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Aufstiegsjubel bei der Weißenburger U23 - DJK Limes steigt ab

Kreisliga-Relegation Runde 2

Der TSV 1860 Weißenburg II schickte mit der DJK Limes den nächsten Kreisligisten in die Kreisklasse und darf dadurch in der nächsten Saison selbst Kreisliga spielen.

Die Freude über den Aufstieg war bei der Weißenburger Reserve nach dem Schlusspfiff groß.

 / © Traub

Gute Ausbildung macht sich bezahlt. Was ein wenig nach Nachwuchswerbung aus der Berufswelt klingt, hat der TSV 1860 Weißenburg jetzt erneut im Fußball unter Beweis gestellt. Nach der U19 (Landesliga-Aufstieg) und der U17 (Sprung in die Bayernliga) hat nun auch die U23 den Aufstieg geschafft und damit noch ein i-Tüpfelchen auf die erfolgreiche Saison gesetzt. Die TSV-Zweite spielt ab August in der Kreisliga, nur eineKlasse unter der „Ersten“ (Bezirksliga). Gelungen ist dieser Erfolg mit einer recht jungen Mannschaft aus Spielern, die zum Großteil beim TSV 1860 ausgebildet wurden und die jeweiligen Jugendteams durchlaufen haben. In der Relegation setzte sich vor allem die spielerische Qualität der Weißenburger Truppe durch. So auch beim abschließenden und entscheidenden 2:1-Erfolg gegen die DJK Limes am späten Sonntagnachmittag. Aus Sicht von Spielertrainer und Torwart Jonas Herter war es ein „völlig verdienter Sieg“ und der Aufstieg ist nach seinen Wortenschlichtweg eine „Riesensache“. DieDJK Raitenbuch war ein hervorragender Gastgeber für das fünfte und letzteMatch der Kreisliga-Relegation. Sie bot mit zahlreichen Helfern einen perfekten Rahmen. Obendrein bildeten die rund 800 Zuschauer eine tolle Kulisse für dieses „Endspiel“, das sportlich gesehen allerdings nur sehr wenige Torszenen bot und phasenweise etwas vor sich hinplätscherte. Ein erster Schuss von DJK-Spieler Klaus Kirschner ging vorbei, auf der Gegenseite scheiterte Salvatore Greco- Cutturello an Torwart Tobias Eckl. Dann folgte der Doppelschlag: Zunächst schlenzte Mohamed Riahi den Ball nach Zuspiel von Johannes Herrmann den Ball zum Weißenburger 1:0 in die Maschen – ein herrliches Tor (22.)! Der Jubel war kaum verklungen, da zappelte der Ball schon im anderen Netz, als das Leder nach einem Kopfballduell zwischen Andreas Bittl und Musa Calik etwas unglücklich abgefälscht für den TSV zum 1:1 in den Maschen landete. Dabei blieb es bis zur Pause, wobei Herrmann und Riahi mit zwei Schüssen noch gute TSV-Chancen hatten. Gleich nach dem Seitenwechsel avancierte schließlich Salvatore Greco- Cutturello zum Matchwinner. Als einer von vier U19-Spielern, die in der zweitenHälfte auf demPlatz standen, setzte er zu einem unwiderstehlichen Solo an und schloss es mit dem 2:1 ab (48.). Wer nun einen Sturmlauf der Limes-Kicker aus Titting, Kaldorf und Erkertshofen erwartet hatte, der irrte. Dem enttäuschenden Kreisligisten fiel kaum etwas ein. Die DJK baute fast nur auf Standards, hatte aber keine nennenswerte Möglichkeit. Das lag auch an der starken Defensive der TSV-1860Jungs, die sich in der Schlussphase etwas zu sehr hinten reindrängen ließen, insgesamt aber das Geschehen sehr gut und clever kontrollierten. Ihre Konter hätten die Weißenburger besser ausspielen können. Die beste Chance hatte Dominik Eitel, der das 3:1 vergab (83.). Aber auch so reichte es für die U23 zu einem knappen, aber verdienten Erfolg, dem anschließend auf dem Platz in Raitenbuch sowie im Lauf des Abends zu Hause in Weißenburg eine lange „dritte Halbzeit“ mit ausgiebigem Jubel, ein paar Bierduschen und schlichtweg großer Freude über den Aufstieg folgte. Gleich in seinem ersten Jahr als Spielertrainer ist es Jonas Herter gelungen, die Weißenburger Zweite als Vizemeister der Kreisklasse (West) nun via Relegation zurück in die Kreisliga zu führen. Dort spielte der Bezirksliga-Unterbau letztmals in der Saison 2008/2009 (Rang 13) und zog anschließend sein Team zurück. 2013 folgte der Neuanfang in der B-Klasse und nun der dritte Aufstieg binnen sechs Jahren. Herter hat früher schon für den TSV gespielt (und auch für den ESV Treuchtlingen) und stand bis Sommer 2018 noch beim VfB Eichstätt in der Regionalliga im Tor. Jetzt ist es dem 31-Jährigen gelungen, eine homogene Truppe mit vorwiegend jungen und auch ein paar erfahrenen Spielern zu formen. Der Coach legt viel Wert auf Kameradschaft und Miteinander. Als Co-Trainer sorgte Roland Kral während der ganzen Saison für wichtige Unterstützung, und auch Betreuer Markus Artes ist nicht wegzudenken. Im Saisonendspurt brachte zudem TSV-1860-Urgestein Franz Wokon seine Erfahrung ein. Jonas Herters Aufgabe war nicht immer leicht. Zum Ende hin hatte er zwar einen großen Kader zur Verfügung, doch gerade in der Hinrunde musste sich die Bezirksliga-Reserve personell ganz schön nach der Decke strecken und erlebte kurz vor der Winterpause mit einem 0:6 in Spalt einen echten Tiefpunkt. Allen Spielern dankte Jonas Herter ausdrücklich – auch denjenigen, die ab und zu ausgeholfen haben. „Megafroh“ zeigte sich der Coach über diese breite Unterstützung aus der Fußballabteilung. Und genauso froh ist er über die Tatsache, dass fünf von sechs Jugendspielern, die aus der U19 herausgekommen, beim TSV 1860 bleiben.

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