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Burgfarrnbach schmälert Gutenstettens Auftaktlaune

Neunsinger-Elf ergattet im Eröffnungsspiel alle drei Punkte

Der hochgehandelte Aufsteiger SV Gutenstetten hat am Samstag zum Auftakt der Kreisliga 2 einen kleinen Dämpfer erhalten. Schiedlich friedlich teilten hingegen Burggrafenhof und die DJK Falke die Punkte.

Gutenstetten

Ein blaues Wunder war es vielleicht nicht, dennoch hat der TSV Burgfarrnbach beim hochgehandelten Aufsteiger Gutenstetten ein Ausrufezeichen gesetzt.

 / © Sportfoto Zink

Im mit Spannung erwarteten Auftaktspiel setzte sich der Bezirksligaaufsteiger aus Burgfarrnbach verdient gegen den hochgehandelten Aufsteiger aus Gutenstetten durch. In einem Spiel ohne die großen Torchancen blieb Stetten zweimal unaufmerksam. Philipp Geitner hatte die Stetten-Abwehr entkommen lassen, der die Führung markierte (20.). Nach 36 Minuten ließ man den agilen Marcel Hörath gewähren, der nach einem Loos-Freistoß am langen Pfosten einnetzte. In der zweiten Hälfte hatte Gutenstetten zwar mehr Ballbesitz, die Angriffe aber wurden zu behäbig vorgetragen, sodass der Anschlusstreffer verwehrt blieb. Vielleicht hatte das auch mit dem gesundheitsbedingten Fehlen von Coach Reinhold Fischer zu tun. Nach der halbstündigen Eröffnungszeremonie, in der Kreisspielleiter Thomas Raßbach (fast) alle Teams vorstellen konnte – nur der Post SV fehlte – sahen die 500 Zuschauer die erste Chance nach sechs Minuten. Thorsten Schmidt fasste einen Abpraller direkt ab, sein Schuss verfehlte das Stettener Tor um Haaresbreite. Die Heimelf, bei der Interimscoach Patrick Reichenauer auf der Bank Platz nahm, bemühte sich um Spielkontrolle. Nach ereignisarmer Anfangsviertelstunde war es der Ex-Burgfarrnbacher Fabian Schubert, der nach einer Flanke von Marco "Peter" Jakl über das Tor köpfte. Ansonsten war der Stürmer bei den gut aufgelegten Innenverteidigern Oliver Brauner und Dominik Wellhöfer in besten Händen. Im Gegenzug war die Stettener Abwehr einmal unaufmerksam, Philipp Geitner tauchte allein vor SVG-Keeper Sven Kraft auf und ließ diesem keine Abwehrmöglichkeit. Nur zwei Minuten später prüfte Kapitän Yannick Loos den Stettener Keeper per Freistoß, welchen der Schlussmann festhalten konnte. Nach 25 Minuten war es Marco Jakl, der nach Vorarbeit von Raphael Masanetz vor TSV-Keeper Daniel "Perry" Bräutigam auftauchte, welcher per Glanzparade zur Ecke klärte. Eine erneute Tiefschlafphase nutzte die Neunsinger-Truppe eiskalt. Loos brachte einen Freistoß von halbrechts in die Mitte, am langen Pfosten wartete Marcel Hörath mutterseelenallein und netzte zum 0:2 ein (36.). Die zweite Hälfte begann mit einem Warnschuss des eingewechselten Niklas Körber, der nach einer geblockten Jakl-Hereingabe direkt abzog, aber knapp vorbeischoss (48.). Nach 58 Minuten klärte Bräutigam einen Freistoß von Daniel Adlung zur Ecke, ehe im Gegenzug der pfeilschnelle Lukas Brütting den Turbo zünden musste, um einen höheren Rückstand zu verhindern. In buchstäblich letzter Sekunde blockte er den Einschuss von Christian Gerein. Einen Fauxpas leistete sich Kraft nach 62 Minuten, als er den Ball für Schmidt servierte. Adlung aber war zurückgeeilt und konnte auf der Linie Schlimmeres verhindern. Die beste Möglichkeit zum Anschlusstreffer bot sich Gutenstetten nach einem Konter über Jakl. Er bediente Neuzugang Brian Gallo, der den Ball schon fast vertändelt hatte und im Abschluss letztlich an Bräutigam scheiterte. Die letzte erwähnenswerte Gelegenheit hatte Hörath, als er nach einer Fehlerkette vor Kraft auftauchte, der zur Ecke klären konnte. Stetten bemühte sich zwar nach dem Anschluss, allerdings zeigte man sich im Umschaltspiel ohne das nötige Tempo, sodass lediglich Halbchancen gelangen. Vielleicht hatte dies auch mit der Meldung vom Wochenanfang zu tun, dass Trainer Reinhold Fischer ins Krankenhaus musste. Aus diesem Grund trugen seine Jungs extra angefertigte T-Shirts mit den besten Genesungswünschen beim Einlaufen. An dieser Stelle auch von hier gute Besserung!

Mit einem 1:1-Remis trennten sich der SV Burggrafenhof und Aufsteiger DJK Falke. David Amorim brachte die Falken nach 19 Minuten in Front. Die Führung konnte der Hufer Torjäger Christian Schottenhamml noch vor der Pause ausgleichen. In der zweiten Hälfte wollten keine Tore mehr fallen. Dafür gab es noch zwei Platzverweise. Sowohl Florian Weißer auf Burggrafenhofer Seite (79.) als auch Falkes Spielertrainer Giovanni Marciano (90.) mussten den Platz mit der Ampelkarte im Gepäck vorzeitig verlassen. Ohne Martin Stiegler und Timo Tirschner musste der SV Burggrafenhof gegen die DJK Falke antreten. Sie fehlen verletzungsbedingt. Trotzdem begann die Heimelf gut und hatte nach sieben Minuten die erste Chance. AmarOkanovic leitete den ersten Angriff ein und setzte Alexander Neubert in Szene, der Marco Singer in der Mitte fand. Der lange verletzte Standardspezialist setzte den Ball per Kopf (!) knapp am DJK-Gehäuse vorbei. Nur zwei Minuten später war es Patrick "Bazi" Raab, der diesmal den linken Flügel bekleidete, nach innen zog über das Tor schoss. Falke konzentrierte sich auf die Defensive und ging mit der ersten Chance in Führung. Nach einem Missverständnis zwischen Abwehr und Keeper überköpfte David Amorim Torhüter Dominik Müller und schob lässig ein (19.). Wenig später war es Singer, der einen sehenswerten Seitfallzieher abgab und im besten Falke-Spieler, Marius Steger, seinen Meister fand. Auf Seiten der Heimelf verdiente sich Neuzugang Manuel Muscat Bestnoten. Nach 34 Minuten gab es einen Eckball für Falke. Der Aufsteiger hatte die Geschwindigkeit von Torjäger Christian Schottenhamml offenbar unterschätzt, denn der SVB konterte über den Goalgetter, der bei seinem Solo gleich vier Gästespieler hinter sich ließ und ins lange Eck traf. Nach der Pause hatte Christoph Neubauer auf Seiten der Gäste eine Doppelchance. Zunächst visierte er im Strafraum stehend zu hoch, um wenig später die Kugel in aussichtsreicher Position zu verstolpern. (57., 58.). Ab der 70. Minute erspielte sich die Lauth-Elf Chance um Chance, doch der starke Steger wollte sich kein zweites Mal bezwingen lassen. In der 79. Minute kassierte Florian Weißer wegen wiederholten Foulspiels die Ampelkarte. Dem stand Falke-Spielertrainer Giovanni Marciano in nichts nach und musste wegen Foulspiels und Meckerns in der Schlussminute vorzeitig vom Platz. Letztlich stand am Ende ein leistungsgerechtes Remis, mit dem beide Mannschaften zum Auftakt leben können.

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