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Eigler: "Wir versuchen, alles reinzuhauen"

Vorschau Kreisliga Nord 26. Spieltag

Die Entscheidungen sind überwiegend gefallen in der Kreisliga Nord. Es geht nur noch bei zwei Begegnungen um die Wurst, sprich: den Aufstiegsrelegationsplatz. Wendelstein verabschiedet sich mit einem Heimspiel gegen Katzwang aus der Liga.

Gegen Wendelstein verteidigten die "Urus" Rang zwei. Jetzt geht es ins entscheidende Fernduell.

 / © Gerner

Die roten Teufel von Christian Eigler belegen Rang zwei bereits seit vier Spieltagen und könnten mit einem Dreier sich nun für die Bezirksligarelegation qualifizieren. Letzten Sonntag schlug man Meister FC Wendelstein in einem spannenden, sehenswerten und fairen Spiel mit 2:1. Alleine deshalb dürfte jetzt Stimmung und Motivation besonders hoch sein. Coach Christian Eigler blickt auf das letzte Spiel gegen den FCW zurück: „Das war ein Riesenspiel, und die letzten fünf Minuten hatten es in sich. Auch die Stimmung unter den Jungs und Fans war super.“ Das entscheidende Duell findet jetzt in der Oberpfalz statt: „In Pollanten wird es sicherlich schwer, obwohl es für die ja um nichts mehr geht. Aber sie werden sich genauso reinhängen wie Wendelstein. Die wollen genauso gewinnen wie wir, aber wir versuchen alles reinzuhauen“, sagt Eigler. Im letzten kampfbetonten Spiel gegen den Meister holten sich ein paar Spieler wohl leichte Blessuren: „Ein paar Angeschlagene habe ich zwar, aber mal schauen, ob der eine oder andere bis Mittwoch wieder fit sein wird“, so Eigler. Ein weiterer Aufstieg des SV Unterreichenbach würde den dritten Aufstieg in Folge bedeuten, also einen Durchmarsch von der A-Klasse in die Bezirksliga. Aber so weit ist es noch nicht, denn bei einem Remis oder einer Niederlage müssen die Blicke der Unterreichenbacher wohl nach Lauterhofen gerichtet sein. Eine Schützenhilfe des SV Rasch wäre dann erforderlich. Für den SC Pollanten geht es dagegen um nichts mehr, denn der Ligaverbleib ist gesichert. Coach Christian Blaser, der als Trainer sein letztes Liga-Spiel absolvieren wird, weiß: „Wir sind in der Pflicht. Wir würden das auch von einem anderen Verein erwarten. Wir wollen einen schönen Abschluss machen und definitiv was holen.“ Blaser ist auch zuversichtlich: „Im Hinspiel in Unterreichenbach waren wir trotz des 2:2-Unentschiedens die bessere Mannschaft.“

Es war ein gutes Jahr für die beiden Kreisklassenaufsteiger. Der SV Unterreichenbach und der SV Lauterhofen kämpfen nun an diesem Spieltag um den möglichen Einzug in die Bezirksliga, wobei die Roth-Truppe dies aber nicht mehr aus eigener Kraft schaffen kann. Ein Sieg ist freilich Pflicht, aber an diesem Tag werden wohl alle Blicke nach Pollanten gerichtet sein, denn nur der SCP kann dem SVL Platz zwei ermöglichen. Bereits ein Unentschieden des SV Unterreichenbach in Pollanten bei gleichzeitigem Sieg des SV Lauterhofen würde der Roth-Truppe genügen: „Wir hoffen natürlich, dass uns die Pollantener unterstützen und alles geben werden, obwohl es für sie selbst um nichts mehr geht.“ Aber letztlich kann Coach Roth und seine Elf nur hoffen: „Erst machen wir gegen Rasch unsere Hausaufgaben, denn die werden uns fordern. Was in Pollanten passiert, interessiert uns erst nach unserem Spiel“, so der Coach. Aber auch der SV Rasch könnte am Mittwoch – wie der SC Pollanten - noch mitbestimmen, welches Team in die Aufstiegsrelegation gehen wird. Das Hinspiel endete mit einem 2:2-Remis. Die Schmidt-Truppe ist in dieser Saison wohl sehr schwer einzuschätzen: Mal gewinnt sie klar, wie beim 6:0 gegen Ezelsdorf, mal bekommt sie eine 0:5-Klatsche gegen den SV Unterreichenbach - und holt später einen Dreier beim TSV Wolfstein. Hat der SV Rasch einen guten Tag, könnte dies dem SV Unterreichenbach wohl sehr nützlich sein.

Im letzten heißen Spiel in Unterreichenbach war Erfolgs-Coach Speer an der Seitenlinie ziemlich aktiv und erhielt prompt eine gelbe Karte wegen Meckerns. „Oli Aumüller vom SVU kenn ich ja schon lange, er hat ein paarmal ganz abgebrüht den sterbenden Schwan gemacht, und der Schiri ist immer darauf reingefallen. Da habe ich mich schon etwas aufgeregt, weil dies in guten Freistoßpositionen war. Aber das Geld zahl' ich gerne in die Mannschaftskasse“, schmunzelt Speer. Das Spiel sah der Coach folgendermaßen: „Wir haben uns in Unterreichenbach ordentlich verkauft, und beide Teams haben sich nichts geschenkt.“ Aber die letzten zwei Niederlage in Folge haben auch ihre guten Seiten: „Wir können nicht nur die Sonnenseite mitnehmen, sonst denken vielleicht viele, dass wir in der Bezirksliga auch alles wegblasen werden. Die Jungs wissen jetzt wieder, was es heißt, zu verlieren, und dass wir noch zu arbeiten haben.“ Freilich geht es beim kommenden Spiel gegen den TSV Katzwang um nichts mehr, aber nach zwei Niederlagen wird der Meister jetzt wohl wieder durchstarten wollen: „Das letzte Heimspiel lassen wir uns nicht nehmen, denn daheim wollen wir ungeschlagen bleiben“, so Speer.

Die weiteren Partien:

Der FC Deining trifft am Mittwoch zum Saisonabschluss auf den FC Ezelsdorf. Der FC Ezelsdorf siegte im letzten Spiel gegen den SV Rasch mit 2:1 und belegt mit 37 Punkten den siebten Tabellenplatz. Zuletzt musste sich der FC Deining dagegen geschlagen geben, als man gegen den TSV Wolfstein die 13. Saisonniederlage kassierte. Gutes Omen: Im Hinspiel behielt der FCE die Oberhand und siegte mit 1:2.

Der TSV Wolfstein empfängt den SV Rednitzhembach im letzten Spiel der Saison. Hinter dem TSV Wolfstein liegt ein erfolgsgekröntes letztes Spiel. Gegen den FC Deining verbuchte man einen 5:0-Erfolg. Zuletzt holte der SV Rednitzhembach einen Dreier gegen den TSV Winkelhaid (3:2). Das Hinspiel entschied der TSV für sich und feierte einen 0:2-Sieg.

Am Mittwoch spielt der SV Pölling zum Saisonabschluss gegen den SV Eintracht Penzendorf. Gegen den Henger SV war für den SV Pölling im letzten Spiel nur ein Unentschieden drin. Am vergangenen Spieltag verlor der SV Eintracht Penzendorf gegen den SC Pollanten und steckte damit die 16. Niederlage in dieser Saison ein. Mit der Unterstützung des heimischen Publikums im Rücken war es Penzendorf gelungen, das Hinspiel mit 2:1 für sich zu entscheiden.

Der TSV Winkelhaid empfängt den Henger SV im letzten Spiel der Saison. Am letzten Spieltag nahm der TSV Winkelhaid gegen den SV Rednitzhembach die 20. Niederlage in dieser Spielzeit hin. Gegen den SV Pölling sprang für den Henger SV zuletzt nur eine Punkteteilung heraus (2:2). Nachdem der HSV das Hinspiel mit einem deutlichen 3:0-Sieg für sich entschied, hofft die Heimelf im letzten Kreisliga-Spiel auf ein besseres Abschneiden.

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