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SV Pölling unter Druck: "Wir spielen auf alles oder nichts"

Kreisliga Ost

Schlusslicht SV Pölling glaubt weiterhin an die Rettung, doch so langsam müssen die Oberpfälzer Ergebnisse liefern. Dazu braucht es laut Trainer Johannes Feihl auch abseits der Punktspiele eine Steigerung.

Eine Saison der Schmerzen: Der SV Pölling (grün) hat acht Punkte Rückstand auf die Relegationsplätze.

 / © Sportfoto Zink

Fünf Spiele, drei Punkte: Mit dieser mageren Ausbeute konnte der SV Pölling seit dem Re-Start freilich nichts an seiner Tabellensituation verändern. Weiterhin ist die Feihl-Truppe das Tabellenschlusslicht und ein Relegationsplatz ist bereits acht Punkte entfernt. Ein Lichtblick war lediglich der 3:1-Sieg im Kellerduell gegen den Henger SV und dies gleich im ersten Spiel nach der ersten Corona-Unterbrechung. Die Euphorie verflog jedoch schnell, denn danach hagelte es nur Niederlagen. Jetzt gilt es für das letzte Drittel nochmals alle Kräfte für die Mission Klassenerhalt zu mobilisieren.

Das Torverhältnis seit dem Wiederbeginn von 9:13 zeigt schon ein offensichtliches Problem: Pöllings Offensive sorgt zwar stets für Torgefahr und auch für die notwendigen Treffer, aber mit 13 Gegentreffern in fünf Spielen scheppert es jedoch eindeutig zu häufig im Kasten der Pöllinger, um aus dem Tabellenkeller heraus zu kommen. Zum Vergleich: Spitzenreiter Lauterhofen hat in 19 Spielen erst 18 Gegentreffer kassiert. SVP-Coach Johannes Feihl erklärt: "Es waren teils knappe Ergebnisse und es hat bei uns immer das gewisse Extra gefehlt. Wir müssen auf jeden Fall mehr tun, egal ob im Hinblick auf den Trainingsfleiß oder der Motivation." 

Auch mehrere Absagen der Spieler wegen deren Urlaubsplanung oder Verletzungen trugen nicht gerade zu einem besseren Spielfluss bei: "Jetzt stehen wir jedenfalls zu Recht da, wo wir gerade stehen", stellt Feihl ernüchtert fest, jedoch könne dies nicht an der Qualität des Kaders liegen: "Ich wäre nicht mehr hier, wenn ich nicht überzeugt wäre, den Klassenerhalt zu schaffen. Es wird zwar eine schwere Aufgabe, aber letztendlich werden wir die Mission Klassenerhalt mit den Spielern angehen, die den absoluten Willen dazu aufbringen", verdeutlicht der Coach. Die Pöllinger Zuschauer dürften sich in der Rückrunde deshalb wohl auf interessante Duelle einstellen: "Wir spielen auf alles oder nichts. Uns bleibt ja auch gar nichts anderes übrig als auf Sieg zu spielen, denn ein Unentschieden bringt uns in der gegenwärtigen Situation nicht viel weiter."

Eigenmotivation ist gefragt

Vor Kurzem hielt der SVP eine Online-Sitzung ab: "Wir wollen uns gegenseitig motivieren. Die Spieler sollen sich selbstständig körperlich betätigen und so ihre Kondition aufrecht halten", sagt der Trainer. Dies sei aber alles auf freiwilliger Basis: "Die Jungs müssen selber das Herz in die Hand nehmen und dies auch wollen."

An einen Start der Rückrunde verschwendet Feihl noch keinerlei Gedanken: "Fußball ist bei mir im Hintergrund." Wichtiger sei für ihn deshalb, dass sich erstmal die berufliche und familiäre Situation wegen Corona wieder normalisiert: "Wir können froh sein, wenn diese Saison überhaupt beendet werden kann", gibt Feihl zu bedenken.

Feihls klarer Favorit für den Titel ist der SV Lauterhofen: "Das ist definitiv die beste Mannschaft, gegen die wir gespielt haben, ob in spielerischer oder taktischer Hinsicht. Für mich haben die den Aufstieg verdient." Auch eine Mannschaft, die noch überraschen könnte, nennt Feihl: "Wenn beim SC Pollanten wieder alle Mann an Bord sind, traue ich denen zu, dass sie wieder ganz vorne mit dabei sind", ist der Coach überzeugt.

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