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TSV Meckenhausen: "Alles ist möglich, wir müssen nur in einen positiven Flow kommen"

Kreisliga Ost

Die Erwartungshaltung beim TSV Meckenhausen ist in den letzten Jahren zweifelsfrei gestiegen, das Ziel Bezirksliga gilt als offenes Geheimnis. Ein neuer Impuls wurde vor kurzer Zeit mit der Trainer-Neuverpflichtung von Dominik Betz für die nächste Saison gesetzt. Auch der amtierende Coach Michael Brandl hat die Hoffnung auf den Relegationsplatz und den Aufstieg noch nicht ad acta gelegt.

Hängende Köpfe: Nach dem Re-Start im September lief es nicht rund für den TSV Meckenhausen.

 / © Sportfoto Zink

Etwas überraschend kam die Betz-Neuverpflichtung dann doch, denn immerhin belegt der TSV Meckenhausen den dritten Tabellenplatz und gehört somit zu der Top-Drei der Kreisliga Ost, wie von Abteilungsleiter Matthias Dotzer vor der Saison 19/21 anvisiert. Doch die Stimmung war zwischenzeitlich etwas eingetrübt. Noch-Coach Michael Brandl erklärt: "Mit ausschlaggebend war sicherlich der für uns relativ unglückliche Re-Start", denn in den vier Spielen konnten nur fünf Punkte eingefahren werden. In der Vorbereitung, blickt Brandl zurück, seien alle Spieler noch ganz Feuer und Flamme gewesen. "Die meisten Jungs hatten Fußball noch an erster Stelle gesetzt und auch die Trainingsbeteiligung war mit bis zu 40 Mann hervorragend." Das sei dann andererseits aber schon eine gewisse Herausforderung gewesen. "Wir mussten ja trotzdem die Abstandsregeln einhalten und gleichzeitig auf zwei Sportplätzen trainieren. Da muss man als Trainer etliche Male von einem Platz zum anderen wechseln", erklärt Brandl den damaligen Trainingsbetrieb.

Das erste Spiel nach Wiederbeginn lief dann aber nicht wie gewünscht. "Das Spiel gegen Göggelsbuch lief aus unserer Sicht nicht so, wie es eigentlich sollte, folglich haben nach dem Spiel dann schon einige Spieler zum Zweifeln angefangen." Vor allem in der Offensive konnte man sich trotz 60 Minuten in Überzahl nicht richtig durchsetzen. Am Ende blieb es nur bei einer Punkteteilung. Dies zog sich dann durch die restlichen drei Spiele wie ein roter Faden. "Dann im weiteren Verlauf hat man einigen Spielern auch angemerkt, dass ihnen zehn bis zwanzig Prozent Leistung gefehlt haben", so Brandl. Erschwerend kam noch Verletzungspech hinzu. Ersatzgeschwächt fuhr die Truppe zum Kellerkind Henger SV. Auch hier konnte nur ein Zähler mitgenommen werden. "Das war für uns auch entsprechend deprimierend, da die ganze anfängliche Energie, die wir in der Vorbereitung aufgebaut hatten, zu verpuffen schien." Entsprechend enttäuscht und deprimiert waren alle auch nach dem Spiel gegen die DJK Berg. "Da haben wir fast mit dem Schlusspfiff die 3:4-Niederlage kassiert", erinnert sich Brandl.

"Vielleicht war es meine Schuld"

"Wir sind einfach nicht richtig in Tritt gekommen. Vielleicht war es aber auch meine Schuld, dass ich die Jungs nicht mehr so wie früher motivieren konnte. Vielleicht schalten sie irgendwann auch ab, wenn sie im Prinzip fast vier Jahre lang immer das Gleiche von mir hören", grübelt der Coach. Und weiter: "Daher waren ich und die Vereinsleitung uns einig, dass ein neuer Impuls für die Mannschaft her muss." Bei Brandl ist ab Sommer demnach kürzertreten angesagt, dies kommt ihm aber nicht gerade ungelegen. "Ich bin derzeit nicht auf der Suche nach einem Trainerposten, vor allem weil sich bei mir privat so einiges im familiären Bereich ändert und ich somit auch weniger Zeit für Fußball habe", verrät Brandl. Angebote als Spielertrainer habe er zwar schon erhalten, aber "da ist mir dann der zeitliche Aufwand einfach zu groß". Der 32-jährige Verteidiger will dennoch nicht ganz auf Fußball verzichten und wird wohl seine Fußballschuhe weiterhin schnüren. Hauptsache der Zeitfaktor stimmt dann. "Ich schau' mich derzeit in meiner Nähe nach einem Verein um, bei dem ich einfach als Spieler auflaufen kann. Da ist es mir auch egal, ob ich in der A-Klasse oder Bezirksliga spiele", sagt der ehemalige Regionalligaspieler.

Die Stimmung beim TSV Meckenhausen sei aktuell wieder gut. "Alle wollen endlich wieder loslegen und sind heiß." Von einem etwaigen Aufstieg über den Umweg Ligapokal hält Brandl dagegen nicht viel. "Ich glaube, der findet wahrscheinlich so wie geplant gar nicht mehr statt", aber der Übungsleiter ist auch in puncto Ligabetrieb weiter zuversichtlich: "Wir haben ja schon in der letzten Saison bewiesen, dass wir für einen erfolgreichen Endspurt ganz gut sind. Wir haben eine starke Truppe und müssen nur entsprechend zusammenlangen. Alles ist ja noch möglich, wir müssen nur in einen positiven Flow kommen", denn dann wäre sein persönliches Ziel und das der Mannschaft erreichbar. "Mein Wunsch ist, dass ich mich bei Meckenhausen mit einem Aufstieg in die Bezirksliga verabschieden kann."

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