Das Amateurfußballportal für Mittelfranken
Partner im
Amateurfußballnetzwerk
Partner im Amateurfußballnetzwerk

Das Trainerkarussell dreht sich auch rund um Bad Windsheim

Lunz darf trotz Abstieg beim FSV bleiben +++ Fleischer führt neue SG an

Je länger eine Saison dauert, desto mehr Schwung nimmt das Trainerkarussell normalerweise auf. Die Coaches werden entweder gleich ausgetauscht oder Vereine einigen sich auf eine weitere Zusammenarbeit beziehungsweise deren Ende nach Abschluss der Runde. Im Sommer – quasi zwischen den Fußball-Jahren – steht das Karussell deshalb meist still, die Entscheidungen sind gefallen. Wir blicken auf die Entwicklungen in der Region Bad Windsheim.

Darf trotz Abstieg weitermachen: Bad Windsheims Coach Bernd Lunz

 / © Giurdanella

Weiter macht der FSV Bad Windsheim trotz Abstiegs in die Kreisliga mit Bernd Lunz. Der Windsheimer geht bei seinem Heimatverein in die vierte Spielzeit. Allerdings bekommt der Ex-Vestenbergsgreuther, der einst keinen unerheblichen Anteil an der Kreation des "1:0-Tees" nach dem Pokalsieg über Bayern München hatte, nicht minder prominente Unterstützung an der Seitenlinie. Horea Etschel wird ihm in der Kreisliga zur Seite stehen. Etschel ist auch ein FSV-Urgestein, spielte unter anderem in der Landesliga in Neustadt und trainierte bereits einige Bad Windsheimer Jugend-Teams sowie die Reserve.

Einer der neuen Liga-Rivalen des FSV macht ebenfalls mit seinem Coach weiter: Fredi Skurka bleibt beim FV Uffenheim in der Verantwortung. In der vergangenen Saison, in der Uffenheim abermals knapp den Aufstiegs verspielte, wirkte der 42-Jährige sogar noch auf dem Feld aktiv mit.

Jens Thaler kehrt zurück

Ins zweite Glied rückt der bisherige Spielertrainer des SV Losaurach: Jens Thaler aus Obernzenn wechselt zu seinem Heimatverein zurück und will dort kleinere Brötchen als Aktiver in der Reserve backen. Nachfolger beim Kreisligisten ist Christoph Nieszery. Der 29-Jährige trainierte zuletzt den SV Hagenbüchach II. Auch der TSV Markt Erlbach, der von der Kreisliga 1 in Gruppe 2 wandert, hat einen Neuen: Sebastian Kamberger folgt auf Uwe Löwe.

Logischerweise heißt das für den SC Trautskirchen, und damit sind wir in der Kreisklasse angelangt, dass ein Nachfolger für Kamberger her musste. Der wurde mit Stefan Höppel gefunden. Höppel ist vom SV Neuhof und hat bisher nur im Nachwuchsbereich der JFG Oberes Zenntal Trainer-Erfahrungen sammeln können. Kambergers bisheriger Unterstützer auf der Trainerbank, Bernd Fleischmann, wird sich eine Auszeit nehmen.

Den gleichen Weg wie in Bad Windsheim geht man in Weigenheim. Die SVV-Verantwortlichen machen nach dem Abstieg in die Kreisklasse mit Bernd Schüßler weiter. Auch die beiden bisherigen Kreisklassisten SG Obernzenn/Unteraltenbernheim und TSV Marktbergel machen mit bewährtem Personal weiter. Sowohl Torsten Nun bei der SG als auch Thomas Markert beim TSV gehen in ihre zweite Saison. Die Zenntaler hatten in der vergangenen Saison lange um Relegationsplatz drei mitgespielt. Die junge Bergeler Mannschaft musste länger als erhofft bangen, man sei aber zufrieden mit Markerts Arbeit, lässt TSV-Abteilungsleiter Bernd Schuh gegenüber der WZ wissen.

Fast logisch, dass A-Klassen-Meister und Neu-Kreisklassist SpVgg Gallmersgarten mit Spielertrainer und Torjäger Sven Fleischer weitermacht. Es gibt aber dennoch Veränderungen: Fleischer und Co. gehen nämlich eine Liga höher als Spielgemeinschaft mit dem FV Gebsattel an den Start. Das bestätigt SpVgg-Spielleiter Fabian Fleischer. Gebsattel beendete die Spielzeit 2016/17 als Letzter der Kreisklasse 2. Sven Fleischer wird mit der neuen Aufgabe nicht allein dastehen: Er bekommt Uwe Kremer, der einst lange Jahre Adelshofen trainierte, als zweiten Übungsleiter dazu.

Bereits vor dem verspäteten Aufstieg in der Relegation stand bei der SG Lenkersheim/Bad Windsheim fest, dass Volkmar Wolf auch mit 60 Jahren noch nicht müde geworden ist. Er wird für ein weiteres Jahr die Zügel in der Hand halten, nun erneut in der Kreisklasse, wo er zuvor schon den FSV Lenkersheim trainierte.

Ein Duo für Ergersheim

Der Blick in die A-Klasse 4 offenbart Veränderungen. Beim TSV Burgbernheim wird die Zusammenarbeit mit Peter Höcht nach einem Jahr wieder beendet. Für ihn darf sich TSV-Urgestein Thomas Fischer bei seiner ersten Station als Trainer einer Herren-Mannschaft versuchen. Gleich zwei Neue präsentiert der SV Ergersheim, der bereits zum Ende der vergangenen Saison getrennte Wege mit Werner Erdmann ging. Interimsweise stand Ernst Mangold an der Seitenlinie. Nun übernehmen die beiden Bad Windsheimer David Büchner und Jürgen Frank das Ruder. Für Büchner ist es die erste Trainerstation, Frank hat schon deutlich mehr Erfahrung.

Dass man beim ersten Job bei den Herren nicht versagen muss, bewies Peter Lutz beim FC Oberndorf. In der vergangenen Saison der A-Klasse 5 spielte die junge Truppe vorne mit. Der Lohn: das Vertrauen für ein weiteres Jahr seitens der Vereinsführung.

Der doppelte Eberlein

Nicht nur an eine neue Liga, auch an einen neuen Chef bei den Trainingseinheiten müssen sich die Kicker des SSV Egenhausen gewöhnen. Nach dem Abstieg in die B-Klasse wird Gerd Fleischmann auf Karl-Heinz Friedel folgen. Friedel war knapp zwei Jahre an Bord. Mit bewährten Gesichtern machen die beiden B-Klassisten SV Ickelheim und FSV Ipsheim weiter: Stefan Eberlein beim SVI und Paul Stierhof beim FSV. Interessant ist, dass Eberlein zusätzlich das Zepter bei den Frauen des FSV Ipsheim übernehmen wird. Er folgt damit auf Holger Streckfuß.

Neuigkeiten gibt es auch bei zwei weiteren Ex-Bad Windsheimern. Der TSV Rothenburg, der aus der Kreisliga absteigt, beendete das Engagement mit dem aus Bad Windsheim stammenden Marvin Cross. Dieser ist im Gespräch für die Position des Co-Trainers bei der SpVgg Ansbach II. Cross soll auf Joe Terrell folgen, der die SpVgg zum Ende der abgelaufenen Saison verlassen hat und Trainer Mihail Kromidas unterstützen. Und Hermann Christ, der die Zweite und später die Erste Mannschaft des FSV Bad Windsheim trainiert hat, verlässt den Kreisklassisten SC Adelshofen. Der Nachfolger dort steht noch nicht fest.

Mehr zum Thema