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Die SpVgg Roth elfert sich ins Finale - "Urus" treffen dreifach ins eigene Tor

Kreispokal Halbfinale

Auch gegen den TSV Heideck ist die SpVgg Roth nach Elfmeterschießen der Sieger. Nach dem 6:4 gegen die TSG Roth im Achtelfinale und dem 6:4 gegen Marienstein im Viertelfinale gewann die SpVgg unter großem Jubel mit 7:6 und trifft im Finale nun am 01.05.2020 auf den FC Wendelstein, der sich im zweiten Halbfinale gegen Unterreichenbach durchsetzte, dabei aber auch Hilfe vom Gegner bekam.

Roth gewann gegen Heideck vom Punkt.

 / © Götz

Jetzt wissen also auch die Heidecker, was einen erwartet, wenn man an der Sandgasse zum Pokalfight antritt: Ein hochmotivierter Kreisklassist, der ein Unentschieden über die Zeit bringt und dann im Elfmeterschießen zuschlägt. Das hat sogar schon eine gewisse Selbstverständlichkeit. Ersatz-Coach Nico Allessandri betete es dem Tross der SpVgg während des dramatischen Penalty-Schießens wie ein Mantra vor: „Wir gewinnen das, wir haben ja den Patrick.“ Torwart Patrick Trost musste zwar etwas öfter hinter sich greifen als gegen die Bezirksligisten in den Runden zu vor, doch drei Paraden gelangen – und so darf er jetzt wohl wieder in die Mannschaftskasse blechen. Gleich den ersten Strafstoß hatte er, sein Heidecker Kollege Christian Schuler durfte erst einmal hadern: Er hielt den zweiten Versuch, doch der Schiri ließ wiederholen und Marcel Kohl machte die Neuauflage rein. Nach dem 3:2 für Roth bekamen beide Torhüter die Bühne. Schuler parierte zweimal, Trost einmal, damit ging es unentschieden weiter bis zur neunten Runde. Florian Drechsler erhöhte nervenstark auf 7:6, Sebastian Bengl brachte den Ball nicht an Trost vorbei. Das war’s. Wer ein Tor mehr schießt, hat verdient gewonnen, doch dem Jubel gingen auch 90 anstrengende Minuten voraus. Die SpVgg war als eingeschworene Elf aufgetreten, die mit hoher Laufbereitschaft und schlitzohrigen Angriffen den Kreisligisten vor eine schwere Aufgabe stellte. Der TSV-Trainer suchte eine taktische Lösung und wechselte schon vor der Pause dreimal aus, doch die Abwehr ließ sich nicht knacken. Vor allem Martin Dengler wurde in der Spitze gesucht, doch da stand immer wieder ein Abwehrbein im Weg. Die SpVgg antwortete mit energischen Angriffen, doch so richtig gefährlich wurde es auch auf ihrer Seite erst im zweiten Abschnitt. Heideck ging nach dem Seitenwechsel energischer in die Zweikämpfe und kam prompt zu hochkarätigen Kontersituationen. Doch da scheiterten zunächst Sebastian Blab und Oliver Heiss im Nachschuss und Dengler brachte frei vor dem Tor den Ball nicht an Trost vorbei. Ebenso scheiterte Michael Albrecht nach einer Ecke. Eine Viertelstunde vor Schluss hätte es dafür fast die Strafe gegeben: Der Rother Alexander Maas tankte sich durch, sein Schuss wurde gerade so abgewehrt, aus dem Hinterhalt jagte Gregor Ewald die Kugel über den Balken. Zwei Minuten vor dem Abpfiff bekamen die Gäste die letzte Gelegenheit, das Elfmeterschießen zu vermeiden. Nach einer Ecke war Trost geschlagen, doch ein Verteidiger köpfte den Ball von der Linie. // pg

Die Anfangsphase verlief ohne große Höhepunkte auf beiden Seiten. Die erste Torchance hatten die Gäste, als Oliver Schwalb quer auf Maximilian Zeh legte, doch dessen Schuss wurde von einem Verteidiger abgeblockt. Dann aber geriet die Heimelf ins Hintertreffen: Mirsad Behdjeti wurde steil geschickt und frei vor dem Torwart von den Beinen geholt. Der Unterreichenbacher Xaver Distler sah für seine Notbremse die Rote Karte. Den fälligen Elfmeter verwandelte Jonas Hammel sicher zur Gästeführung. Nach Eckball Carlos Schepl köpfte der Unterreichenbacher Martin Schramm den Ball ins eigene Tor. Nach dem Seitenwechsel die Vorentscheidung, als auch Armin Danninger den Ball in das eigene Tor schob. Gleich im Anschluss erhöhte Dennis Schwalb aus kurzer Entfernung nach schöner Vorlage von Felix Hammel. Fast im Gegenzug verkürzte Gideon Müller noch für die Eigler-Elf, doch nach Vorlage Behdjeti traf Danninger wiederum nur das eigene Tor. Der Wendelsteiner Oliver Schwalb sah nach einem harten Einsteigen ebenfalls Rot. Mit einer schönen Kombination verkürzte David Bub noch zum 2:5-Endstand.

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