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Stetten lässt Wacker abblitzen - Bären mit dem Lucky Punch

Kreisliga 2 15. Spieltag, Dienstag

Das mit Spannung erwartete Spitzenspiel zwischen den beiden starken Aufsteigern SV Wacker und SV Gutenstetten/Steinachgrund entschieden die Gäste mit einem 4:0 für sich. Noch deutlicher gestaltete der ASC Boxdorf seinen Auftritt gegen den Post SV. 5:0 hieß es am Ende. Der TSV Burgfarrnbach setzte in der Schlussminute durch Nicolas Baumann den Lucky Punch gegen die tapfere SpVgg Nürnberg (2:1). Damit rutschten die Gebersdorfer Jungs ans Tabellenende, auch weil der TSV Fischbach zwar weiter auf seinen ersten Heimsieg wartet, aber immerhin einen Zähler verbuchen konnte (2:2 gegen Stein). Der SV Eyüp Sultan ist dank eines 3:0-Sieges bei Falke die Rote Laterne sofort wieder losgeworden. Auswärtssiege feierten der TSV Markt Erlbach (1:0 beim TB Johannis 88 durch Sebastian Kamberger) und der SV Poppenreuth (3:0 in Eibach).

Jubel nach dem 4:0: Gutenstetten hatte beim SV Wacker abermals die Oberhand.

 / © Sportfoto Zink

Mit einem glanzlosen Arbeitssieg in letzter Minute gewann der TSV Burgfarrnbach sein Heimspiel gegen die SpVgg Nürnberg. Die Neunsinger-Elf begann gut und ging schnell durch Sebastian Steinbacher in Führung, der einen abgewehrten Freistoß verwandelte (7.). Danach hatte man gute Chancen, um auf 2:0 zu erhöhen, aber Yannick Loos und Nicolas Baumann, der den Pfosten traf, brachten das Leder nicht im Tor unter. Nach einer halben Stunde kam bei den Gästen Tobias Pirkwieser ins Spiel und mit ihm wendete sich das Spiel. Die Gebersdorfer Jungs kauften der Heimelf den Schneid phasenweise ab. Allerdings mussten sie bis zur 77. Minute warten, ehe der Ausgleich fiel. Nach einem Freistoß köpfte Martin Winkler zum 1:1 ein. Alles lief auf ein leistungsgerechtes Remis hinaus. Baumann hatte gegen die Punkteteilung dann doch noch etwas einzuwenden, da er einen Loos-Freistoß aus dem Halbfeld per Kopf veredelte und damit den Lucky Punch heraufbeschwor.

Der SV Eyüp Sultan war über die komplette Partie das aktivere und stärkere Team. In der ersten Halbzeit konnte Falke-Keeper Steger einen berechtigten Foulelfmeter von Karanfil entschärfen. Falke kam nur einmal, dafür sehr gefährlich vor das Tor von Cakmak, als Berke den Ball nach einer Ecke an die Latte köpfte. In der zweiten Halbzeit erhöhte der SVE das Tempo. In der 59. Minute wurde dies mit dem ersten Treffer der Begegnung belohnt, als Yalcin sehenswert aus 27 Metern einschoss. In der 71. Minute folgte der zweite berechtigte Foulelfmeter für Eyüp, den Yildirim sicher verwandelte. Vier Minuten später sah Falke-Akteur Reiser die Ampelkarte, was die Situation seiner Farben nicht sonderlich verbesserte. Dencs verpasste die Chance auf den Anschluss, als er am leeren Tor vorbeiköpfte. Kurz darauf machte Cavus alles klar und schob zum 0:3-Endstand ein. Daniel Hager / DJK Falke

In einem Spiel auf ausbaufähigem Niveau feierte der SC Germania den sechsten Dreier in Folge. Dazu hatten die Germanen das Glück auf ihrer Seite, als Amar Okanovic nach einer Ecke von Tanju Tekin ins eigene Tor köpfte (11.). In der Folge war die Partie zerfahren mit vielen Fehlpässen der Heimelf. Bis zur 40. Minute entfachten die Gäste dann den Druck auf den Ausgleich, der nicht gelingen wollte. Bezeichnend war, dass SCG-Keeper Charly Kaufmann im kompletten Spiel ungeprüft blieb. Kurz vor der Pause wurde Ilja Zarkov mit einem langen Ball auf die Reise geschickt. Er behielt die Übersicht und legte quer zu Tarik Toksöz, der aus zehn Metern auf 2:0 stellte (45.). In der zweiten Hälfte wurde das Niveau auch nicht besser. Baraa Ramadan hatte die Chance zur Vorentscheidung auf dem Fuß, die dann nach einer knappen Stunde erfolgte. Toksöz fiel im Strafraum, der Schiedsrichter pfiff und Anastasios „Taso“ Kartalis verwandelte den Elfmeter (59.). Dominik Müller war zwar noch dran, konnte den Einschlag aber nicht mehr verhindern. In der Folge brachten die Germanen den Sieg über die Zeit.

Im Kellerduell zwischen dem ASC Boxdorf und dem Post SV siegte die Heimmannschaft am Ende auch in der Höhe verdient mit 5:0. Die Gäste waren zu Beginn des Spiels durchaus offensiv bemüht und hatten nach drei Minuten ihre erste Torgelegenheit. Nach einem Freistoß aus dem linken Halbfeld lief Rädeke ein, brachte den Ball aber nicht auf den Boxdorfer Kasten. In der 6. Minute brachten sich die Bierbrauer-Schützlinge dann selbst in Bedrängnis. Einen hohen Rückpass brachte Keeper Roskoschek mit der Brust nicht unter Kontrolle, doch Boxdorfs Schwägerl fand unter Bedrängnis keine Lücke zum Abschluss, während der Versuch von Seischab durch Roskoschek pariert wurde. Kurz darauf fiel dann die Führung für den ASC. Ein Steilpass von Riese auf Schwägerl geriet eigentlich einen Tick zu weit, doch der herausgeeilte Roskoschek ließ den Ball fallen und Boxdorfs Kapitän Schwägerl schob zur Führung ein. Nur eine Minute später hatten die Gäste die Möglichkeit zum Ausgleich. Nach einem Angriff über die rechte Seite klärte die ASC-Defensive die Flanke zunächst per Kopf, doch Rädeke fasste sich links im Strafraum ein Herz und traf mit seiner Direktabnahme die Oberkante des Boxdorfer Querbalken. Im Anschluss verflachte die Partie etwas und Chancen blieben auf beiden Seiten Mangelware. So dauerte es bis zur 29. Minute, ehe sich Posts Kühnlein rechts am Flügel durchsetzte und sein Querpass auf das kurze Eck abgefälscht wurde. Boxdorfs Holzer reagierte jedoch glänzend und konnte den Ball zur Ecke klären. Im direkten Gegenzug hatte dann die Heimelf die Möglichkeit auf 2:0 zu stellen. Riese setzte sich am rechten Flügel durch und bediente im Strafraum mit einem Querpass Schwägerl. Den Versuch von Boxdorfs Kapitän lenkte Roskoschek gekonnt über den Querbalken. Zwei Minuten vor der Halbzeit belohnte der agile Riese die Heimelf für ihren guten Auftritt, zog vom rechten Flügel gekonnt nach innen und traf mit dem linken Fuß aus 22 Metern mit Hilfe des linken Innenpfostens zum 2:0-Halbzeitstand. Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts war die Heimelf zunächst um defensive Stabilität bemüht und ließ die Gäste zunächst das Spiel übernehmen. Klare Torchancen ergaben sich jedoch nicht. In der 55. Minute setzte die Heimelf dann jedoch einen blitzsauberen Konter. Riese schickte den an der Mittellinie startenden Ell mit einem weiten Ball auf die Reise. Der ASC-Stürmer war einen Tick vor dem herauseilenden Post-Keeper am Ball und hatte im Anschluss kein Problem ins leere Tor einzuschieben. Und die Heimelf blieb per Konter auch in der Folge brandgefährlich. In der 58. Minute hob Schwägerl den Ball über die Post-Defensive auf den durchgestarteten Riese. Der ASC-Stürmer übersah jedoch den mitgelaufenen Ell und hob den Ball nicht nur über Roskoschek, sondern auch über das Post-Gehäuse. Die endgültige Entscheidung ließ nicht lange auf sich warten. In der 62. Minute bediente Schwägerl mit einem starken Pass durch die Post-Defensive Ell, der frei vor Keeper Roskoschek eiskalt blieb und zum 4:0 einschoss. Die Gäste merkten in der Folge, dass an diesem Tag nichts mehr zu holen war und erlaubten der Heimelf noch etliche Kontermöglichkeiten. So parierte Roskoschek in der 70. Minute einen Schlenzer von Riese aus dem rechten Eck. Die beste Möglichkeit der Gäste in der zweiten Hälfte hatte Kühnlein mit einem Freistoß aus 25 Metern, der knapp am rechten Pfosten vorbeistrich. Für den Schlusspunkt sorgte in der 88. Minute dann der eingewechselte Rühl. Von Seischab aus dem Zentrum links bedient schloss der Mittelfeldspieler wuchtig ins lange Eck ab und stellte auf 5:0. Michael Schindler / ASC Boxdorf

Der TSV Fischbach hat es mit dem heutigen Spiel tatsächlich geschafft, die komplette Hinrunde ohne einen einzigen Heimsieg zu bleiben. In einer gruseligen ersten Halbzeit, passend zu Halloween, hatten die Gäste aus Stein in der 5. Minute die erste Chance. Elibol nahm den Ball nach einer Ecke volley und verfehlte das Tor nur knapp. In der 34. Minute tanzte Sitzmann die halbe Abwehr der Karpfen aus und scheiterte letztendlich am Keeper Hassfürther. Drei Minuten später folgte der erste, allerdings harmlose Torschuss für die Heimelf durch den früh für den verletzten Lahr eingewechselte Kolb. Derselbe Spieler hatte 180 Sekunden später die Führung auf dem Fuß, scheiterte aber am Gästekeeper Lehnert. Mit einem torlosen Unentschieden wurden die Seiten gewechselt. Die zweite Halbzeit war gerade fünf Minuten alt, als ein Pressschlag zwischen Bandlow und Kreim Torhüter Hassfürther zu einer Glanzparade zwang. Der Ball aus gut 30 Metern wurde immer länger und senkte sich gefährlich aufs Tor. Eine Minute später dann der Führungstreffer von Fischbach: Kolb setzte sich energisch auf der linken Seite durch. Sein Rückpass erreichte Baum, der mühelos einnetzen konnte. Die Führung hielt gerade eine Viertelstunde. Elibol wurde von Bringmann im Strafraum zu Fall gebracht. Den fälligen Elfmeter verwandelte Steins Kapitän Kolb sicher zum Ausgleich. Doch fast im Gegenzug fiel der Fischbacher Kolb im Strafraum nach einem Foul und der Schiedsrichter entschied nach Rücksprache mit seinem Assistenten erneut auf Strafstoß. Majkowski verwandelte unhaltbar zur erneuten Führung. Doch Stein gab sich noch nicht geschlagen. In der 74. Minute war Schindler nach einer schönen Ballstafette der Gäste als Letzter am Ball und hatte keine Mühe aus ca. fünf Metern den Ausgleich zu erzielen. In der restlichen Spielzeit hatten die Hausherren noch genügend glasklare Torchancen, ein drittes Tor wollte einfach nicht mehr gelingen. Es blieb beim 2:2 und wieder mal bei zwei verlorenen Punkten für Fischbach. Rudi Bergmüller / TSV Fischbach

Eine auch in der Höhe verdiente 0:3-Pleite musste die DJK Eibach quittieren. Der SV Poppenreuth machte aus nahezu jeder Chance ein Tor. Eibacher Schützenhilfe gab es kostenfrei hinzu. Jäckel rutschte vor dem 0:1 weg, Keeper Homann entschied sich für die falsche Richtung und somit hatte Feldlin freie Bahn, um zur Führung einzuschieben (37.). Den Doppelschlag perfekt machte Steuber, der nach einem Eibacher Ballverlust im Vorwärtsgang mit einem langen Pass geschickt wurde und im Eins-gegen-eins mit Homann die Nerven behielt (38.). In der zweiten Hälfte wollte Eibach Druck entfachen, allerdings ließ man die nötige Kreativität im Angriffsspiel vermissen. So hatten die Poppenreuther Jungs nur wenig Mühe die Kontrolle über das Spiel zu behalten. Zudem konnten sich die Gäste auf eine stabile Defensive verlassen. Annähernd gefährlich wurde die Hüttl-Elf mit Standards. So setzte Clausnitzer noch vor der Pause einen Freistoß knapp neben das Gehäuse. Die Entscheidung fiel nach 57 Minuten, als Klaußner einen Freistoß fulminant in die Mauer drosch, der Ball als Querschläger Feldlin vor die Füße fiel, der dann keine Mühe mehr hatte Homann zu überwinden. Eine Viertelstunde vor dem Ende stellte Klaußner seine Schussgewalt unter Beweis, als er aus gut und gerne 30 Metern abzog und der Ball unter das Kreuzeck flog. Hinter der Linie war der Ball offensichtlich nicht.

Beide Teams zeigten eine gute Leistung und begegneten sich auf Augenhöhe. Man merkte beiden Seiten den Siegeswillen an. Letztlich gewann mit dem TSV Markt Erlbach das glücklichere Team. Das Tor des Tages fiel erst in der zweiten Halbzeit. Nach einem langen Ball auf Kai Scheiderer am linken Flügel zog dieser in die Mitte und spielte einen starken Ball durch die Schnittstelle auf Sebastian Kamberger. Der Markt Erlbacher Spielertrainer nahm die Kugel gekonnt mit und ließ TBJ-Keeper Adrian Elbracht keine Abwehrmöglichkeit (46.). Die „88er“ erhöhten in der Folge den Druck, blieben vor dem Tor aber glücklos. Tom „Pete“ Rose hatte die beiden besten Chancen zum Ausgleich. Doch weder per Fuß noch per Kopf wollte sich Markt Erlbachs Keeper Stefan Kreß bezwingen lassen. Die Heimelf hätte sich einen Zähler verdient gehabt, hat es aber nicht geschafft die herausgespielten Chancen in Tore umzuwandeln.

Vor guter Kulisse auf der Wacker-Alm bestand der Tabellenführer den Härtetest letztlich mit Bravour. Nur im ersten Durchgang konnten die Gastgeber die Partie auf Augenhöhe führen, ehe ein Doppelschlag Wacker ins Mark traf. Als die Hausherren nach der Pause mehr in die Offensive investierten, zeigte sich die Klasse des Primus aus Gutenstetten. Von Beginn an enttäuschten beide Teams die hohen Erwartungen nicht und boten ein schnelles und intensives Match. Nach zwölf Minuten kam Gövert nach feinem Pass von Floßmann den berühmten Schritt zu spät. Drei Zeigerumdrehungen später eine erste Schrecksekunde für die Hausherren: Nach einem Freistoß und missglücktem Klärungsversuch köpfte Schubert den Ball unvermittelt an die Querlatte. Nach 22 Minuten schloss der starke Leist ein Solo mit einem platzierten Flachschuss ab, aber Stampka reagierte prächtig. Wacker versteckte sich keineswegs, nur im Abschluss haperte es immer wieder. Babuczki verzog (33.) und Gövert setzte die bis dato beste Möglichkeit des SVW über den Kasten (38.). Zwar vergab auch Marco Jakl nach tollem Gallo-Zuspiel die Gäste-Führung im Gegenzug, aber wirklich darüber ärgern musste man sich beim Anhang aus dem Steinachgrund nicht. Denn wenige Sekunden später folgte die Führung. Adlung hatte von rechts geflankt, der Abwehrversuch von Holysz per Kopf irritierte letztlich Stampka dermaßen, dass ihm der Ball durch die Hände rutschte und Wellhöfer dahinter mühelos einnicken konnte (38.). Wacker war kurz unsortiert und Stetten schlug gnadenlos zu: Letztlich spielte Gallo Mittelstürmer Schubert frei, der zum 0:2-Pausenstand traf und die Zuschauer beim Pausentee "vom Stile einer Spitzenmannschaft" sprechen ließ. Dem SV Wacker war klar anzumerken, dass man sich mit dem 0:2 noch nicht geschlagen geben wollte. Die Gastgeber versuchten mehr, doch dies hätte schon früh in die Hose gehen können, wenn nicht Schubert (50.) und Marco Jakl (61.) die guten Möglichkeiten zum 0:3 ausgelassen hätten. So musste sich die Fischer-Elf in der 72. Minute bei ihrem Keeper Kraft bedanken, der mit zwei tollen Paraden den fälligen Anschluss gegen Trebes verhinderte. Weil Schubert nach einem starken Konter und Vorarbeit von Wellhöfer (73.), wie auch Wellhöfer nach Vorlage des überragenden Gallo (76.) vergaben, haderte Gäste-Coach Fischer damit, dass seine Jungs einfach den Sack nicht zumachten und brachte den angeschlagenen Dorsch ins Spiel. Ein Glücksgriff. Denn dieser hatte gerade erst den Oberschenkel mit Finalgon auf Temperatur gebracht, da setzte er zum Solo an, flankte überragend von der Grundlinie auf Gallo, der mit Übersicht auf Schubert ablegte - 0:3 (77.). Dem SV Wacker muss man anrechnen, dass man sich zu keiner Zeit hängen ließ. Doch bezeichnend für die aktuelle Abschlussschwäche war in Minute 84 der Fehlschuss, den der eingewechselte Rico Danninger aus kurzer Distanz in den Fangzaun abgab. Weil auch Kraft gegen Robl zur Stelle war (87.) und am Ende Gallo seinen Kapitän Florian Jakl zum 0:4 mustergültig bediente, fiel das Ergebnis letztlich doch noch happig aus. Marco Galuska / fussballn.de

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