Das Amateurfußballportal für Mittelfranken
Partner im
Amateurfußballnetzwerk
Partner im Amateurfußballnetzwerk

Roth: "Jeder in dieser Liga hat das Potenzial, den anderen zu schlagen"

Vorschau Kreisliga Ost 6. Spieltag

Der SV Lauterhofen (in Feucht) und der SC Pollanten (in Hofstetten) haben vermeintlich leichte Gegner vor der Brust. Die Trainer mahnen jedoch zur Vorsicht. Die DJK SV Berg hat dagegen ein Heimspiel und empfängt den FC Ezelsdorf. Der TSV Meckenhausen muss auswärts in Berching ran.

© Bösl (Archiv)

Die SF Hofstetten gewannen ihr letztes Spiel gegen den favorisierten FC Holzheim und fuhren den ersten Saison-Dreier ein. Jetzt darf sich die Elf nicht auf den Lorbeeren ausruhen, denn sie erwartet den bisher ungeschlagenen Spitzenreiter aus Pollanten: „Unser Matchplan gegen Holzheim ging voll und ganz auf: Dem Gegner das Spiel überlassen, aus einer kompakten Defensive verteidigen und nach vorne immer wieder Nadelstiche setzten. Letztendlich war der Sieg natürlich sehr glücklich, aber wir haben eben die einzige Unachtsamkeit Holzheims in der zweiten Halbzeit gnadenlos bestraft. Und wenn dies natürlich in der Nachspielzeit glückt, ist dies für den Gegner umso bitterer, aber zeigt doch auch, dass meine Mannschaft den Mut trotz des späten Ausgleichs nicht verloren hatte. Vor allem wenn man bedenkt, dass wir in den letzten 15 Minuten sieben Spieler auf den Platz hatten, die nicht mal 20 Jahre alt sind“, blickt SF-Coach Mathias Berner auf das letzte Spiel zurück. Jetzt erwartet die Berner-Truppe den Spitzenreiter SC Pollanten: „Jetzt kommt das vermeintlich leichteste Spiel auf uns zu, denn da haben wir überhaupt nichts zu verlieren und werden einen ähnlichen Matchplan haben wie gegen Holzheim. Ich persönlich kenne die Mannschaft nicht, aber meine Jungs haben mir von dem guten und freundschaftlichen Verhältnis beider Mannschaften erzählt, und das sie sich sehr auf Pollanten freuen. Personell können wir jedenfalls aus den Vollen schöpfen“, verkündet Berner. SCP-Coach Vahan Yelegen will in den nächsten Spielen vor allem „vorne effektiver werden“, denn im letzten Spiel gegen die DJK SV Berg habe man es versäumt, rechtzeitig in der ersten Hälfte den Sack zu zumachen: „Wir hatten mehrere Chancen, davon drei alleinstehend vorm Torwart“, so Yelegen, und blickt auf das kommende Spiel: „In Hofstetten war ich noch nie, aber ich habe gehört, dass sie einen etwas kleineren Platz haben und es eine kampfstarke Truppe ist.“

Beim TSV Feucht folgten auf zwei gute Spiele zwei schlechte. Die Völkel-Truppe belegt den vorletzten Tabellenplatz und hat in fünf Spielen mit 21 Gegentreffern die meisten der Liga. Am Sonntag heißt der Gegner SV Lauterhofen, der mit drei Gegentreffern die beste Abwehr der Liga stellt. Für SVL-Coach Thomas Roth ist aber die vermeintlich einfache Aufgabe mit so einigen Kopfschmerzen verbunden: „Nach den beiden Niederlagen werden die Feuchter eine Reaktion zeigen. Der Trainer wird sich bestimmt etwas einfallen lassen“, ist Roth überzeugt und denkt an die letzte Kreisliga-Saison, in der seine Elf sich besonders gegen diese scheinbar leichten Gegner bittere Niederlagen einfing. Aber prinzipiell ist in der Kreisliga eines wichtig: „Man muss immer über 90 Minuten lang eine Top-Leistung bringen, denn jede Mannschaft hat in dieser Liga das Potential, den anderen zu schlagen“, ist der Coach überzeugt und lobt rückblickend die insgesamt positive Entwicklung seiner Elf nach einjähriger Zugehörigkeit in der Kreisliga. „Die Feuchter werden sich wohl hinten reinstellen und auf ihre Chancen warten. Wir werden aber stets konzentriert und geduldig an die Sache rangehen.“ Sein Gegenüber, TSV-Coach Jan Völkel, musste im letzten Spiel gegen die DJK Göggelsbuch eine 1:4-Niederlage hinnehmen: „Es bleibt das selbe Leid. Wir müssen dringend unsere individuellen Fehler abstellen. Dazu kamen dumme gelbe Karten, die wir uns so nicht erlauben können“, so der Coach, und weiter: „Lauterhofen kennen wir noch aus unserer ersten Kreisklassen-Saison. Die haben mit dem Achim und Christian Meyer prägende Spieler, die ja auch schon höherklassig gespielt haben, und mit Rückkehrer Scherer einen Stürmer der immer gefährlich ist. Für uns gilt es, von der Einstellung und Laufbereitschaft endlich an das Ezelsdorf-Spiel anzuknüpfen, denn ansonsten wird es gegen jeden in der Liga sehr schwer werden“, meint Völkel.

Der TSV Wolfstein unterlag am letzten Sonntag beim SV Lauterhofen deutlich mit 1:4 und erwartet nun den SV Rasch, der seine Hausaufgaben gegen den SV Pölling erfüllte und sich den Dreier sicherte. Da beide Teams bisher sechs Punkte gesammelt haben, steht der mögliche Sieger der Partie auf jeden Fall mindestens einen Rang vor dem Verlierer. Beide Teams kennen sich noch gut aus der letzten Saison in der Kreisliga Nord. Der SV Rasch entschied da aber beide Aufeinandertreffen für sich.

Die DJK SV Berg entführte letzten Sonntag einen Punkt aus Pollanten und erwartet nun den FC Ezelsdorf, der sein letztes Match gegen Berching knapp gewonnen hat: „Pollanten hatte die klareren Torchancen, wir waren aber auch an diesem Tag hinten etwas zu schläfrig“, meint DJK SV-Coach Alexander Lang, der jetzt auf seinen persönlichen Meisterschaftsfavoriten Ezelsdorf trifft: „Das ist eine durchweg komplett gute Elf mit viel Qualität in der Offensive, da müssen wir hellwach sein“, glaubt Lang. Sein Gegenüber, FCE-Coach Markus Lewey, lobt ebenfalls die Lang-Truppe und sieht diese als Favoriten ins Spiel gehen: „Berg ist eine junge Mannschaft, gespickt mit erfahrenen Spielern wie Spielertrainer Alexander Lang, der seinen Laden in der Defensive fest im Griff hat und selber ein robuster Kicker ist. Aber wenn wir an die gute zweite Spielhälfte gegen Berching anknüpfen können, ist durchaus für uns was drin“, meint Lewey.

Der Henger SV konnte letzten Sonntag einen Punkt aus Meckenhausen entführen. HSV-Coach Eleftherios Sadikis zeigte sich zufrieden mit dieser Punkteteilung und sah bei seiner Elf eine Leistungssteigerung in der zweiten Spielhälfte. Nun wartet die DJK Göggelsbuch, die gegen Feucht ihren ersten Dreier einfuhr. Die DJK könnte nach einem Sieg zumindest die Rote Laterne abgeben. Beide Teams sind bisher noch nie aufeinandergetroffen: „Ich kenne die Mannschaft nicht, man hört aber, dass es eine kämpferische Truppe ist, die jedes Wochenende alles in die Waagschale wirft, um das Spiel zu gewinnen. Ich erwarte ein kampfbetontes Spiel, aber ein Spiel, das wir unbedingt gewinnen müssen. Wir brauchen unbedingt einen Dreier, um weiter in der Erfolgsspur zu bleiben“, sagt Sadikis.

Der TSV Berching hat seine letzten beiden Spiele denkbar knapp verloren und erwartet zum nächsten Spiel nun den TSV Meckenhausen, der letzten Sonntag - trotz Überlegenheit - nicht über ein Remis gegen den Henger SV hinauskam: „Heng hat gut verteidigt. Wir hatten dennoch zirka sieben gute Chancen, dreimal alleine vor dem Torwart. Der Henger Schlussmann war an diesem Tag aber stärker. Wir konnten unsere zahlreichen Chancen nicht nutzen und haben es so auch nicht verdient zu gewinnen“, sagt Meckenhausens Coach Michael Brandl. Berchings "Kader hat sich enorm verjüngt und sie haben einen neuen Trainer. Ich denke wir treffen auf eine hochmotivierte Mannschaft, die unbekümmert aufspielen wird. Wir haben uns viel vorgenommen, aber momentan spielen vor dem Tor noch etwas die Nerven verrückt. Wir wollen unsere Chancen besser nutzen und die drei Punkte aus Berching entführen“, sagt Brandl.

Mehr zum Thema

Der SV Lauterhofen will jetzt angreifen

Der SV Lauterhofen ist noch relativ frisch in der Kreisliga und schon besteht eine realistische Chance, dass beim SVL bald Bezirksliga-Fußball geboten wird. Ein Dreier-Interview.