roth II: Wo ist die Abwehr?

Kreisklasse Nord

Die Reserve der TSG Roth kassiert in der Kreisklasse Nord zu viele Gegentreffer und trifft auf den SC 04 Schwabach II, der auch zu viele Gegentreffer kassiert.

Da schlägt's ein: Die Reserve der TSG Roth (in Grün, hier gegen Pfaffenhofen) hat 2019 noch nicht gewonnen und wird nach unten durchgereicht. Jetzt steht das Kellerduell an.

 / © Salvatore Giurdanella

Im Sommer ist es ein Jahr her, dass Oliver Wellert, der Sportliche Leiter der TSG Roth, ein Gespräch mit Tevfik Cengiz suchte und ihn bat, Trainer der zweiten Mannschaft zu werden. Dazu muss man wissen, dass diese unter Umgehung der Abstiegsrelegation gerade noch den Klassenerhalt geschafft hatte. Die Berufung ins Amt kam so überraschend nicht, denn Wellert gilt als ein großer Förderer Cengiz’.

"Oli hatte mich immer schon unterstützt, und deshalb habe ich auch keine Sekunde gezögert, seinen Wunsch zu erfüllen. Ich bin gerne Trainer, habe auch großen Spaß daran", sagt Cengiz. Die Freude ist in der augenblicklichen Situation nicht vergangen: Roth belegt mit 20 Punkten den elften Rang, ist punktgleich mit Wolkersdorf auf dem Relegationsplatz, das Abstiegsgespenst geht um.

Cengiz wusste von Anfang an, dass es sehr schwierig werden würde, das Schiff auf Kurs zu halten. "Die letzte Saison war aufreibend und lang. Es gab einen unglaublichen Personalwechsel, nur vier aus dem letztjährigen Kader sind übrig geblieben. Da war schon klar, dass dies Folgen haben würde." Aber: "Die Zweite soll das Sprungbrett für die Erste werden. Wir haben es geschafft, dass aus einem Fundus geschöpft werden kann. Dieser besteht aus Spielern aus Roth und der näheren Umgebung. Es ist sozusagen die TSG-Strategie, ein Plan, der Früchte trägt", sagt Cengiz.

Den schien man auch positiv umzusetzen, zu Beginn der Runde setzte sich die TSG auf Rang vier. Doch dann kam der Herbst und zwischen dem 8. September und dem 27. Oktober gratulierte niemand mehr der Cengiz-Truppe.

Absoluter Tiefpunkt war der 27. Oktober, als der SV Kammerstein in Roth ein Feuerwerk zündete mit neun Krachern (1:9). Beim TV Büchenbach II kam dann die Wende, als dieses Mal die Rother feuerten und 8:0 gewannen. Auch gegen Wolkersdorf war man daheim mit 2:0 erfolgreich, ebenso gegen Abenberg mit 3:1, dazwischen unterlag man bei der Landesligareserve des TSV Kornburg. Dann kam die Winterpause und mit ihr die Erfolglosigkeit. Im Jahr 2019 konnte die TSG-Reserve noch keinen Sieg verbuchen. In drei Auswärtspartien und zwar in Veitsaurach (1:5), Barthelmesaurach (2:5) und bei der DJK Schwabach (0:2) gab es nichts zu ernten, das 0:5 gegen Pfaffenhofen zu Hause vervollständigte die bittere Serie.

"Das sieht jetzt vom Papier her nicht freundlich aus, aber wir konnten gegen die fünf Topmannschaften wirklich mithalten. Unser Problem ist eindeutig die Abwehr", sagt der Trainer. Nur der Tabellenletzte, der TV Büchenbach II, ließ mit 79 Gegentreffern noch mehr zu als Roth (56). Schwabachs Reserve kassierte 55.

Cengiz steht im Heimspiel am Samstag, 18 Uhr, vor einer ganz diffizilen Aufgabe, zu Gast ist der SC 04 Schwabach II, der Tabellenvorletzte, der Siegen muss, um Büchenbach nicht in die A-Klasse zu folgen. Das Hinspiel endete 3:3, wobei die Rother dreimal eine Führung abgaben. "Ein Sieg wäre sehr wichtig, um Anschluss an Abenberg und Kleinschwarzenlohe zu gewinnen. Ob uns das gelingt, hängt vom Gegner ab, der möglicherweise Spieler aus der Landesliga einsetzt", sagt Cengiz.

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