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Stetten enteilt – Post schießt den Wacker-Express ab

Kreisliga 2 12. Spieltag

Der SV Gutenstetten/Steinachgrund bleibt das Maß der Dinge. Mit einem 3:1 gegen Poppenreuth und dem gleichzeitigen 3:7 des SV Wacker beim Post SV hat die Fischer-Truppe nun acht Punkte Vorsprung auf die Konkurrenz. Im Kellerduell avancierte Geburtstagskind Oliver Lahr mit einem Dreierpack für den TSV Fischbach zum Matchwinner bei den Sultanen. Der SC Germania schlug den TSV Markt Erlbach mit 3:0 und feierte den dritten Sieg in Folge. Während Stein gegen Eibach mit 0:2 unterlag, trennten sich Falke und Boxdorf torlos. Die SpVgg Nürnberg drehte gegen den TB Johannis 88 beim 3:1 die Partie und Burggrafenhof durfte sich gegen Burgfarrnbach einen späten Punkt gutschreiben (1:1).

Stefan Kühnlein (fliegend) war einer von drei Doppelpackern für den Post SV gegen den SV Wacker.

 / © Christian Günther

Die zwei Aufsteiger lieferten wahrlich keinen fußballerischen Leckerbissen. Nach 45 Minuten standen beide Teams bei zwei Torschüssen. Falke-Torwart Steger parierte die beste Chance durch Capasso stark zur Ecke. Nach dem Seitenwechsel passierte zunächst auch nicht viel. Erst in der 60. Minute feuerten die Gäste einen ersten, allerdings ungefährlichen Torschuss ab. Drei Minuten später zeigten die Falken ihren ersten Torversuch in der zweiten Hälfte, der weit vorbeiflog. In der 65. Minute vereitelte Steger eine aussichtsreiche Doppelchance des ASC. In der 78. Minute hatte Dencs die größte Chance des Spiels, als er aus einem Meter den Ball am Tor vorbeisetzte. Eine weitere Großchance hatte Heim-Akteur Amorim in der 81. Minute auf dem Fuß. Im direkten Duell mit ASC-Torwart Holzer setzte er den Ball aus spitzem Winkel knapp über die Latte. Das Spiel endete verdient ohne Sieger 0:0. Daniel Hager / DJK Falke

Die Germanen mussten mit Zarkov, Gürses, Bastos und Lajker gleich vier Stammspieler ersetzen, sodass die Bank mit Spielern aus der Zweitvertretung aufgefüllt werden musste. Trotzdem waren die Germanen die spielbestimmende Mannschaft und hatte in Charly Kaufmann einen sicheren Torhüter. Der war zunächst bei einem Freistoß von Kai Scheiderer gefordert, den er im letzten Moment noch über die Latte wischte. Pech hatte die Dinc-Truppe, als Michael Popp ein Ball an die Hand sprang. Der Schiedsrichter entschied auf Freistoß, der nichts einbrachte. Der Elfmeterpfiff wäre aus Sicht der Heimelf wohl richtig gewesen. Kurz darauf spielte Tarik Toksöz einen Doppelpass mit Ali Khalil Hussein, der frei vor dem Tor zur Führung traf (37.). Chancen zum 2:0 waren noch vor der Halbzeit da, wurden aber nicht in Zählbares umgemünzt. Auch in den zweiten Spielabschnitt starteten die Germanen sofort feldüberlegen und hatten nach 50 Minuten das Glück auf ihrer Seite. Nach einem Eckball fiel Toksöz im Strafraum und der Schiedsrichter gab diesmal den Elfmeter. Das Geschenk nahm Anastasios „Taso“ Kartalis dankend an und verwandelte gewohnt sicher. Die Entscheidung fiel nach 76 Minuten nach einem Toksöz-Freistoß. Diesen konnte Stefan Kreß im Markt Erlbacher Tor nicht festhalten und Marco Seinil stolperte die Kugel ins Netz. Weitere Chancen durch Toksöz, Demir, Khalil Hussein und Kartalis verstrichen ungenutzt, sodass es beim verdienten 3:0 blieb.

Der Gast aus Poppenreuth versteckte sich keineswegs und trug zu einer unterhaltsamen ersten Halbzeit bei. Es gab kein langes Abtasten und beide Mannschaften suchten den Weg nach vorn. Zunächst standen beide Defensivreihen gut, aber in der 13. Minute trug der Gastgeber einen schönen schnellen Angriff über links vor, Dorsch drang in den Strafraum ein und sein Rückpass wurde von einem Gegenspieler laut Schiri mit der Hand gespielt und Adlung verwandelte zum 1:0 - ein sehr fragwürdiger Pfiff. Nun hatte Stetten plötzlich etwas Oberwasser, was sich auch in der Spielweise widerspiegelte. Die Abwehr stand gut, es wurden Mittelfeldbälle gewonnen und dann schnell nach vorn gespielt, allerdings ohne etwas Zählbares zu erzwingen. In Minute 20 gewann Florian Jakl einen Zweikampf vor dem eigenen Strafraum und zog unwiderstehlich durch das Mittelfeld. Letztlich spielte er auf den in Position gelaufenen Adlung, der überlegt auf 2:0 stellte. Der Favorit ließ nun nicht locker und machte weiter Druck. Als Adlung einen Zweikampf im Spielaufbau der Gäste gewann, spielte dieser Schubert in den Lauf. Der ging Richtung Tor und scheiterte zunächst am Torhüter. Dann hatte er Glück, dass ihm der Ball nochmal vor die Füße kam und er schob zu Gallo, der aus zehn Metern das 3:0 markierte (25.). Damit schien das Spiel gelaufen zu sein, aber die Heimelf machte es dann unnötig wieder spannend. Ein Ball im Mittelfeld wurde unnötig zurück auf Reichenauer gespielt, der schnell angelaufen wurde. Reichenauers Befreiungsschlag landete beim Gegner, der schnell in die Spitze spielte und Brütting konnte sich nur mit einem Foul im Strafraum helfen. Der Schiri gab Elfmeter und Rot für Brütting. Den Strafstoß verwandelte Russo zum 3:1 in der 32. Minute. Nun übernahm der Gast das Kommando und war hellwach, die Heimelf dagegen etwas unsortiert. Mit Glück und Geschick überstand man die 13 Minuten Unterzahl bis zum Halbzeitpfiff, denn Poppenreuth hatte gute Chancen, um mindestens den Anschluss herzustellen. Nach der Pause geschah nicht mehr viel, die Heimelf stand gut gestaffelt und ließ dem Gast so gut wie nichts mehr zu. Außer nach einer Stunde, als Lissner aus 16 Metern abzog, dessen Schuss von Jakl noch abgefälscht wurde, aber SVG-Keeper Kraft glänzend reagierte. Poppenreuth gab nie auf und versuchte bis zum Schluss alles, aber der Defensivverbund stand sicher und die Heimelf, die insgesamt eine Stunde lang in Unterzahl agierte, verdiente sich mit einer kämpferischen Leistung den Sieg. Reinhold Fischer / SV Gutenstetten/Steinachgrund

Unnötige Niederlage erlitt der FC Stein. Mit der DJK Eibach hatten die Steiner einen unangenehmen Gegner bei sich zu Hause. Die Heimelf begann das Spiel auch mit mehr Elan und hätte bereits in der 2. Minute in Führung gehen müssen, doch ließ Elibol eine Hundertprozentige liegen. In der Folgezeit entwickelte sich ein neutrales Spiel mit gleich vielen Halbchancen auf beiden Seiten. In der 35. Minute gingen die Gäste aus Eibach durch Sebastian Haas in Führung. Vor dem Seitenwechsel blieben anschließend nennenswerte Aktionen Mangelware. Nach der Pause begann der FC drückend und energisch, verpasste es jedoch die Drangphase auszunutzen. Mitten in das Anrennen fiel die vermeintliche Vorentscheidung. In der 53. Minute bekamen die Steiner einen Freistoß in aussichtsreicher Position. Aus dem misslungenen Freistoß entwickelte sich ein Konter der DJK, die eine Drei-zu-eins-Situation clever ausspielten und durch Michael Ammon auf 0:2 erhöhten. In der restlichen Spielzeit kam vom FC zu wenig Gegenwehr und auf der anderen Seite spielte die DJK ihre sichere Führung routiniert über die Zeit. Durch die Niederlage rutscht der FC Stein auf den Abstiegsrelegationsplatz ab und muss nun schleunigst zusehen, aus der Misere herauszukommen. Roman Sereda / FC Stein

Der Post SV gewann gegen den Tabellenzweiten SV Wacker überraschend deutlich mit 7:3. Die Heimelf setzte genau das um, was Coach Mario Bierbrauer und dessen Vertreter an der Seitenlinie, Andreas Niklaus, von ihr erwartete. In den Zweikämpfen ließ man sich die Butter nicht vom Brot nehmen, mental war man einen Tick schneller und insgesamt konsequenter. Zudem fügte sich, dass die Tore günstig fielen. Mit einem Doppelschlag gingen die Jungs vom Ebensee durch Dominique Müller und Florian Rädeke (14., 16.) in Führung. Stefan Kühnlein erhöhte nach 38 Minuten per Elfmeter gar auf 3:0. Doch dann kamen die Gäste zum Zug. Nach einem „Videobeweis“ legte der Schiedsrichter eine Freistoßentscheidung in den Strafraum und Bruno Babuczki verwandelte sicher. Doch noch vor der Pause stellte Felix Geisler den alten Abstand wieder her (44.). Nach der Pause musste Feldspieler Patrick Danninger bei den Gästen für Keeper Andrei Linca ins Tor, der beim Elfmeter für Post nach Foul an Rädeke mit Gelb noch gut bedient war. Danninger blieb fehlerlos, musste aber trotzdem noch dreimal hinter sich greifen. Die Poster standen in der Defensive gegen die gefürchtete Offensive der Wacker-Elf sicher und nutzte selbst die Räume im Angriff aus. Auf jede Aufgabenstellung hatte man die passende Antwort parat. Geisler schnürte kurz nach dem Seitenwechsel seinen Doppelpack (52.). Auf Tyrone McCargos 2:5 antwortete Post mit einem weiteren Doppelschlag durch Kühnlein und Müller (64., 65.), der auch sie zu Doppelpackern machte. McCargo gelang fünf Minuten vor dem Ende nur mehr Ergebniskosmetik. Nach einer rundum sehr guten Leistung gab Niklaus sehr gerne seinen gefühlt zehnten Einstand seiner „Trainerkarriere“.

Recht viele Torraumszenen bekamen die Zuschauer in Burggrafenhof nicht zu sehen. Nach einem Fehler in der Abwehr brachte Yannick Loos die Bären in Führung (36.). Zur zweiten Halbzeit kam für den verletzten SVB-Spielertrainer Michael Lauth Ersatzkeeper André Fischer, der in der 67. Minute im Mittelpunkt stehen sollte. Er verursachte einen Foulelfmeter, da er um Zentimeter zu spät kam, machte seinen Fehler aber prompt wieder gut, indem er gegen Thorsten Schmidt parierte. Insgesamt war die Neunsinger-Elf nicht nur aufgrund des vergebenen Elfmeters dem 2:0 näher als die Heimelf dem Ausgleich. Doch letztlich glückte der Lucky Punch. In der vierten Minute der Nachspielzeit wurde Christian Schottenhamml im Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht. Patrick „Bazi“ Raab übernahm die Verantwortung und sicherte doch noch einen Zähler.

Die Heimelf musste viele Verletzte ersetzen. Unter anderem stand für Keeper Gökhan Cakmak Feldspieler Hasan Demir im Tor. Trotzdem spielten die Sultane nicht schlecht, aber Fischbach machte die Tore. Mit einem Freistoß aus 20 Metern brachte Goalgetter Oliver Lahr die Karpfen kurz vor dem Seitenwechsel in Führung (41.). Cemil Yilmaz hatte nach der Pause die beste Möglichkeit zum Ausgleich, aber TSV-Keeper Alex Felker zeigte sich reaktionsschnell. Als Eyüp alles nach vorne warf, lief man noch in zwei Konter, die erneut Lahr in Tore ummünzen konnte. Mit seinem Dreierpack machte sich Lahr zum Spieler des Spiels und brachte die Kuderna-Elf fast im Alleingang wieder an die Konkurrenz heran. Zudem beschenkte er sich an seinem Geburtstag quasi selbst.

Viele Gespräche wurden unter der Woche bei den Gebersdorfer Jungs geführt und diese schienen zunächst nicht gefruchtet zu haben, denn Patrick Stehle nutzte ein Missverständnis in der SpVgg-Abwehr zur Führung für die Gäste. Danach aber bewiesen die Diem-Schützlinge Moral. Tobias Pirkwieser tankte sich nach 26 Minuten durch das halbe Mittelfeld und legte quer zu Massimo La-Rosa, der zum Ausgleich einschob. In der zweiten Hälfte ging die Heimelf mehr Risiko und wurde dafür belohnt. Pirkwieser schickte Joker Martin Winkler auf die Reise. Im Strafraum angekommen klärte ein 88er mit der Hand und Pirkwieser verwandelte den fälligen Elfmeter (72.). Im Gegensatz zum Gastspiel in Poppenreuth hatte diese Führung erstmal Bestand und wurde zwei Minuten später gar ausgebaut. Und wie: Emre Akyazi nahm sich bei einem Freistoß aus gut und gern 30 Metern ein Herz und schoss das Leder wie einst Roberto Carlos unhaltbar in die Maschen. Bis zum Abpfiff verwaltete die SpVgg gekonnt, behielt so die drei Punkte am Neumühlweg und klettert wieder über den ominösen Strich. mue/matt

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