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FC Berolzheim: „Wir waren die konstanteste Mannschaft“

A-Klasse Süd

In der A-Klasse Süd hat sich der 1. FC 1921 Markt Berolzheim/Meinheim den Meistertitel vor dem ESV Treuchtlingen geholt. Ziel nach dem Aufstieg ist der Klassenerhalt in der Kreisklasse. Und auch der „gute Geist“ innerhalb der Mannschaft soll erhalten bleiben.

Ausgelassener Jubel: Am vorletzten Spieltag machte der FC Berolzheim-Meinheim sein Meisterstück mit einem 2:1-Erfolg vor heimischer Kulisse gegen die SpVgg Wellheim-Konstein. Dementsprechend feierte die Mannschaft des Fusionsvereins um Trainer Herbert Stützer und Spielleiter Georg Bickel. 

 / © Uli Gruber

In zwei Jahren findet das große Jubiläum zum 100-jährigen Bestehen statt. Anno 1921 ist der FC Berolzheim aus der Taufe gehoben worden. Dass die traditionsreichen Fußballer aus der Marktgemeinde eines Tages mit dem Nachbarn Meinheim fusionieren würden, wäre damals und noch Jahrzehnte danach wohl kein ernsthaftes Thema gewesen. Dennoch kam es so. Aus nachvollziehbaren Gründen fassten Funktionäre und Mitglieder beider Vereine nämlich den Beschluss, ab dem Jahr 2001 gemeinsame Wege zu gehen. Das sorgte mitunter auch für Kritik – gerade in Zeiten, in denen es sportlich nicht so gut lief. Doch jetzt, knapp 20 Jahre später, könnte für den 1. FC Markt Berolzheim-Meinheim eine neue Ära beginnen. Mit dem Aufstieg in die Kreisklasse wächst der Wunsch nach einstiger Größe. Die „B‘heimer“ Kicker zählten früher zum Besten, was die Landkreise Weißenburg und Gunzenhausen zu bieten hatten. Für den seit 2013 bei der ersten Mannschaft des FC tätigen Trainer Herbert „Berti“ Stützer und seinen Spielleiter Georg Bickel zählt indes nur die Aktualität. Fünf Punkte vor dem hartnäckigen Verfolger ESV Treuchtlingen hatte sich die Truppe mit einem 2:1-Sieg gegen Wellheim-Konstein bereits einen Spieltag vor Rundenschluss die Meisterschaft der A-Klasse Neumarkt/Jura Süd gesichert.

27 Treffer mit 39 Jahren

Mit Eduard „Eddy“ Lamp stellte das Team darüber hinaus den treffsichersten Torjäger (27 Treffer). Der ehemalige Spieler des FC/DJK Weißenburg ist bereits 39 Jahre alt, hat aber wie alle anderen Akteure der „Ersten“ sein Mitwirken für die nächste Saison zugesagt. Unabhängig davon geht es für die Verantwortlichen im FC-Lager in neuer Umgebung zunächst nur darum, möglichst früh den Klassenerhalt unter Dach und Fach zu bringen. Coach Stützer vertraut in diesem Kontext auf die Tugenden seiner Jungs: „Wir haben es geschafft, weil wir die konstanteste Mannschaft gewesen sind.“ Von 26 Spielen gingen lediglich drei verloren. Ein weiterer Grund für den Triumph sei der sprichwörtliche „gute Geist“ innerhalb des Gefüges gewesen. Dazu hätten auch die Betreuer der Reserve, Sebastian Cramer und Thomas Stützer sowie Torwarttrainer Simon Näpflein beigetragen. Stützer hebt ferner das gedeihliche Miteinander zwischen den etwa gleich verteilt aus Berolzheimern und Meinheimern zusammengesetzten Mannschaften hervor. Weil auch die „Zweite“ in der B-Klasse Süd 2 erfolgreich Fußball spielte (Vizemeister), konnten in der „Ersten“ nicht berücksichtigte Akteure trotzdem auf akzeptablem Niveau auflaufen. Alle haben uneigennützig an einem Strang gezogen. Dies dürfte auch der Schlüssel für eine hoffnungsvolle Zukunft sein. Im Nachwuchsbereich kämpfen „mehrere echte Talente“ um Tore und Punkte.

Der Mehrfach-Aufsteiger

Darauf und selbstverständlich auf das treue Stammpublikum ist ganz besonders FC-Spieler und FC-Vorstand Philipp Ersfeld stolz. Er durfte zuletzt gleich mehrfach feiern. Freundin Hanna Schmidt stieg mit der SG SF Bieswang in die Bezirksliga auf, tags darauf machte der FC „MBM“ mit Spieler Ersfeld sein Meisterstück perfekt und dann gelang Ersfeld noch als Teil des Trainerteams der Bayernliga-Aufstieg mit der U17 des TSV 1860 Weißenburg. Wenn das alles kein gutes Omen ist!?

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