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Weißenburg bucht vor Polsingen die Relegation - Obererlbach und Alesheim sind gerettet

Kreisklasse West 26. Spieltag

Ein Remis in Kattenhochstatt reichte der Weißenburger U23 zum Einzug in die Relegation. Polsingen schlug Stopfenheim, muss sich aber dennoch mit Rang drei begnügen. In der unteren Tabellenhälfte gewann Obererlbach in Ellingen, weil zeitgleich Alesheim bei der SG Unterschwaningen unterlag, ist die DJK gerettet. Auch der SVA ist als bester Tabellenzwölfter der Kreisklassen im Kreis direkt gerettet.

Die DJK Obererlbach darf sich über den Klassenerhalt freuen.

 / © Hochreuther

Im letzten Kreisklassenspiel musste die DJK Stopfenheim ihre zweite Saisonniederlage einstecken, war allerdings zu Beginn die aktivere Mannschaft und kontrollierte das Geschehen. Polsingen verstand es jedoch gut, die DJK vom Strafraum fernzuhalten, ließ nur zwei Torabschlüsse durch Johannes Börlein und Tobias Weickmann zu – und war bei Kontern gefährlich. Einer davon führte Mitte der ersten Halbzeit zum 1:0, als Aaron Schmutterer geschickt wurde und zur Führung vollendete. Kurz vor der Pause erhöhte der SCP-Kapitän mit einem sehenswerten Schlenzer in den Winkel sogar auf 2:0. Nach dem Seitenwechsel trat Stopfenheim etwas zielstrebiger auf und kam durch den 37. Saisontreffer von Torjäger Johannes Börlein prompt zum Anschluss. Doch nur fünf Minuten später stellte der SCP den Zwei-Tore-Abstand wieder her, als Fabian Wimmer eine Hereingabe von Schmutterer zum 3:1 einschoss. In der Folge entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor, bei dem Stopfenheim durch Börlein, Pfahler und Geißlinger auch noch einige Chancen hatte, doch am Ende verdienten sich die Gastgeber durch viel Leidenschaft und großen Kampf die drei Punkte.

In einer Partie, in der es für beide noch um Rang zwei ging, begannen die TSV-Sechziger vor rund 150 Zuschauern mit einer gewissen spielerischen Überlegenheit, während die Eintracht-Defensive vielbeinig die Weißenburger Angriffe zunichte machte. Zunächst hatte Eintracht-Keeper Christian Eckert nur wenig zu tun und mitten in die Weißenburger Drangphase kam für die Gäste die kalte Dusche: Stefan Kraft schloss in der 37. Minute einen blitzsauberen Konter mit dem 1:0 für die Platzherren ab. Bis zur Pause konnten die Weißenburger darauf nicht reagieren, erst nach dem Seitenwechsel baute die Elf von Spielertrainer und Keeper Jonas Herter wieder mehr Druck auf. Die Eintracht kam kaum mehr zu Entlastungsangriffen und nach viel Kampf im Mittelfeld markierte der quirlige TSV60-Stürmer Salvatore Greco Cutturello in der 61. Minute den befreienden 1:1-Ausgleich. Als dann in der 75. Minute Florian Haberler aus dem Gewühl heraus das 2:1 für die Weißenburger erzielte, wachte auch die Eintracht wieder und agierte offensiver. Schon in der 78. Minute fiel dann der Ausgleich, als Schiedsrichter Herbert Theil nach einer Ecke ein Handspiel eines Weißenburgers erkannt hatte – eine hakelige Entscheidung, die der Eintracht das vielumjubelte 2:2 durch Christian Hüttinger brachte. Die letzte Viertelstunde war ein offener Schlagabtausch, bei dem die eintracht immer wieder bei Standardsituation gefährlich war, doch Jonas Herter den Luftraum beherrschte. Auf der Gegenseite machte die Eintracht-Abwehr die Angriffe der Weißenburg immer wieder zunichte - allerdings wie in der 89. Minute unfair: Tobias Loy foulte den durchgebrochenen Cutturello und verhinderte damit die wohl beste TSV-Möglichkeit. Referee Thiel zog deshalb die Rote Karte und schickte den Eintracht-Spieler vom Platz. In der Nachspielzeit versuchte die Elf von Trainer Stefan Oberhuber noch einmal alles, doch die TSV-Abwehr und vor allem Jonas Herter war an diesem Tag nicht mehr zu bewingen.

Lange hat die DJK Obererlbach um den Klassenerhalt gekämpft, am Pfingstsamstag hat sie ihn dann im Saisonfinale mit einem 1:0 (0:0)-Sieg bei der TSG Ellingen perfekt gemacht. Wobei, die Luft war schon vor dem Spiel mehr oder weniger raus. Allerdings hatten die Obererlbacher damit weniger zu tun, die Gesamtsituation im Fußballkreis musste dabei im Auge behalten werden. Aber der Reihe nach. Am vorletzten Spieltag hatte die DJK mit dem knappen 1:0-Erfolg gegen die SG Unterschwaningen/Geilsheim nicht nur die Spielgemeinschaft zum Abstieg in die A-Klasse verdonnert, sie hatte sich auch selbst einen Matchball im Rennen um den Verbleib in der Liga verschafft. Klar war, ein Sieg im letzten Spiel in Ellingen würde das Obererlbacher Punktekonto auf dann 30 Zähler anwachsen lassen. Und damit wäre die Abstiegsrelegation kein Thema – die Direktabsteiger standen mit dem FC Altenmuhr und der SG Unterschwaningen/Geilsheim bereits fest – mehr gewesen. Denn nur die beiden schlechtesten Tabellenzwölften der vier Kreisklassen müssen ja nachsitzen. Doch der Endspielcharakter der Partie in Ellingen entschärfte sich unter der Woche weiter: Die Kreisklasse Ost trug ihr Saisonfinale bereits unter der Woche aus, die Ergebnisse vom Mittwochabend ergaben, dass hier punktetechnisch kein Team mehr an der DJK vorbeiziehen kann. Und dann trat in der Nord-Gruppe auch noch der TSV Kornburg II zu seinem letzten Saisonspiel gegen den SC 04 Schwabach II gar nicht mehr erst an. Ein fragwürdiges Vorgehen, denn in dieser Gruppe hatte diese Begegnung noch Auswirkungen auf den Abstiegskampf, aber sei‘s drum. Schwabach stand nun mit 27 Punkten – wie Obererlbach – auf dem Relegationsplatz. Die Konsequenz für die DJK war, dass sie sich in Ellingen sogar eine 0:3-Niederlage hätte erlauben könne, dann wäre sie noch immer besser dagestanden als Schwabach und hätte die Abstiegsrelegation vermieden gehabt. Als diese Szenarien blendeten sie im Erlbacher Lager allerdings aus. „Ich habe den Jungs vor dem Spiel nichts davon gesagt, wie willst du denn auf ein 0:3 spielen?“, berichtete Patrick Pfahler schmunzelnd nach dem Schlusspfiff in Ellingen, „ich habe gesagt, wir müssen gewinnen, dann bleiben wir drin“. Und dieses Vorhaben setzten Pfahler und Co. – der lange und eigentlich noch immer am Knie verletzte 24-Jährige wechselte sich wie in der Vorwoche im Lauf des Spiels ein – in die Tat um. Zwar weniger souverän, aber das war den Obererlbachern samt Anhang dann auch relativ egal. Ellingen war zuvor schon gerettet, legte aber durchaus Ehrgeiz an den Tag und war immer dann besonders gefährlich, wenn Sven Späth beteiligt war. Dass der TSG-Torjäger und seine Mannschaftskameraden leer ausgingen, dafür sorgte auch Aaron Fiegl. Der gerade erst 19 Jahre alt gewordene DJK-Schlussmann ließ zwar ab und an Nervosität erkennen, vertrat den verletzten Dominik Bischof aber ingesamt mehr als ordentlich. Und da Walid Mahamoud Hussein in der 53. Minute nicht nur die halbe TSG-Defensive im Strafraum mit seinen Kabinettstückchen narrte, sondern auch im Abschluss konsequent agierte, reichte es für die DJK zum knappen Sieg. Damit sprang Obererlbach in der Abschlusstabelle nicht nur sogar noch auf den elften Tabellenplatz, die „Erlbacher Jungs“ verabschiedeten auch ihren Trainer Patrick Pfahler und dessen Vater Norbert mit einem Erfolgserlebnis. Der 24-Jährige und das DJK-Urgestein legen ihre Ämter ja bekanntlich nach eineinhalb Jahren nieder. Mathias Hochreuther

Auch am letzten Spieltag gab es für den FC Altenmuhr eine Pleite, wenn auch erst gegen Ende der Partie. In der ersten Hälfte spielte sich das Geschehen meist im Mittelfeld ab, Torraumszenen waren Mangelware. Die Gäste wirkten etwas gefährlicher und mit Windunterstützung kamen sie zu zwei Lattentreffern. Im zweiten Abschnitt änderte sich nicht viel. Die SG bestimmte zunehmend das Spiel, der FC hielt wacker dagegen. Der Führungstreffer für die Gäste fiel in der 85. Minute, als Marcel Müller einen Querpass nur noch einschieben musste. Nun bliesen die Einheimischen zur Schlussoffensive, liefen aber in einen Konter, der durch Hannes Dommel den Endstand brachte (90.).

Im letzten Saisonspiel der Tabellennachbarn spielte sich das Geschehen konsequenterweise meist im Mittelfeld ab. Bei sommerlichen Temperaturen gab es für die Zuschauer in Aha wenig Höhepunkte vor den Toren zu sehen. Die beste Gelegenheit im ersten Durchgang hatte der „Ohmer“ Jungspund im Sturm, Paul Sichermann, der im Strafraum zum Abschluss kam, der Schuss aber gerade noch geblockt wurde. Den Abpraller hätte dann um ein Haar Spielertrainer Jakob Hinderer im Tor untergebracht, sein Lupfer ging aber knapp am Gehäuse vorbei. Im zweiten Abschnitt hatte auch Westheim ein paar Szenen in der gegnerischen Hälfte, doch selbst die besten Gelegenheiten waren eine leichte Beute für den Heimschlussmann Patrick Louis. So blieb es beim torlosen Remis, welches dem FC Aha in seinem ersten Kreisklassenjahr einen starken siebten Tabellenplatz sichert.

Die Zuschauer sahen ein munteres Spielchen mit zwei unterschiedlichen Hälften. Im ersten Durchgang gaben die Hausherren den Ton an, die auf eine Hand voll Stammspieler verzichten mussten. Thomas Windsheimer brachte Spalt nach Vorlage von Christian Salomon mit einem Flachschuss aus 13 Metern in Führung (12.). Die erste Chance der Gäste durch Tobias Katzer parierte Tobias Hausmann im Spalter Kasten (30.). Kurz vor der Pause erhöhte Kolja Becker nach Doppelpass mit Claudiu Pienar auf 2:0 (42.). Nach dem Wechsel ließen es die Gastgeber etwas langsamer angehen und fingen sich zwei kuriose Gegentore. Florian Sitzmann schoss bei einem Befreiungsschlag Andreas Kamm an und der Querschläger landete genau im Torwinkel des Spalter Gehäuses (52.). Nicht weniger unglücklich fiel der Ausgleich. Nach einer Freistoß-Flanke verlängerte Johannes Brückner per Kopf ins eigene Tor (81.). Danach konnten sich beide Torhüter noch auszeichnen, wobei Gnotzheims Sven Pattloch einen Freistoß von Spielertrainer Pascal Weidmann aus dem Winkel fischte.

Die Alesheimeer begannen beim Absteiger in Unterschwaningen gut und Tim Müller brachte die Gäste in der 15. Minute in Front. Doch der Torjubel war noch nicht verhallt, da glich der agile Nick Kirchdorfer eine Minute später zum 1:1 aus. Nach der Pause hatten beide Teams immer wieder Möglichkeiten, doch es fehlte die letzte Konsequenz, zumal es um Nichts mehr ging. Nick Kirchdorfer machte dann in der 72. Minute den 3:1-sieg perfekt, mit dem sich Unterschwaningen/Geilsheim in die A-Klasse verabschiedet.

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