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Die Top-Elf von Vahan Yelegen: Zwei aktuelle Pollanten-Spieler neben zwei Ex-Profis

Kreisliga Ost

Vahan Yelegen, Spielertrainer des SC Pollanten, hat uns seine Top-Elf verraten und dabei den Brückenschlag zwischen hochklassiger Vergangenheit und vielversprechender Gegenwart hingelegt.

Hättet ihr ihn erkannt? Vahan Yelegen (links) spielte in seiner Karriere unter anderem für den ASV Neumarkt.

 / © Sportfoto Zink

Vahan Yelegen, aktuell Spielertrainer beim SC Pollanten, hat für uns seine persönliche Top-Elf aufgestellt. lm 4-4-2 Spielsystem setzt der heute 39-Jährige, der in seiner Karriere schon für Neumarkt, Seligenporten und lange für Holzheim auflief, auf zwei Hochkaräter, die ihre Fußballschuhe schon als Profi geschnürt haben. Der Coach entscheidet sich für den „griechischen Gott“ im Kasten, im Mittelfeld für ein Bruder-Gespann und packt einen talentierten 23-jährigen Youngster in seine Elf, mit dem wohl nicht jeder gerechnet hätte.

Torwart:

Hier fällt die Wahl auf Konstantinos Zois, der aber nicht mehr aktiv ist: "Er war unser griechischer Gott in Holzheim", schmunzelt Yelegen: "Bevor er vom SV Seligenporten zu uns wechselte, hatten wir dreimal hintereinander den Aufstieg immer knapp verpasst (Anm. d. Red.: dreimal hintereinander Platz zwei in der Kreisliga). Er sagte dann zu mir, ich solle mir keine Sorgen machen, diesmal schaffen wir es." Und so war es dann auch, denn mit der "zuverlässigen Stimmungskanone" als letztem Mann schaffte der FC Holzheim dann in der Saison 2013/14 den Sprung in die Bezirksliga.

Abwehr:

Mit Florian Schlicker, dem aktuellen Trainer des 1. SC Feucht, steht der erste Mann in der Viererkette fest. Yelegen hat mit ihm beim SV Seligenporten zusammengespielt: "Er ist wohl der technisch beste Innenverteidiger, den ich je gesehen habe, zudem ein super Typ und anscheinend auch kein schlechter Trainer", sagt Yelegen und kann sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. Schlicker sei kurz vor dem Sprung in eine Profi-Karriere gewesen: "Aber es hat ihm im Amateurbereich anscheinend einfach mehr Spaß gemacht."

Mit Marco Hablowetz (links), der nicht mehr aktiv ist (zuletzt Trainer und Spieler beim DJK/SV Pilsach) steht Schlicker ein "zweikampfstarker und lautstarker Typ" zur Seite. Als der damals 23-jährige Yelegen zum ASV Neumarkt wechselte, war Hablowetz dort Kapitän: "Er war der Spieler, der mich am meisten geprägt und auch beeindruckt hat. Sein Wort war für uns Gesetz und hatte Gewicht. Was er gesagt hatte, wurde ohne zu hinterfragen umgesetzt."

Vom jetzigen Ligakonkurrenten wird Sebastian Kellner (rechts) vom FC Holzheim berufen: "Mit ihm bin ich beim FC Holzheim in die Bezirksliga aufgestiegen", blickt Yelegen zurück und beschreibt ihn folgendermaßen: "Egal, wo er aufgestellt wird, liefert er ab. Er ist fleißig, konstant und macht wenig Fehler." Ein Spruch des laufstarken Defensivspielers schwirrt Yelegen aber immer noch im Kopf umher: "Trainer! Wir müssen mal mehr laufen."

Mit Benedikt Blaser, Kapitän des SC Pollanten, setzt Yelegen auf einen Youngster, der seine Viererkette abrundet: "Der imponiert mir einfach mit seinen 23 Jahren, es ist unglaublich und faszinierend, was der leistet und abliefert." Beim Start als Coach in Pollanten verstanden sich beide gleich sehr gut und waren sich über den fußballerischen Weg schnell einig: "Man merkt sofort seine gute Spielerausbildung, die er in der Jugend beim FC Ingolstadt und später beim ASV Neumarkt erhalten hat", glaubt Yelegen. Er ist der Meinung, dass Blaser höherklassig spielen könne, dies aber beruflich wohl nicht schaffe - und außerdem zu viel Spaß in Pollanten habe.

Mittelfeld:

Thorsten Pöllet war beim ASV Neumarkt sein Mitspieler, da hat er ihn auch erstmals kennengelernt, später beim FC Holzheim war er dann für ein Jahr Yelegens Trainer: "Er hat ja schon bei den Bayern-Amateuren gespielt. Es war einfach eine Augenweide ihm zuzuschauen, bei ihm klebte der Ball sprichwörtlich am Fuß. Technisch lieferte er allererste Sahne ab."

Zur Seite steht ihm sein Bruder Dominik Pöllet (links), Spielertrainer beim TSV Wolfstein. "Den Dominik habe ich auch beim ASV Neumarkt kennengelernt. Der war der beste Vorlagengeber, den ich hatte. Sein Markenzeichen: Tödliche Bälle und traumhafte 40 Meter-Zuckerpässe."

Mit Yilmaz Topcu läuft ein zweiter aktueller Spieler des SC Pollanten auf: "Er ist ein Spieler, den ein Trainer einfach mögen muss. Ein Allrounder, der zuverlässig und flexibel ist."

Der bekannteste Name ist natürlich Ex-Profi Michael Görlitz, mit dem Yelegen weiterhin befreundet ist und gemeinsam Sport treibt. Er beschreibt seinen Freund, der bereits beim FSV Frankfurt, Arminia Bielefeld, 1860 München und beim FC St. Pauli in der 2. Bundesliga auflief, folgendermaßen: "Er ist technisch einfach überragend und mit rechts genauso stark wie mit links. Eigentlich weiß man gar nicht genau, was sein starker Fuß ist. Wenn der Michael Fußball spielt, sieht man dann schon den Unterschied zwischen Profi und Amateur. Er ist aber deswegen niemals abgehoben."

Sturm:

Im Sturm setzt Yelegen auf Bernd Rosinger, der atuell beim SV Seligenporten auf Torejagd geht. Kennengelernt hat Yelegen den Vollblut-Stürmer in Seligenporten, dort hat er ein Jahr mit ihm zusammengespielt: "Bernd schaffte dann den Sprung in den Profifußball und spielte in der 3.Liga bei den Sportfreunden Lotte." Der Kontakt sei aber nie abgerissen: "Er ist ein genialer Stürmer, der sich stets robust durch die gegnerischen Abwehrreihen durchgetankt hat."

Als Sturmpartner darf zu guter Letzt Daniel Orel, aktuell Co-Trainer und Stürmer beim FC Holzheim, nicht fehlen. Yelegen bekam den Stürmer damals, als er Trainer bei FC Holzheim war, frisch aus der Jugend und erinnert sich: "Es ist unglaublich! Er hat sich seitdem so krass entwickelt. Er hat ja damals schon als Youngster im ersten Jahr Bezirksliga 29 Tore gemacht. Er verfügt über einen Wahnsinnsschuss und seine Freistoßqualitäten sind vom Feinsten."

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