Das Amateurfußballportal für Mittelfranken
Partner im
Amateurfußballnetzwerk
Partner im Amateurfußballnetzwerk

DJK Schwabach: Last-minute-Punkt in Unterzahl

Kreisklasse Nord 2. Spieltag

Die Kreisklasse NM/Jura Nord nimmt schon mal richtig Fahrt auf und scheint zu bestätigen, was „Experten“ bereits vor dem ersten Spieltag prophezeit hatten: Ein echter Topfavorit scheint nicht in Sicht, es könnte eine ganz enge Saison werden. Nun gut, mit dem Kreisliga-Absteiger TSV Katzwang 05 gibt es freilich schon einen Spitzenreiter, der gleich mal die Muskeln hat spielen lassen: zwei Siege, der aktuelle mit 2:1 beim Mitabsteiger SV Penzendorf. Noch mit „weißer Weste“, aber erst einmal im Einsatz: Aufsteiger SC Großschwarzenlohe II. Noch ohne Niederlage — allerdings auch ohne einen Sieg: DJK Schwabach, TSV Spalt, TV Eckersmühlen und TSV Kleinschwarzenlohe.

Die Abenberger (in Gelb) sahen in dem DJK-Duell bei einer 2:0-Führung schon wie die Sieger aus, doch erkämpften sich die Schwabacher mit dem Schlusspfiff noch ein verdientes Unentschieden.

 / © Götz

Das Duell der Absteiger ging an die Katzwanger Gäste, die sich mit dem 2:1-Erfolg erstmal an die Tabellenspitze setzten, während die Penzendorfer ihre erste Saisonniederlage kassierten. Diese zeichnete sich schon nach gut einer halben Stunde ab, als Stefan Bielke (12.), und Jeremy Bromberger (36.) den Gast mit 2:0 in Führung gebracht hatten. Doch die Hausherren gaben sich nicht geschlagen, drängten auf den Anschlusstreffer. Der fiel auch, allerdings viel zu spät, um der Partie eine Wende zu geben. In der Nachspielzeit avancierte Stefan Bielke zum Doppeltorschützen, allerdings traf er zum 1:2 (90.+3) ins eigene Tor.

Die Gäste waren in den Anfangsminuten dominant. Wie aus dem Nichts fiel in der 10. Minute das Führungstor für die Heimelf. Nach einem langen Ball auf Dominik Pötsch kam der Gästetorwart zu spät aus seinem Kasten. Abenbergs Mittelstürmer hob den Ball gekonnt am Torwart vorbei zum überraschenden 1:0. Jetzt waren die Gastgeber besser im Spiel und erarbeiten sich die Führung mit guten Chancen. Bei einem Dreifachabschluss verhinderten die Gästedas zweite Tor gerade noch, in der 20. Minute staubte aber Daniel Schütz einen Torwartfehler zur 2:0-Pausenführung ab. Zu schnell fiel der Anschlusstreffer der Gäste in der 47. Minute durch Twardawa. Die Abenberger verloren den Faden und brachten nicht mehr viel zustande. Als Andre Müller mit einer schweren Knieverletzung nach gut einer Stunde vom Platz gebracht wurde, war es völlig vorbei mit der Herrlichkeit der Gastgeben. Trotz Unterzahl in den letzten Minuten erzielten die Schwabacher den nicht unverdienten Ausgleich kurz vor Abpfiff durch Oliver Frauenknecht. Vorrausgegangen war ein Torwartfehler mit zusätzlichem Tiefschlaf der gesamten Abwehr. Kurz danach war das Spiel mit einem nicht zufriedenstellenden Ausgang für die Burgherren beendet. 

Heimpremiere für den TSV, dazu noch Kärwa und ein Derby gegen Schwand. Fußballherz, was willst du mehr. Die Heimelf sofort hellwach, und Perez traf in der 1. Minute ins lange Eck. Danach war Leerlauf abgesagt, bis Dobias eine Ecke unhaltbar zum 1:1 einköpfte (25.). Kurz danach sah Lopez Rot nach einem etwas stärkeren Schubser, und der TSV agierte in Unterzahl. Prompt kamen die Gäste zu Chancen, die beste durch einen Elfmeter von Haas, den Gentner hervorragend parierte. Kurz vor der Pause konnte Perez alleine vor dem Keeper diesen nicht überwinden. In Hälfte zwei übernahm Schwand nun die Spielkontrolle, ohne aber zu Chancen zu kommen. Der TSV blieb durch Konter gefährlich, und Baum hatte in der 54. Minute die Führung auf dem Fuß, konnte aber den Keeper aus kurzer Distanz nicht überwinden. Schmidt (1. FC) musste nun mit der Ampelkarte das Feld verlassen (60.), und das Spiel verflachte zusehends. In der Schlussphase hatte Schwand noch zwei gute Chancen, die Gentner aber zunichte machte. Auf der anderen Seite kamen Perez und Pölloth nochmal gefährlich vor das Tor der Gäste, verfehlten aber dieses. Eine starke Leistung zeigte der Unparteiische.

Gut erholt von der überraschend klaren 0:3-Auftaktniederlage in Wolkersdorf präsentierte sich der SV Barthelmesaurach beim Kirchweihspiel. Sie holtenmit fünf Toren die SpVgg nach dem Pokalsieg im Stadtderby gegen die TSG 08 mit zurück auf den Boden der Tatsachen. Dabei war das Ergebnis nach der ersten Hälfte noch in erträglichem Rahmen. Lediglich ein Elfmetertreffer durch Jürgen Schwab (33.) stand da für den SVB zu Buche. Es dauerte nach Beginn der zweiten Hälfte allerdings nicht sehr lange, bis klare Verhältnisse herrschten. Matthias Meißner legte in der 55. Minute zum 2:0 nach. Der Doppelschlag von Matthias Ferstl binnen einer Minute (64., 65.) bedeutete den 3:0-Zwischenstand, ehe Chris Haspel in der 89. Minute mit dem 5:0 den Schlusspunkt setzte.

Gelungener Saisonstart für Neuling SCG II (dessen Spiel vor einer Woche ausfallen musste, weil der TSV Kornburg seine Reserve hatte abmelden müssen). In Wolkersdorf herrscht hingegen eine Woche nach dem furiosen 3:0 über Barthelmesaurach wieder Ernüchterung. Mit dem Pausenpfiff schoss Kevin Riemel die Hausherren in Führung, die derselbe Spieler neun Minuten nach Wiederanpfiff ausbaute. So waren halbwegs klare Verhältnisse geschaffen, die Entscheidung fiel dann in der 83. Minute mit dem 3:0 von Moritz Moser.

Die Gastgeber eröffneten präsenter, Fuchs scheiterte mit einer ersten Gelegenheit am Torwart (3.). Nach 26 Minuten war schließlich das 1:0 fällig. Fuchs bediente Bachinger, der behielt die Nerven und und überwand Keeper Fiegl mit einem Flachschuss. Vor der Pause bekam auch der TSV eine große Möglichkeit, doch Fuchs blockte im letzten Moment und Torwart Kevin Ulrich II entschärfte schließlich die Situation. Die Möglichkeit zum 2:0 durch Koppen aus 23 Metern wurde über die Latte gelenkt (41.). Die Spalter übernahmen nach der Pause immer mehr die Kontrolle. Ein Freistoß an die Oberkante der Latte hätte schon der Ausgleich sein können. Es sollten noch viele Gelegenheiten folgen, bei denen sich Ulrich II auszeichnete. Unter anderem semmelte auch Fiedler freistehend drüber. In der Schlussminute war schließlich nichts mehr zu halten. Daniel Distler setzte völlig freistehend den Ball zum Ausgleich in die Maschen. dem TVE wäre fast noch der Siegtreffer geglückt. In der Nachspielzeit senkte sich eine Bogenflanke hinter den Torwart, aber auch über die Latte.

Mehr zum Thema