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"Einfacher wird es nicht": Pollanten weiter mit Yelegen

Kreisliga Ost

Kreisligist SC Pollanten setzt weiter auf Spielertrainer Vahan Yelegen. Der aber warnt ob des Durchschnitssalters seines Kaders.

Bleibt i n Pollanten: Vahan Yelegen.

 / © Zink

Der SC Pollanten musste seit dem Re-Start Federn lassen. Im ersten Spiel gegen den SV Pölling schien es mit dem 3:1-Sieg noch gut anzulaufen, der Anschluss an die erfolgreiche Vorrunde schien geglückt. Danach wendete sich aber das Blatt, es folgten drei Niederlagen, der ehemalige Tabellenführer rutschte so bis auf auf Rang fünf ab.

Eine gute Nachricht aber kann Vahan Yelegen gleich vorweg mitteilen. Bereits im November 20 hat der Spielertrainer seine Vertragsverlängerung mit dem SC Pollanten für die Saison 21/22 unter Dach und Fach gebracht. Er blickt auf den „nicht so prickelnden Re-Start“ zurück: „Eigentlich wollten wir auf unserer guten Leistung der Vorrunde aufbauen, dann sind aber etliche Leistungsträger verletzungsbedingt ausgefallen, vor allem in der Offensive haben wir diese Ausfälle auch gemerkt." Dies sei dann einfach zu viel des Guten gewesen. Mit Tabellenplatz fünf kann sich der Coach zwar gut arrangieren, richtig warm wird er damit aber nicht: "Es wäre trotzdem mehr drin gewesen", grübelt Yelegen, es hätten manchmal einfach Cleverness und Routine gefehlt, wie beispielsweise bei der knappen Niederlage gegen die DJK Berg: „Da wäre sicherlich ein Punkt möglich gewesen. Wir wollten in diesem Spiel aber aufs Ganze gehen und haben prompt in der Schlussphase noch das 1:2 kassiert. Wir müssen eben lernen, auch mit weniger zufrieden zu sein.“ Dennoch habe das Spiel in Berg gezeigt, dass sich wieder ein positiver Trend etabliert habe; seine Mannschaft zeigte eine tolle kämpferische Leistung gegen einen Aufstiegskandidaten.

Die aktuelle Stimmung und Situation hinsichtlich Corona bezeichnet der 39-Jährige als "deprimierend" und wartet deswegen auf ein positives Signal. Daher ist sein größter Wunsch, dass alles wieder normal wird und die Pandemie bald hinter uns liegt. Dies scheint jedoch noch in weiter Ferne: „Das Licht fehlt leider noch am Ende des Tunnels“, so Yelegen, der mit seinen Spielern per Telefon weiter in Kontakt bleibt: „Denen fehlt Fußball brutal, sei es das Training, Spiel oder das gesellige Zusammensein“.

Sobald der BFV für eine Fortsetzung der Saison wieder grünes Licht gibt, ist der Coach überzeugt: „Da werden meine Jungs wieder Gas geben.“ Er gibt aber zu bedenken: „Einfacher wird es nicht, da wir ja eine der älteren Mannschaften in der Kreisliga sind, und Corona macht uns ja noch zusätzlich etwas älter“, schmunzelt Yelegen, der Ende dieses Jahres seinen 40. Geburtstag feiert. Natürlich werde es auch eine große Herausforderung sein, bei einem Start in die Rückrunde die Mannschaft wieder von Neuem zu begeistern und das Level wieder hoch zu schrauben und auch dort zu halten. Ziel sei jedenfalls, zum Ende der Saison unter den besten fünf der Liga zu stehen.

Auf die Frage, welche Schlagzeile er über seinem Team mal gerne lesen würde, überlegt Yelegen kurz und antwortet: „Der SC Pollanten dominiert weiterhin souverän den Fußball in der Gemeinde Berching“. Als Favoriten für den Aufstieg sieht er den SV Lauterhofen, dahinter aber gleich die DJK Berg: „Beide Mannschaften sind sich irgendwie ähnlich, jedoch ist Lauterhofen einen Tick robuster beziehungsweise routinierter.“ Berg habe jedoch eine frische und junge Mannschaft, die in ihrem ersten Kreisligajahr einen guten Fußball zeige.

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