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Topspiel Meckenhausen vs. Berg - Heng gegen den "besten Mittelfeldspieler der Liga"

Vorschau Kreisliga Ost 7. Spieltag

In einer engen Liga erwartet Primus Pollanten Pölling. Dahinter kommt es zum Verfolgerduell zwischen Meckenhausen und Berg. Der Henger SV trifft auf den SV Lauterhofen.

Meckenhausen (rechts, hier gegen Wolfstein) bekommt es mit Berg zu tun.

 / © Tschapka

Ziemlich eng geht es in der Tabelle der Kreisliga Ost derzeit zu, denn Rang sieben und 14 trennen nur zwei Punkte. So erwartet der FC Ezeldorf mit sechs Punkten und Rang acht, den Dreizehnten der Liga, die SF Hofstetten, die nur zwei Punkte weniger auf dem Konto haben: „Gegen Pollanten haben wir unsere beste Saisonleistung gezeigt, sind allerdings im Abschluss mit unseren zahlreichen Großchancen viel zu fahrlässig umgegangen. Aber mit dem Auftritt meiner Mannschaft bin ich voll und ganz zufrieden. Gerade im spielerischen Bereich haben wir uns doch stark verbessert gezeigt“, gibt der Hofstettener Coach Mathias Berner zu Protokoll und blickt auf das kommende Spiel: „Mit Ezelsdorf wartet eine Mannschaft auf uns, die gespickt ist mit hochkarätigen Individualisten. Wir müssen Schönweiß, Allen und Theil im Kollektiv verteidigen, wenn wir dort etwas mitnehmen wollen“. So einige Teams in der Kreisliga Ost haben im Offensivbereich derzeit Ladehemmung. Dazu gehört auch der FC Ezelsdorf. Für einen Trainer freilich ärgerlich, wenn bis zum Torschuss alles passt, dann aber Kaltschnäuzigkeit und Abgebrühtheit fehlt: „So etwas habe ich noch nie gesehen, wir hatten Torchancen am Fließband“, blickt der Ezelsdorfer Coach Markus Lewey auf das letzte Spiel gegen die DJK-SV Berg zurück. „Wir hatten in der ersten Spielhälfte alleine acht große Torchancen, das ist schon beängstigend. In der zweiten Hälfte hatten wir dann weitere vier hochkarätige Torchancen“, ärgert sich der Übungsleiter, der letztendlich die Partie mit 1:3 verloren hat: „Ich kann meiner Elf keinen Vorwurf machen. Wichtig ist aber für mich, dass wir die Chancen haben und rausspielen. In dieser Woche wird der Trainingsschwerpunkt im Bereich Torschuss gesetzt“, kündigt der Übungsleiter an. Am Sonntag erwartet die Lewey-Truppe die Sportfreunde aus Hofstetten: „Ich kenne sie nicht, aber das ist anscheinend kein schlechtes Team, denn die haben nur knapp gegen Pollanten verloren. Und Pollanten ist für mich ein Gradmesser“, meint Lewey, der sich im kommenden Spiel natürlich eine bessere Chancenverwertung seiner Elf wünscht. Aufstellungstechnisch gibt es jedoch zwei große Fragezeichen bei den Leistungsträgern Allen und Schönweiß, die sich im letzten Spiel verletzt haben.

Am letzten Sonntag hat der TSV Berching mit 0:2 gegen den TSV Meckenhausen verloren. Erneut verschoss die Hock-Truppe einen Elfmeter, und auch die restliche Chancenverwertung war mangelhaft: „Bis zum Torschuss lief alles richtig, aber vor dem Tor kam das große Zittern“, so Berching-Coach Erich Hock, der sich zwar mit dem Spielverlauf zufrieden zeigte, jedoch nicht mit dem Ergebnis: „Wir haben gegen den erwartet guten Gegner sehr gut mitgehalten, gerieten aber durch einen Sonntagsschuss in Rückstand. Insgesamt sind wir aber unverdient als Verlierer vom Platz gegangen“, glaubt der erfahrene Trainer. Die Berchinger haben bisher sechs Punkte in fünf Spielen gesammelt und belegen Tabellenplatz neun: „Ich muss schon zugeben, dass es eine gute Liga ist. Meine Jungs haben sich das nicht so schwer vorgestellt, aber die jungen Spieler haben auch eine andere Mentalität. Wenn sie ein Spiel verloren haben, haken die das schnell ab und freuen sich auf das nächste Spiel“, beschreibt Hock die Stimmung in seinem jungen Team. Unbekümmert fährt die Hock-Truppe somit am Sonntag nach Göggelsbuch: „Sie werden sicherlich alles tun, um ein positives Ergebnis zu erzielen“, meint Hock, der aber zuversichtlich ist, denn er sah bei seiner Elf in Meckenhausen eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zum Ezelsdorf-Spiel.

Der vermeintlich leichte Gegner Feucht war wieder ein kleiner Stolperstein für den SV Lauterhofen. Dennoch: Die Roth-Truppe befindet sich mit drei Punkten Abstand auf Tuchfühlung zum Tabellenersten, den SC Pollanten, und heftet sich nun im Verfolger-Trio mit Meckenhausen und Berg an die Fersen des Tabellenführers. Beim letzten Spiel gegen den TSV Feucht lag die Roth-Truppe in der Halbzeit mit 0:2 im Rückstand: „In der ersten Hälfte waren wir überhaupt nicht am Patz“, sagt der Lauterhofener Übungsleiter Thomas Roth. Er kann dem Ganzen aber dennoch etwas Gutes abgewinnen, denn in der zweiten Hälfte lief es bedeutend besser. Mit zwei erzielten Treffern konnte immerhin ein Remis gesichert werden: „Letztes Jahr hätten wir so ein Spiel vielleicht verloren, diesmal haben meine Jungs aber Moral bewiesen und sind ins Spiel zurückgekommen“, so Roth. Mit dem Henger SV erwartet der Coach einen „gefährlichen Gegner, den wir brutal ernst nehmen. Die haben sich den Saison-Start wohl auch anders vorgestellt, denn sie sind eigentlich zu gut bestückt, um in der Tabelle derzeit so weit unten zu stehen. Sie werden natürlich versuchen, wieder da rauszukommen und gegen uns zu punkten“, schätzt Roth. Das Ziel des SV Lauterhofen ist aber klar: „Wir wollen das letzte Spiel wiedergutmachen und einen Dreier zuhause holen.“ Der Henger SV hat sein letztes Match gegen die DJK Göggelsbuch unglücklich verloren: „Das Spiel liegt mir immer noch schwer im Magen. Wir dürfen jetzt nicht jammern, aber wir müssen langsam die Kurve hinbekommen, sonst wir es schwierig. Göggelsbuch hat uns von Beginn an den Ball überlassen und aus ihren zwei Chancen zwei Tore gemacht. Die waren daher brutal effektiv“, meint Henger SV-Coach Eleftherios Sadikis und bemängelt die eigene Chancenverwertung: „Wir waren nicht zu 100 Prozent konzentriert und waren weder ruhig noch kaltschnäuzig vor dem Tor. Wir waren irgendwie das ganze Spiel nicht da. Das muss sich beim nächsten Spiel ändern“, so Sadikis, denn da geht es nach Lauterhofen: „Das ist für mich eine überragende Mannschaft, die eigentlich mit dem Personal, das sie haben, und dem Fußball, den sie spielen, nichts in dieser Liga verloren hat. Ein Riesenkompliment auch an Coach Thomas Roth, der dort eine sehr gute Arbeit macht. Er hat mit Alexander Wastl den mit Abstand besten Mittelfeldspieler der Liga und mit den Brüdern Meyer auch zwei sehr gute Kicker. Ich glaube aber, dass meinen Jungs solche Gegner wie Lauterhofen besser liegen, denn da sind sie bissiger und konzentrierter. Wir müssen uns aber dennoch gewaltig steigern. Wir werden uns nicht verstecken und versuchen, eine gute und konzentrierte Leistung abzuliefern. Wir brauchen jedenfalls eine Reaktion auf das letzte Spiel“, gibt Sadikis zu Protokoll.

Das Spitzenspiel am siebten Spieltag findet in Meckenhausen statt. Der drittplatzierte TSV Meckenhausen erwartet mit der DJK-SV Berg, dem aktuell Zweitplatzierten, aber auch die Überraschungs-Elf der bisherigen Saison. Nach dem 2:0-Sieg gegen den TSV Berching ist die Stimmung in Meckenhausen gut: „Wir wollen natürlich in jedem Spiel treffen. Das torlose 0:0 gegen Heng und die vergebenen Chancen haben uns schon etwas beschäftigt. Wir wollen nun aber versuchen, in einen positiven Lauf hineinzukommen“, sagt der Meckenhausener Spielertrainer Michael Brandl, der jetzt den erfolgreichen Aufsteiger erwartet: „Berg hat eine junge Mannschaft mit gut ausgebildeten und unbekümmerten Spielern. Sie konnten ihren Lauf aus der letzten Saison aufrecht halten. Wir werden mit Kampfgeist und Laufbereitschaft dagegenhalten. Ziel ist es, dem Spiel unseren Stempel aufzudrücken“, kündigt Brandl an. Sein Gegenüber, Spielertrainer Alexander Lang , blickt auf das letzte gewonnene Match gegen Ezelsdorf zurück und bringt es auf den Punkt: „Das war ein Spiel mit vielen Chancen auf beiden Seiten, wir haben halt mehr reingemacht“, sieht aber dennoch eine kleine Baustelle in seinem Team: „Wir haben aber hinten zu viele Chancen zugelassen, die aber aufgrund des Unvermögens des Gegners oder dank unseres Keepers Marcel Routon nicht in Tore umgemünzt werden konnten“, glaubt Lang. „Gegen Meckenhausen brauchen wir schon einen Sahne-Tag. Dennoch versuchen wir, kompakt in der Defensive zu stehen und über die Fußball-Grundtugenden so viele Spielanteile wie möglich zu erlangen.“

Der SV Rasch gewann letzten Sonntag sein Auswärtsspiel beim TSV Wolfstein mit 1:0, wobei die Vorstellung zwar nicht gerade berauschend, aber effektiv war. Die Schmidt-Truppe münzte wenig Torchancen eiskalt in ein Tor um und hatte eine Defensivabteilung, die auf Draht war. So lässt es sich in der Kreisliga gut leben, denn der SV Rasch belegt derzeit Rang fünf in der Tabelle. Der FC Holzheim verlor dagegen sein letztes Spiel denkbar knapp gegen die SF Hofstetten mit 1:2. Holzheim-Coach Benjamin Harmel blickt zurück: „Da tut einem das Fußballerherz weh. Wir haben unverdient verloren, denn der Gegner hatte zwei Torchancen und erzielte zwei Treffer. Wir haben unsere Chancen dagegen nicht reingemacht. Aber ich kann meinen Jungs keinen Vorwurf machen, denn jeder hat alles gegeben“, erklärt der Trainer. Optisch erschreckend wirkt der derzeitige Tabellenstand des FC Holzheim zwar schon, denn die Harmel-Truppe steht am Tabellenende. Dies ist aber lediglich dem Umstand geschuldet, dass nur vier von insgesamt sechs Spielen absolviert wurden und Platz sechs bis 14 nur zwei Punkte trennen. Klar ist somit auch, dass dem FCH jetzt ein Dreier guttun würde, denn nach einem Sieg würde man einen kräftigen Satz nach vorne in der Tabelle machen: „Die Stimmung bei uns ist trotz der Tabellensituation ganz gut. Jeder von uns ist überzeugt, dass wir eine Reaktion zeigen werden. Wir wissen, was wir falsch gemacht haben, und ich hoffe, dass wir beim nächsten Spiel in Rasch den richtigen Riecher haben“, so Harmel.

Der Spitzenreiter SC Pollanten kreuzt am Sonntag die Klingen mit dem SV Pölling: „Pollanten ist der ungeschlagene Tabellenführer und geht daher mit Sicherheit als Favorit ins Spiel. Vahan Yelegen macht dort einen richtig guten Job. Wir versuchen Pollanten zu ärgern und versuchen dort Punkte mitzunehmen. Die Stimmung bei uns ist sehr gut, wir steigern uns von Spiel zu Spiel. Jetzt muss nur mal was Zählbares rausspringen“, so SV Pölling Coach Johannes Feihl. Ein glückliches Händchen hatte der Pollantener Coach Vahan Yelegen in den vergangenen Spielen nicht nur bei seiner eigenen Einwechslung: „Jedes unserer Spiele war bisher knapp, aber wir setzten uns am Ende durch“, lautet das Resümee von Yelegen zum bisherigen Saisonverlauf, und dies war in Hofstetten nicht anders: „Gegen Hofstetten zu spielen war nicht einfach, wir waren zwar spielerisch die bessere Mannschaft, aber die hatten auch ihre Konterchancen“, meint Yelegen, der beim kommenden Spiel nur als Trainer an der Seitenlinie, aber nicht als Joker dabei sein wird. Denn in Hofstetten hat sich der Torjäger verletzt und muss für zirka drei Wochen pausieren: „Schade eigentlich, denn die Rolle als Joker hat mir gut gefallen“, schmunzelt Yelegen, der erneut das entscheidende Tor für den Dreier machte. Am Sonntag wird nun der SV Pölling erwartet, den Yelegen noch aus Bezirksliga-Zeiten kennt: „Pölling kann einen sehr guten Fußball spielen, die sind am Ende der Saison bestimmt oben mit dabei“, lobt der Coach den kommenden Gegner. Ebenfalls verletzungsbedingt wird Yilmaz Topcu nicht auflaufen können, hinter zwei weiteren Spielern steht noch ein großes Fragezeichen.

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