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Falke spielt, Wacker macht die Tore

Kreisliga 2 9. Spieltag, Nachholpartie

Die DJK Falke kann nun mit dem MSV Duisburg mitfühlen. Wie die Meidericher beim 1:6 gegen den 1. FC Nürnberg konnte sich die Marciano-Elf nicht viel vorwerfen und unterlag trotzdem glatt mit 0:4. Drei Abseitstore und ein Lattentreffer standen für Falke zu Buche, für den SV Wacker traf Dominic Trebes nach 42 Minuten. Noch vor der Pause legte Bruno Babuczki das 2:0 nach. Nach dem Seitenwechsel machten Tyrone McCargo (66.) und Dustin Wörner in der Schlussminute alles klar für die Elf von Benny Uebel und Marco Fuchs.

Wacker (orange) machte die Sache - auf dem Papier - deutlich.

 / © Christian Günther

Einige Zuschauer dachten schon, dass die Mannschaften noch die Champions League-Hymne abwarten wollten, denn erst mit 13-minütiger Verspätung konnte angepfiffen werden. Grund: Die Tore auf dem Trainingsplatz des SV Wacker waren nicht fest verankert. Als um 19:43 Uhr der Anpfiff ertönte, waren die Falken sofort im Spiel. Moritz Dorer versuchte sich aus der Distanz, schoss aber etwas zu hoch. Nach drei Minuten war es Fritz Meisner, der von halbrechts in den Strafraum eindrang, jedoch links am Tor vorbeischoss. Sechs Zeigerumdrehungen später zog Max Reiser aus 17 Metern ab, hatte aber ebenfalls nicht genug Zielwasser getrunken. Im folgenden Angriff brachte Meisner die Kugel im Netz unter, allerdings entschied das Gespann auf Abseits. Nachdem auch Tamas Dencs das Tor nicht getroffen hatte (14.), tauchte der SV Wacker erstmals vor dem von David Schmetz gehüteten Falke-Tor auf. Kapitän André Robl fasste sich aus der Distanz ein Herz, schoss aber ebenso am Tor vorbei. Erstmals musste Schmetz nach 20 Minuten eingreifen, als er gerade noch vor Trebes klären konnte. In der 25. Minute nickte Christoph Neubauer nach Dencs-Vorarbeit zur vermeintlichen Führung ein, aber auch hier entschied das Gespann auf Abseits. Maurice Blanton unterlief in der 27. Minute in Bedrängnis ein Fehlpass, den McCargo aus 20 Metern links vorbeischoss. Wacker nahm allmählich auch am Spiel teil und hatte nach einer knappen halben Stunde eine Doppelchance, als Kevin Czub und Babuczki direkt hintereinander geblockt wurden. Nach exakt einer halben Stunde wurde Neubauer von zwei Gegenspielern in die Zange genommen, der Elfmeterpfiff blieb jedoch aus. Nur eine Minute später erzielte Falke wieder ein Tor, diesmal durch Blanton, wieder ein Pfiff, wieder Abseits. In der 32. Minute testete Neubauer die Festigkeit der Querlatte, ehe Trebes eine Hereingabe McCargos haarscharf verpasste. Eine Meisner-Hereingabe vergab auf der anderen Seite Neubauer, als er den Ball in aussichtsreicher Position neben das Tor setzte (38.). Nur wenig später musste sich Schmetz auszeichnen, als Wörner aus acht Metern halblinker Position abgezogen hatte. Die folgende Ecke wurde an den langen Pfosten verlängert, wo Trebes lauerte. Dieser jagte die Kugel sehenswert in den linken Winkel (42.). Der Torschütze ließ sich beim Jubeln zu einer unnötigen Provokation hinreißen, die Blanton ebenso unnötig mit einem Schubser beantwortete. Der Abwehrmann hatte Glück, dass er – bereits gelbverwarnt – nicht vom Platz musste. In der Nachspielzeit erzielte Babuczki gar noch das 2:0 und stellte den Spielverlauf somit vollends auf den Kopf. In der zweiten Hälfte waren die Strafraumszenen zu Beginn Mangelware. Erst in der 66. Minute schlug SV-Keeper Fabian Stampka gedankenschnell einen schnell ausgeführten Abschlag in Richtung McCargo. Dieser schaltete in den gefühlt 10. Gang, zog damit an seinem Gegenspieler vorbei und netzte zur Entscheidung ein. Zehn Minuten vor dem Ende verpasste Dencs nach schöner Vorarbeit von Daniel Maderer den Ehrentreffer, als er das Außennetz anvisierte. Fünf Minuten später scheiterte Czub an Schmetz, der den Ball auf die Latte lenkte. Dort setzte er zweimal auf und sprang ins Feld zurück. Für das Endergebnis sorgte Wörner. Stefan Gaab wollte klären und schoss dabei dem am Boden liegenden McCargo an den Kopf. Von dessen Schädel prallte die Kugel direkt in den Lauf von Wörner, der keine Mühe mehr hatte den Ball über die Linie zu drücken. In der Nachspielzeit gab es noch eine unschöne Szene. Maderer und Patrick Danninger gerieten an der Außenlinie aneinander, was zu einer Rudelbildung auf dem Platz und an den Trainerbänken führte. Beide Spieler sahen die Gelbe Karte. Maderer wurde vom Schiedsrichter vehement weggedrückt und kassierte schließlich noch die Ampelkarte. Letztlich zählt für Wacker, dass die drei Punkte den Rückstand auf „Stetten“ auf fünf Zähler verkürzen und für Falke ist Torschusstraining angesagt.

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