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Pollanten verlängert mit Yelegen: "Können uns keinen besseren Trainer vorstellen“

Kreisliga Ost

Es ist schon eine kleine Erfolgsgeschichte: In der Saison 16/17 kickte der SC Pollanten noch in der A-Klasse. Seitdem ging es unter dem ehemaligen Trainer Christian Blaser stetig aufwärts. Ab der Saison 19/20 wurde Blaser dann von Vahan Yelegen abgelöst, der seit dem 7.12. nun auch seine Trainer-Verlängerung für die Saison 20/21 in der Tasche hat.

Abteilungsleiter Sebastian Götz, Trainer Vahan Yelegen und Kapitän Benedikt Blaser: Erfolgreiche Arbeit für Pollanten.

 / © Meyer

„Christian Blaser hat ja schon als Trainer eine klasse Arbeit gemacht. Vahan hat es aber geschafft, den Kader noch weiter zu verbessern. Seine Herangehensweise und seine neuen Ideen passen ideal zu uns, und wir sind absolut zufrieden mit seiner Arbeit. Wir können uns keinen besseren Trainer vorstellen“, freut sich Abteilungsleiter Sebastian Götz und führt weiter aus: „Ein Aufstieg in die Bezirksliga ist nicht das Ziel, aber wir wollen so schnell wie möglich den Klassenerhalt sichern und so gut wie möglich vorne mitspielen.“ Auch Yelegen stimmt ein: „Die gute Chemie und Zusammenarbeit hat sich im Laufe der Vorrunde bestätigt. Für mich stimmt hier vor allem auch der menschliche Aspekt.“

Yelegen erinnert sich, als er im Sommer in die großen Fußstapfen Christian Blasers treten musste: „Es war schon absolutes Neuland für mich. Mit Christian hatte ich den ehemaligen Trainer im Kader, der weiterhin als Spieler auflaufen sollte. Aber er hat gleich die Rolle als Führungsspieler übernommen und damit auch der gesamten Mannschaft weitergeholfen. Er ist mir von Anfang an unterstützend und beratend zur Seite gestanden“, lobt Yelegen. Er hat außerdem bemerkt: „Christian hat sich als Spieler nochmals steigern können“ - und hat dafür auch eine Erklärung: „Als ich mit 28 als Spielertrainer beim FC Holzheim angefangen habe, ist mir aufgefallen, dass man in dieser Doppelfunktion mit der Zeit an Leistung abbaut, da man ja gleichzeitig das Spiel beobachten und dazu noch seine Leistung als Spieler bringen muss“, so Yelegen. 

Auch Abteilungsleiter Sebastian Götz hat lobende Worte für die Entwicklung des Teams: „Besonders stolz bin ich auf unsere Achse Philipp Regnath, Goran Barisic, Manuel Seitz, Benedikt Blaser und Jonas Böhm. Einen Riesensprung unter Yelegen haben für mich vor allem unsere Außenverteidiger Philipp Meyer und Christoph Schlupf gemacht.“

"Mich wundert der Erfolg nicht"

Der SCP überwintert somit auf Rang fünf und ist auf Tuchfühlung zum Tabellenersten Göggelsbuch, zu dem nur zwei Punkte Abstand bestehen. Wie aber erklärt sich der aktuelle Erfolg? „Mich wundert der Erfolg nicht. Christian Blaser hat als Trainer eine super Arbeit gemacht. Alle sind hochmotiviert, und auch die Älteren haben richtig Bock“, so Yelegen, „wir haben versucht, gut in die Saison reinzukommen, und das ist uns auch gelungen. Wir hatten wenig Personalprobleme, unser unbedingter Wille hat dann das eine oder andere Spiel entschieden. Alle Spiele waren sehr eng, aber für mich steht fest, dass wir in der Liga vor keiner Mannschaft Angst haben müssen. Insgesamt können wir zufrieden sein, doch wir wollen uns nicht auf den Punkten ausruhen. Wir wollen in der Rückrunde so weitermachen und vielleicht noch etwas mehr Gas geben, um am Ende der Saison unter den Top Fünf zu landen." 

Auch Spielführer Benedikt Blaser meldet sich zu Wort: „Der Erfolg basiert auf einer gut ausgeglichenen Mannschaft zwischen älteren und jüngeren Spieler. Die Youngster haben sich hervorragend entwickelt unter dem alten Coach, und mit den Neuzugängen haben wir uns zusätzlich verstärken können“, sagt der 23-jährige Spielführer, der in dieser Funktion auch als Bindeglied zwischen jung und alt fungieren soll.

Das Durchschnittsalter beim SCP ist zwar im Vergleich zu den anderen Vereinen der Kreisliga Ost hoch, aber: „Es gibt nicht jung oder alt, es gibt nur schlecht oder gut“, sagt Yelegen, der für sich selbst in der Vorrunde die Joker-Funktion entdeckt hat: „Ich schaue 70 Minuten zu, und dann wechsle ich mich ein. Bei so manchen Vereinen merke ich dann schon, dass sie Respekt haben, wenn sie das mitbekommen. Das hat bisher ganz gut funktioniert, und momentan kann ich noch mithalten. Schauen wir mal, ob im nächsten Jahr, wenn ich dann 38 bin, mir das mein Spielführer noch erlaubt. Aber die Jungen müssen halt dann die Wege für die Älteren laufen“, schmunzelt der Coach.

"Ich sehe weiteres Steigerungspotential"

Für die Rückrunde ist Yelegen zuversichtlich: „Die Grundqualität bei uns stimmt, ich sehe weiteres Steigerungspotential.“ Für den Coach ist vor allem eines wichtig: „Wenn der Gegner den Ball hat, soll meine Mannschaft wissen, was zu tun ist. Und gewisse Führungsspieler müssen am Platz vorangehen.“

In Sachen Personal gibt es derzeit keine Zu-oder Abgänge zu vermelden. Für die nächste Saison könnte sich das Team aber deutlich verjüngen, denn insgesamt neun A-Jugendspieler der JFG Sulztal scharren schon mit den Hufen: „Die haben bei uns schon teilweise mittrainiert. Es sind einige dabei, mit denen man arbeiten kann und die sich in der ersten Mannschaft wohl integrieren werden. Den 18-jährigen Thomas Rupp beispielsweise haben wir in der Vorrunde bereits eingesetzt“, erklärt der Spielertrainer.

Vahan Yelegen darf man ja durchaus als Bezirksliga-Experten bezeichnen. Wie muss ein Verein gerüstet sein, und wen sieht er als Favoriten? „Um da zu bestehen, brauchst du permanent mindestens 15 Mann im Training, wenig Verletzte unter der Saison und eine gute Reserve, die ab und zu aushilft. Dieses Jahr fällt mir in der Kreisliga Ost aber keine Mannschaft ein, die ein klarer Favorit für den Aufstieg wäre“, meint er.

In der Fairnesstabelle steht der SCP dagegen auf dem vorletzten Platz mit insgesamt 49 Gelben Karten (im Vergleich: Auf dem 1.Platz steht der TSV Meckenhausen mit 30 Gelben Karten): „Diese Tabelle kann man in der Kreisliga in die Mülltonne werfen. Heutzutage bekommst Du schon Gelb, wenn Du Muh sagst. Christian Blaser hat schon ein paar gesammelt, aber niemals wegen Foulspiels“, sagt Yelegen.

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