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Serdar Dinc: "Wir sind zum Monster erwacht"

Der SC Germania spielt bislang eine äußerst bemerkenswerte Saison

Ein Wechselbad der Gefühle erlebt der SC Germania in dieser Saison. Nach neun Spieltagen befanden sich lediglich vier Punkte auf dem Konto, was gleichbedeutend mit der Roten Laterne war. Doch mit dem Sieg in Boxdorf legten die Jungs von Trainer Serdar Dinc den Schalter um und gewannen acht Mal in Folge. Inzwischen belegt man Platz sechs, nur aufgrund des direkten Vergleichs ist der SV Wacker der beste Kreisligist Nürnbergs. Das soll sich nach dem Winter ändern. Dabei helfen sollen zwei Rückkehrer und ein Neuzugang.

Nach einem Katastrophenstart hat sich der SC Germania gut erholt und will mit seiner Siegesserie im Nacken bester Nürnberger Kreisligist werden.

 / © Sportfoto Zink

Kurz in sich gehen muss Serdar Dinc bei der Frage, wieso der Start der Germanen in die Saison gründlich in die Hose ging. Kein Wunder, schließlich kassierte man die letzte Niederlage im September und seitdem hat sich alles zum Besseren entwickelt. „Wir hatten unsere Offensive verloren, sind nie richtig ins Spiel gekommen und die Etablierten haben auch nicht funktioniert. Auch wir Trainer haben Fehler gemacht“, resümiert Dinc selbstkritisch. Außerdem mussten Stammkräfte wie Kuno Kessler oder Cedric Bastos nach ihrer mehrmonatigen Pause erst wieder in Form kommen. In Boxdorf am 9. Spieltag war es dann „fünf nach zwölf. Das haben Levente Bozsik und ich klipp und klar angesprochen. Wir haben verdeutlicht, dass es nur mit Kämpfen, Einsatz und Wille geht.“ Trotzdem passierte gleich in der ersten Spielminute ein fataler Fehler. „Da fragst du dich dann, warum du überhaupt eine Ansprache machst.“ Die Mannschaft aber zeigte, dass die Moral stimmt. Anstatt mit Vorwürfen zu reagieren, munterte sich das Team um Leader Anastasios „Taso“ Kartalis gegenseitig auf. Am Ende stand ein 3:1-Sieg, der den Schalter umlegen sollte. Auch in den folgenden sieben Partien gingen die Germanen als Sieger vom Platz. „Dann haben wir uns in einen Rausch gespielt.“ Als besonders wichtig stuft Dinc auch den 2:1-Sieg in 60-minütiger Unterzahl beim SV Eyüp Sultan ein. Tanju Tekin, dem der Coach ein Sonderlob gibt („Wahnsinn, was der gespielt hat“), erzielte in der Schlussminute den Siegtreffer. „Da hat man endgültig gesehen, was in der Mannschaft steckt. Da sind wir zum Monster erwacht.“ Mit dem Ziel Klassenerhalt ist man in die Saison gegangen, nun wird das Ziel nach oben korrigiert. „Das war kein Understatement. Wir standen vor einem großen Umbruch und die Konkurrenz ist meiner Meinung nach stärker geworden. Jetzt wollen wir unsere Ausgangsposition mindestens verteidigen. Schön wäre, wenn wir am Ende die stärkste Nürnberger Mannschaft wären.“ Um diesem Vorhaben zu entsprechen, hat man den Kader verbreitert. Vom Ligakonkurrenten SV Eyüp Sultan kommt der Ex-Vacher Ildan Muric, Michael Sowinski kehrt vom SV Burggrafenhof zurück und vom ASV Fürth findet Tomica Dimitrov seinen Weg zurück nach Schniegling, wenngleich die Ablöseformalitäten nicht geklärt sind. Spätestens im April könnte der Außenverteidiger auf jeden Fall spielen. Da ansonsten keiner der Stammkräfte den Verein verlässt, könnte das schon was werden mit dem besten Nürnberger Kreisligisten.

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