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Nur Auswärtssiege! Boxdorf und Sultane in Torlaune

Kreisliga 2 21. Spieltag

Eine Überraschung jagte die nächste am ersten Spieltag nach der Winterpause. Nicht rechnen konnte man mit dem überdeutlichen 5:1-Sieg des SV Eyüp Sultan beim Spitzenreiter SV Gutenstetten/Steinachgrund. Damit gab Neu-Trainer Fatih Aslan einen perfekten Einstand. Der ASC Boxdorf zeigte sich beim 7:3 in Eibach am torhungrigsten. Einen Coup landete auch der TSV Fischbach mit dem neuen Trainergespann Manuel Bergmüller und Jens Jann beim 2:0-Sieg auf der Wacker-Alm. Die DJK Falke überraschte beim SV Poppenreuth mit einem 2:1-Sieg. Ebenfalls ein erfolgreiches Debüt gab Juri Judt als Coach des SV Burggrafenhof beim 1:0-Sieg beim SpVgg Nürnberg. Dabei durfte er sich bei Dominik Müller bedanken, der einen von Judt an Pirkwieser verschuldeten Foulelfmeter hielt. Während der SC Germania den achten Sieg in Serie feierte (5:2 beim TB Johannis 88), gewann der Post SV beim FC Stein mit 2:0.

Ibrahim Özkan trug sich beim 7:3-Sieg bei der DJK Eibach in die Boxdorfer Torschützenliste ein. 

 / © Matthias Janousch

Das für Samstag angesetzte Spiel wurde witterungsbedingt abgesagt.

Keinen guten Start aus dem Winter erwischte der SV Poppenreuth, der sich der DJK Falke am Ende mit 1:2 geschlagen geben musste, weil die Poppenreuther Jungs einerseits viel vermissen ließen und sich die DJK im Abschluss andererseits eiskalt zeigte. Zwar hatten die Hausherren von Beginn an etwas mehr Ballbesitz, nach vorne fehlte aber viel zu lange die Durchschlagskraft. Von Falke sah man zwar auch nicht allzu viel Gefährliches, wenn sich aber die Chance ergab, schlugen sie zu. So auch in der 33. Minute, als Steuber am Strafraum der Poppenreuther eigentlich alles im Griff hatte, sich den Ball aber doch noch abluchsen ließ und Christoph Neubauer im Zentrum die anschließende Hereingabe von Amorim verwerten konnte. Nach dem Seitenwechsel ein ähnliches Bild und die Gäste schockten Poppenreuth gleich noch einmal. Ein komplett ungefährlicher Abschluss aus 35 Metern landete punktgenau in den Füßen von Maximilian Reiser, der plötzlich alleine zehn Meter vor dem Tor stand und ins lange Eck vollendete. In der Folge investierten die Hausherren endlich mehr, aber erst zwanzig Minuten vor Schluss begann der endgültige Sturmlauf, in dem Poppenreuth gut und gerne noch den Ausgleich und sogar noch mehr hätte holen können, immer wieder rettete allerdings entweder Keeper Steger oder ein Abwehrbein auf der Linie. Einzig der eingewechselte Kanzler brachte den Ball über die Linie, sodass am Ende ein knapper Sieg für die DJK Falke stand. Christoph Weiner / SV Poppenreuth

Die Siegesserie des SC Germania geht auch im Jahr 2018 weiter. In einem guten Spiel unter der Leitung des souveränen Samuel Schneider agierten beide Teams in der ersten Halbzeit mit offenem Visier. Stehle hatte die erste Chance für den Turnerbund, fand aber in SCG-Keeper Charly Kaufmann seinen Meister (30.). Im Gegenzug kam Kessler auf der linken Seite an den Ball und vollstreckte zur Führung. Danach nahmen die Germanen das Heft des Handelns in die Hand und konnten durch einen Distanzschuss auf 0:2 stellen. Wieder war Kessler der Torschütze. Kurz vor dem Seitenwechsel kam Stehle den berühmten Schritt zu spät. Über Umwege landete die Kugel bei Bär, der es besser machte und die Wagner-Elf wieder ins Spiel brachte. Doch quasi mit dem Halbzeitpfiff traf Standardspezialist Tekin mit einem langgezogenen Freistoß ohne weitere Berührung ins Netz und stellte den alten Abstand wieder her. Für das Tor des Tages aber sorgte Janin kurz nach Wiederanpfiff. Einen langen Ball nahm er mit der Brust an und jagte die Kugel per Volleyschuss inklusive Lattenberührung unhaltbar für Adrian Elbracht ins Netz. Danach schaltete die Dinc-Elf einen Gang zurück. Tom „Pete“ Roses Treffer zum 2:4 beantwortete Ilja Zarkov mit seinem Treffer zum Endstand. Die Ampelkarte gegen Germanais Nikolaus Laiker hatte nur mehr statistischen Wert. Damit bauten die Germanen ihre Siegesserie auf acht Dreier in Folge aus.

Die Schussstiefel hatte der ASC Boxdorf nach Eibach mitgebracht. Die erste Hälfte verlief noch ausgeglichen. Nach einer Viertelstunde fasste ASC-Spielertrainer Alexander „Ali“ Eberlein einen langen Ball mit der Brust ab und traf aus der Drehung sehenswert unter die Latte. Der Ausgleich resultierte aus einem Eigentor. Marcel Donko traf bei einem Klärungsversuch ins eigene Netz (19.). Nur drei Minuten später war das Spiel gedreht. Paul Bandi eroberte den Ball an der Mittellinie und schickte Matthias Schröter auf die Reise, der die Nerven behielt. Wenig später ging Martin Hübner ins Eins-gegen-eins mit ASC-Keeper Leon Just, legte quer zu Daniel Nietzer, der den Ball aber über das Tor jagte. In der 37. Minute schaltete Boxdorf einmal mehr schnell um. Ibrahim Özkan war auf und davon und schloss ins lange Eck ab. Unter Mithilfe des Innenpfostens fand der Ball seinen Weg zum 2:2-Ausgleich ins Netz. Die DJK hatte sich für die zweite Hälfte einiges vorgenommen, doch sollte es anders kommen. Direkt nach Wiederanpfiff unterlief der DJK-Defensive ein Ballverlust, den Oliver Ell verwerten konnte. Nach 55 Minuten schlug Eibach nochmals zurück, als Wiesenmayer mit einem Diagonalball Schröter bediente. Der legte ab zu Nietzer, der diesmal seinen Fuß richtig eingestellt hatte. Nur fünf Minuten später spielte der ASC einen schönen Angriff vor, an dessen Ende wieder Ell stand, der einen Doppelpack schnürte. Als spielentscheidend erwies sich die Ampelkarte gegen Wiesenmayer, der nach einem Pressschlag mit anschließender Diskussion die Ampelkarte sah. Eibach war damit aus dem Rhythmus, während sich der ASC vor dem Tor eiskalt zeigte. André Krasse, Fabian Schwägerl und Sven Riese nutzten die Räume nach schnellem Umschaltspiel gnadenlos aus, sodass es am Ende 3:7 stand. Eibach wird den Hebel in der Defensive anlegen müssen. Das Fehlen von Eich, Jäckel und Kißkalt konnte nicht kompensiert werden.

Es war kein Spiel für Fußballästheten. Vieles blieb Stückwerk und zusammenhängende Spielzüge waren Mangelware. Ein direkt verwandelter Freistoß von Oliver Lahr brachte die Führung der Gäste (21.). Danach drückte die Heimelf auf den Ausgleich. Die Größte war ein Elfmeter durch Babuczki, doch dieser wurde kläglich vergeben. Hassfürther im Fischbacher Gehäuse parierte. In der zweiten Halbzeit versuchte Wacker mehr Druck aufzubauen, doch die Gäste hielten dagegen. Die beste Möglichkeit ihren Vorsprung zu erhöhen hatte der TSV durch einen Elfmeter. Doch Torwart Jan Niedermeier hielt den schwach getretenen Schuss von Lahr sicher! Als die Wackeraner ihre Abwehr auflösten, um den Angriffsdruck zu erhöhen, nutzten die Gäste eine Konterchance zum 2:0. Alexander Kolb war hierfür der Torschütze (80.). Damit war das Spiel endgültig entschieden. Thomas Reidl / SV Wacker

Zu einem wahren Sechs-Punkte-Spiel empfingen die Steiner ihre Gäste vom Post SV Nürnberg. Vor der Partie belegte der FCS den ersten Nichtabstiegsplatz und hatte einen Vorsprung von drei Punkten auf die Poster. Den besseren Start auf dem gut präparierten B-Platz erwischten die Gäste. Bereits in der 2. Minute traf man den Außenpfosten und sorgte damit für den "Hallo-Wach-Effekt". Nur wenige Minuten später klapperte es beinahe auf der anderen Seite. Winterneuzugang Kauntz setzte sich gegen zwei Gegenspieler schön durch, fand jedoch im Poster Keeper Tischhöfer seinen Meister. Passend zum Tabellenbild entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel. Beide Defensivreihen standen diszipliniert und ließen kaum Torchancen mehr zu. So ging es mit einer ansehnlichen Nullnummer in die Kabinen. Nach dem Wechsel verloren die Steiner etwas von ihrer guten Grundordnung. Dies konnten die Gäste jedoch nicht in Zählbares ummünzen. Das Niveau der ersten Hälfte konnte nicht mehr gehalten werden. So war eine Einzelaktion von Felix Geisler für das erste Tor in der 65. Minute verantwortlich. Zunächst düpierte er gleich drei Gegenspieler auf seiner Seite, schob zu Almosdörfer und der schloss mit einem Flachschuss ab. Den Torschuss konnte Keeper Lehnert abfälschen, jedoch kullerte die Kugel in Richtung Torlinie. Hier bugsierte Burak Ölcer nach einem grenzwertigen Zweikampf den Ball über die Linie. Anschließend versuchten es die Steiner oftmals mit der Brechstange. Die beste Ausgleichschance hatte in der 87. Minute Erman Elibol, doch legte er sich den Ball mit der Brust zu weit vor. In der Nachspielzeit spielten die Nürnberger ihre Konterchance clever aus und markierten mit der letzten Aktion in einer Überzahlaktion das entscheidende 0:2 durch Oguz Pirdal nach Ölcer-Vorarbeit. Mit diesem Sieg schoben sich die Poster an den nun punktgleichen Steinern vorbei. Roman Sereda / FC Stein

Es war nicht der Tag der Gebersdorfer Jungs. Da Fischbach, Post und Boxdorf Dreier einfuhren, stand man schon unter Zugzwang. Die erste Chance des Spiels hatte der Gast durch den aufgerückten Manuel Muscat, der knapp rechts am Tor vorbeizielte. Wenig später setzte Tobias Pirkwieser zum Solo an. Letztlich stand er alleine vor SVB-Keeper Dominik Müller und konnte sich die Ecke aussuchen. Müller aber ließ sich nicht bezwingen. Auch ein Kopfball von Christian Gövert verfehlte das Ziel lediglich um Zentimeter. Nach einer Viertelstunde verursachte Burggrafenhofs neuer Spielertrainer Juri Judt einen Foulelfmeter an der Strafraumgrenze. Pirkwieser war zu Boden gegangen und übernahm die Verantwortung. Doch auch in dieser Szene reagierte Müller gut und konnte den Strafstoß parieren. Vor allem in der ersten Hälfte hatte die SpVgg die Mehrzahl an Torchancen, das Tor fiel jedoch auf der anderen Seite. In der 23. Minute zeigte Schiedsrichter Gögebakan erneut auf den Punkt. Patrick „Bazi“ Raab nutzte die Chance und verwandelte. In der Schlussminute hätte es aus Sicht der Heimelf noch einen Elfmeter geben können, als Pirkwieser umklammert wurde. Der Pfiff blieb diesmal aus, sodass es bei der unglücklichen Niederlage blieb.

Im ersten Durchgang hatte der Favorit das Geschehen weitestgehend im Griff und kontrollierte Ball und Gegner, ohne sich jedoch gegen tiefstehende Gäste große Chancen zu erspielen. Nach 20 Minuten hatte der Gast Glück, dass es keine Rote Karte gab, Lunz wurde schön freigespielt und ging ins Laufduell mit seinem Gegenspieler, der letzter Mann war. Lunz wurde kurz vor dem Strafraum durch ein Foul gestoppt und es gab den berechtigten Freistoß, aber die Karte blieb stecken. Nach einer Ecke brachte Flo Jakl zu wenig Druck hinter den Ball, sodass der Torhüter klären konnte (23.). In der 34. Minute fiel der nicht unverdiente Führungstreffer für die Hausherren. Ein langer Diagonalball von Flo Jakl auf Leist zog die Abwehr auseinander, Leist spielte Lunz schön im Strafraum an und dieser vollstreckte mit links zur Führung. Marco Jakl wurde von Lunz kurz vor der Pause in Szene gesetzt, kam allerdings einen Schritt zu spät und der Torhüter konnte klären. In der 48. Minute war es eigentlich eine harmlose Situation, Torhüter Kraft wurde vom Verteidiger angespielt und hatte genügend Zeit den Ball zu spielen, wartete aber zu lang und der Pressschlag mit dem Gegner ging zum Einwurf. Dieser landete beim Gegner und wurde schnell in die Spitze gespielt. Yilmaz hatte keine Mühe auszugleichen. Auch beim zweiten Treffer der Gäste stand Stetten Pate. Leist spielte Özkan den Ball schön in den Lauf und es stand 1:2 (66.). Der Favorit verlor so langsam den Faden. Vieles blieb Stückwerk und war nicht mehr durchdacht. Auch in der 80. Minute war die Heimelf wieder am Tor beteiligt, ein leichter Ball wurde im Mittelfeld verspielt und die Sultane spielten schnell und direkt vors Tor, wo wieder Özkan zur Stelle war. Damit war das Spiel gelaufen, aber Eyüp legte noch zweimal nach. Ein schön herausgespielter Treffer durch Cavus und ein Sonntagsschuss in den Knick durch Katana besiegelte die Niederlage des Tabellenführers. Eyüp war keineswegs so überlegen, wie es das Ergebnis aussagt, aber sie waren sehr effektiv gegen eine in der zweiten Hälfte enttäuschende Heimelf. Reinhold Fischer / SV Gutenstetten/Steinachgrund

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