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Rene Werthner: Weinsfeld war schneller als die B-Lizenz

Kreisklasse Süd

Kreisklassen-Aufsteiger DJK Weinsfeld rannte auf der Trainersuche bei Rene Werthner offene Türen ein. Am zweiten Spieltag geht es gegen Grafenberg.

Rene Werthner (Mitte) bei der Vorstellung in Weinsfeld.

 / © privat

Spieler zu sein ist für Rene Werthner nicht der einzige Reiz am Fußball. Schon als älterer Jugendlicher keimte bei ihm der Gedanke, Trainer zu werden, als er bei den Acht- bis Zehnjährigen an der Seitenlinie assistierte. Jetzt ist er dort und auf dem Platz Chefanweiser beim Kreisklassen-Aufsteiger DJK Weinsfeld. „Ich bin jetzt 28, und ich weiß nicht, wie lange ich dem Ball noch nachjagen kann. Ich will aber dem Fußball nach meiner Laufbahn als Spieler erhalten bleiben. Dass ich jetzt schon eingreifen kann, verdanke ich Georg Regensburger von der DJK Weinsfeld, der mich in der vergangenen Winterpause ansprach und Abteilungsleiter Wolfgang Thomas vorschlug, mich als Nachfolger von Georg Pfaller zu verpflichten,“ beschreibt Werthner den Weg zur Unterschrift.

Damals stand die DJK auf Rang fünf und da haben nicht viele geglaubt, dass ein halbes Jahr später aus einem A- ein Kreisklassist wird. „Ich hätte auch eine Klasse tiefer übernommen“, sagt Werthner. Der Kaufmann für Büromanagement hat sportlich bereits eine Menge erlebt, wuchs in der Hilpoltsteiner Jugend auf, spielte zwei Jahre in der Ersten, wechselte für drei Jahre nach Woffenbach, verbrachte vier Jahre in Büchenbach, hielt dem TV auch die Treue, als dieser im letzten Sommer in die Kreisliga abstürzte. Eigentlich wollte Werthner noch warten, bis er seine B-Lizenz in Händen hält, doch die Weinsfelder Verantwortlichen wollten ihn schon zu Beginn dieser Saison.

„Ich glaube, dass es beide Seiten nicht bereut haben, denn es passt alles“, versichert der Spielertrainer, „ich kenne die Mannschaft aus der vergangenen Spielzeit, habe den Relegationssieg gegen Burgthann in Göggelsbuch miterlebt.“ Aus Büchenbach kam als Neuzugang Jonas Bößl zur DJK, aus der Jugend ergänzen den gut gefüllten Kader Jonas Mederer, Niklas Nessmann, Markus Rehm und Johannes Regensburger (dritter Torwart). „Ich glaube, dass wir schon ganz gut eingespielt sind. Als Stürmer liegt mir sehr viel an der Offensive, die beim 2:1 in Haunstetten ordentliche Leistung ablieferte. Jetzt kommt Grafenberg, eine erfahrene Mannschaft, die die letzten Jahre immer oben dabei war, zuletzt in der Relegation scheiterte. Es wird wieder schwer werden ", so Werthner.

Dem kann Grafenbergs Trainer Stefan Roth auch für sein Team beipflichten, der sich am Freitag per Zug in den Urlaub verabschiedete und die Begegnung daher nicht coachen kann und deshalb von seinem Co Andreas Kirschner vertreten wird. Grafenberg startete mit einer 1:3-Niederlage bei der SG Forchheim/Sulzkirchen und Stefan Roth sah seine Elf in guter Verfassung. „Vom Gegner wird man noch einige hören, er ist einer der Favoriten heuer. Leider fallen mir meine Torjäger aus, denn Albert Kirschner und Thomas Stelz haben letztes Jahr zusammen 30 Treffer erzielt, das können wir nicht auffangen. In Weinsfeld erwartet uns ein heißer Tanz, da wird noch die volle Euphorie herrschen. Wir wollen zumindest aber einen Punkt.“

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