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Emrah Cetin tritt zurück, Ugur Cankaya übernimmt wieder

Erneuter Trainerwechsel beim Kreisligisten Eyüp Sultan

Der SV Eyüp Sultan kommt einfach nicht zur Ruhe. Der Tabellenvorletzte hat seit Sonntag bereits den dritten Trainer in dieser Saison – Das Interimsgespann Ceylan-Karanfil-Özyürek nicht eingerechnet - und das nach zwölf (!) Spieltagen. Nach einem Trainingsvorfall entschied sich Emrah Cetin, der nach der Trennung von Ahmet Türen nur drei Wochen im Amt war, für den Rücktritt. Für ihn übernimmt Ugur Cankaya, der die Sultane in den letzten Jahren erfolgreich coachte und vor der Saison eigentlich eine Pause vom Tagesgeschäft einlegen wollte.

Emrah Cetin ist auf der Steinplatte nach drei Wochen schon wieder Geschichte.

 / © Matthias Janousch

„Am Freitag gab es einen Vorfall im Training“, erklärt Emrah Cetin, ohne ins Detail gehen zu wollen. „Da blieben mir nur zwei Möglichkeiten und ich habe mich dazu entschieden, dass ich aufhören werde“, zog er die persönlichen Konsequenzen und entschied sich gegen den Ausschluss von Spielern. Sportliche Gründe waren es also keineswegs, die ihn zum Rücktritt bewegten. „Da wurde eine Grenze überschritten, sodass mir keine Wahl blieb.“ Er blieb seinen Prinzipien treu und legte sein Amt nieder. „Ich wünsche mir, dass der SV Eyüp Sultan seine Probleme lösen kann, damit der Verein schnell hinten herauskommt. Ich wollte in den drei Wochen im Spielerischen Fortschritte machen, aber auch in Sachen Moral und Disziplin. Vielleicht habe ich mich zu sehr auf das Spielerische und auf die kommenden Gegner fixiert. Dann wäre es vielleicht gar nicht so weit gekommen“, zeigt er sich selbstkritisch. In jedem Fall will er auch in Zukunft auf der Steinplatte willkommen sein.

Dafür wird alleine schon Ugur Cankaya sorgen, dem die Trennung wehtut. „Emrah ist ein super Typ und er hat in der Mannschaft viel bewegt“, stellt er seinem Vorgänger ein sehr gutes Zeugnis aus und findet selbst, dass es „ein schlechter Witz ist, dass ich wieder übernehmen muss. Ich hätte lieber fünf Spieler verloren und dafür Emrah behalten. Es fühlt sich an, als hätten wir einen Sechser im Lotto gehabt und dann den Gewinn nicht abgeholt“, findet der neue, alte Trainer, der bis zur Winterpause die Geschicke leiten wird, klare Worte. „Das war eine Strafe von oben“, schiebt er noch nach. Beim 0:3 gegen Fischbach saß Cankaya bereits auf der Bank, denn der Rücktritt erfolgte bereits am Samstag. Auch in einer mehrstündigen Sitzung ließ sich Cetin nicht mehr umstimmen. „Schlecht gespielt haben wir eigentlich nicht. Man hat gesehen, dass die Mannschaft eine Reaktion zeigen wollte. Die Lage ist nicht einfach und ich habe eben auch keinen Zauberstock.“ Als gefühlten Tabellenletzten bezeichnet er seinen Verein, da die Karpfen, die einen Punkt hinter den Sultanen platziert sind, noch zwei Nachholspiele in der Hinterhand haben. Dass er es als Erfolg wertet, dass er zum Schlusspfiff zumindest noch elf Spieler auf dem Platz hatte, sollte vor allem das Team zum Nachdenken bewegen. Nun erwartet er in jedem Fall harte Arbeit von der Mannschaft. „Ich bin so sehr enttäuscht, dass mir egal ist, wenn Köpfe rollen.“ Namen spielen dabei keine Rolle. Die Sultane können sich also warm anziehen. Die Zeit der Entschuldigungen ist auf der Steinplatte endgültig vorbei.

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