Das Amateurfußballportal für Mittelfranken
Partner im
Amateurfußballnetzwerk
Partner im Amateurfußballnetzwerk

Die SpVgg Roth behält vom Punkt die Nerven

Kreispokal Achtelfinale

Die TSG Roth verliert das Derby im Elfmeterschießen. Ezelsdorf fertigt Holzheim ab, Wendelstein und die „Urus“ sind weiter - mit Problemen.

Die SpVgg Roth setzte sich gegen die TSG Roth durch.

 / © Giurdanella

Harte Nüsse für die Bezirksligisten, die zum Achtelfinale in den Toto-Kreispokal des Fußballkreises Neumarkt/ Jura eingriffen. Der FC Wendelstein benötigte ein Eigentor des Henger SV und einen Elfer in der Nachspielzeit, um sich 2:1 durchzusetzen. Kurz darauf stand das Aus der TSG 08 Roth fest, die das Stadtderby beim Kreisklassisten SpVgg Roth 4:6 (2:2) nach Elfmeterschießen verlor. Der SV Marienstein erzielt in Polsingen mit 3:1 das sicherste Ergebnis. Vorzeitig aus dem Wettbewerb hatte sich der TSV Spalt verabschiedet, der zum Heimspiel gegen den SV Rednitzhembach nicht antrat. Mit 11:2 deklassierte der FC Ezelsdorf den FC Holzheim.

Das Derby nahm nach einer Viertelstunde Fahrt auf, als der erste gelungene Steilpass zeigte, wie gut dem Spiel der TSG eine sichere Anspielstation im zentralen Mittelfeld getan hätte. Tim Wolfschläger schloss frei vor Torwart Patrick Trost ab, der den Schuss aber zur Ecke lenkte. Das 1:0 fiel drei Minuten später auf der anderen Seite per Handelfmeter. Patrick Doktorowski verwandelte sicher. Der zweite gelungene Spielzug der TSG durchs Zentrum brachte den Ausgleich. Philipp Ludwig behielt die Nerven und versenkte den Ball (31.). Der Bezirksligist schien die Partie nun an sich zu reißen, doch dann einenergischer Antritt von Dürschinger und Jonas Kemmether knallte den Ball an die Latte (41.), auf der gegenüber liegenden Seite visierte Ludwig aus guter Position daneben (43.). Im zweiten Abschnitt eine ähnliche Dramatik. Marcel Kohl legte für die SpVgg vor, Sven Müller erzwang mit dem Ausgleich das Elfmeterschießen. Doch da hatte der Kreisklassist die besseren Nerven, der sich keinen Fehlschuss leistete, während die TSG mit zwei Fahrkarten ihre Pokal-Saison beendete.

Im Achtelfinale des Toto-Pokals trafen die Kreisliga-Konkurrenten Holzheim und Ezelsdorf aufeinander. Beide Teams traten nicht in Bestbesetzung an, vor allem Holzheim musste auf viele Stammkräfte verzichten. Die schnellen Ezelsdorfer Angreifer übernahmen die Initiative und binnen 20 Minuten klingelte es sage und schreibe fünfmal im Holzheimer Kasten. Holzheim meldete sich kaum zu Wort, doch nach einem Pass in die Spitze traf Ermin Kajgana zum 1:5 (24.). Der immer wieder auf der rechten Außenbahn für Aufruhr sorgende Außenverteidiger Markus Theil setzte sich nur eine Minute später gegen mehrere Holzheimer Abwehrspieler durch und traf zum 1:6. Auf der Gegenseite wurde ich einer etwas unübersichtlichen Situation im Ezelsdorfer Strafraum auf Foulspiel entschieden, Ermin Kajgana versenkte den Strafstoß in der 29. Minute sicher zum 2:6 Anschlusstreffer, dies war dann auch gleich der Pausenstand. Auch in Halbzeit Nummer Zwei machte Ezelsdorf munter weiter. Schönweiß (49.), Pröll (52./56.), Theil (64.) und Eckersberger erhöhten auf 2:11. dv

Irgendwie war es ein eher seltsames Fußballspiel, denn beide Mannschaften legten eigentlich wenig Wert auf eine konzentrierte Abwehrarbeit. Vor allem die „Urus“ ließen zahlreich Konterchancen bereits im Ansatz liegen — für eine vermeintlich sichere Halbzeitführung durch Christoph Klein (14.) und Mario Gsänger (28.) sollte es aber dennoch reichen. Die Entscheidung war das noch lange nicht, zumal die Heimelf quasi mit Beginn der zweiten Hälfte plötzlich wieder zurück im Spiel war. Alexander Hollschwandner verkürzte zum 1:2. Zu diesem Zeitpunkt agierte Penzendorf schon in Unterzahl, weil Moritz Gerber Rot gesehen hatte. Bis in die Schlussphase hinein stand die Partie ergebnistechnisch dennoch auf Messers Schneide, doch dann erzielte Christoph Klein das 3:1 der Gäste (87.). Eine Minute später gab es auch für die „Urus“ einen Platzverweise – Gelbrot für Danninger —, doch der Penzendorfer Anschlusstreffer durch Aslan Guguk (89.) konnte dem Spiel keine Wende mehr geben.

Ein Spaziergang war es für die Wendelsteiner nicht gewesen, als beide noch in der Kreisliga um Punkte spielten — ein Spaziergang war es auch diesmal nicht, trotz Klassenunterschieds. Der Bezirksligist tat sich in Hälfte eins schwer, zu zwingenden Möglichkeiten zu kommen. So stand es zur Pause torlos 0:0. Auch nach der Pause hatte der FC Probleme mit dem Kreisligisten. Heng ging durch Ivanjuk in der 55. Minute in Führung, doch der FCW glich in der 70. Minute in Person von Benedikt Rück aus. Als beide Trainer bereits die Reihenfolge ihrer Strafstoßschützen in Gedanken festgelegt hatten, schlug der Bezirksligist doch noch zu. Per Strafstoß traf Nicolas Kuttruff zum Siegtor in der Nachspielzeit (90.+2). Kurz vorher sahen der Henger Philipp Seitz Rot und der Wendelsteiner Jonas Andert noch Gelb-Rot.

Mehr zum Thema