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Neunsinger: "Sie werden uns problemlos wegflexen"

Vorschau Kreisliga 2 17. Spieltag, Samstag

Am Ostersamstag finden fünf weitere Nachholduelle in der Kreisliga 2 statt. Der FC Stein trifft dabei auf die "Unbesiegbaren" des SC Germania, die nach dem neunten Sieg in Serie streben. Spitzenreiter SV Gutenstetten/Steinachgrund ist gegen den TSV Fischbach auf Wiedergutmachung aus. Der SV Poppenreuth will dem TSV Burgfarrnbach, der wie Markt Erlbach (gegen Eibach) erstmals im Jahr 2018 im Einsatz ist, wie im Hinspiel ein Bein stellen. Außerdem trifft der TB Johannis 88 auf den SV Wacker. Die Partie SV Burggrafenhof gegen den SV Eyüp Sultan wurde wegen der Hochzeit von Eyüps Co-Kapitän Hakan Özyürek auf Mittwoch, 25.04.2018 um 18 Uhr, verlegt.

Uwe Neunsinger sieht sich mit dem TSV Burgfarrnbach in der Rolle des Underdogs in Poppenreuth.

 / © Matthias Janousch

Nicht nach Maß verlief der Auftakt für den FC Stein, der seinem neuen Trainer Thomas Eckert nicht das erhoffte Debüt liefern konnte. "Nach der unnötigen Niederlage zum Auftakt gegen Post SV Nürnberg, die wir uns durch individuelle Fehler selber zuzuschreiben haben, wird es nun natürlich gegen die formstarken Germanen am kommenden Wochenende nicht einfacher", hat der FCS gleich den nächsten Brocken vor der Brust. "Sicherlich geht Germania als der klare Favorit in diese Begegnung, schon alleine aufgrund ihrer aktuellen Siegesserie und der vorhandenen individuellen Klasse in Ihren Reihen, die sie aktuell auch abrufen." Eckert weiß, wo seine Truppe den Hebel ansetzen muss. "Es bedarf einer hochkonzentrierten und geschlossenen Mannschaftsleistung und einer Minimierung der eigenen Fehler, um gegen Germania zu punkten. Wir werden auf jeden Fall alles dagegensetzen, was wir haben, um den Bock unsererseits umzustoßen und die Serie des Gegners zu stoppen." Hoffnung macht ihm auch, dass in der Liga jeder jeden schlagen kann, wie am Sonntag einmal mehr eindrucksvoll bewiesen wurde. "Auch dieses Spiel muss erst einmal gespielt werden und die Ergebnisse vom vergangenen Wochenende haben auch gezeigt, dass alles möglich ist in der Liga, wenn man mit entsprechendem Einsatz zu Werke geht." Für die Elf von Trainer Serdar Dinc winkt der neunte Sieg in Serie. Eine mehr als beachtliche Bilanz, wenn man bedenkt, dass sich Germania zu Beginn der Saison schon wie ein sicherer Absteiger präsentierte, ehe man den Bock umstoßen konnte, worauf auch Trainer Serdar Dinc stolz ist. "Der gute Start ist uns gelungen. Es war aber nicht alles gut in den 90 Minuten gegen starke Johanniser, die uns in den ersten 30 Minuten mit ihrer Spielweise vor einige Probleme gestellt haben. Danach hatten wir das Spiel eigentlich im Griff und machen zur richtigen Zeit die Treffer." So einfach kann Fußball manchmal sein, vor allem wenn man sich in einem Lauf befindet. "Wir genießen Platz 3 aktuell, wobei das nur eine Momentaufnahme ist. Es gibt außer Stetten und Burgfarrnbach keine Teams in der Liga, die Favorit in irgendeinem Duell sein werden. Wie ausgeglichen die Liga ist, hat das letzte Wochenende gezeigt. Da sieht man, was Teams rausholen können, wenn sie aus dem Vollen schöpfen können und andere vielleicht gerade Personalsorgen haben." Eine Überraschung jagte die nächste am vergangenen Spieltag. "Ich gehe auch dieses Wochenende davon aus, dass alle Teams Ausfälle haben werden, da man meiner Erfahrung nach Ausfälle wegen Kurzurlaub oder auch von Berufs wegen am Osterwochenende verkraften muss." Der Fokus richtet sich nun auf den kommenden Gegner. "Nun sind wir am Samstag in Stein zu Gast, die gehören nicht wirklich zu unseren Lieblingsgegnern." Dies kommt nicht von ungefähr. Schließlich holten die Germanen in den vergangenen drei Vergleichen keinen einzigen Punkt gegen Stein. "Wenn ich an die Mannschaft denke, denke ich nicht gerade an einen Tabellenvorletzten, aber auch da bin ich mir sicher, das ist nur eine Momentaufnahme."

Für die Überraschung des Spieltags sorgte der SV Gutenstetten/Steinachgrund, diesmal aber im negativen Sinne. Denn die deutliche 1:5-Niederlage gegen den SV Eyüp Sultan hätten höchstens kühnste Wettpaten vorhergesagt. "Nachdem wir eine unterirdische und mit etlichen persönlichen Fehlern gespickte zweite Hälfte gegen die Sultane gespielt und dadurch verdient verloren haben, sind wir natürlich auf Wiedergutmachung gebürstet und werden das auch gegen Fischbach wieder geraderücken", erwartet ein sichtlich angefressener Reinhold Fischer eine Reaktion seiner Mannschaft. "Fischbach, das ja mit dem Rücken zur Wand steht, hat immerhin 15 seiner 19 Punkte auswärts ergattert und darum werden sie definitiv nicht unterschätzt, zumal sie auch unter neuer Leitung auftreten und durch den Sieg bei Wacker gestärkt auflaufen können", hat Fischer den Auftakt der Karpfen freilich genau verfolgt. "Ändert nichts daran, dass wir als Favorit in die Begegnung gehen und diese auch versuchen zu gewinnen." Mit einem weiteren Lapsus könnte das Titelrennen sogar wieder ein bisschen an Spannung zulegen. Das neuerliche Debüt von Manuel Bergmüller und Jens Jann verlief beim 2:0 auf der Wacker-Alm erfolgreich. "Am Samstag spielen wir gegen den souveränen Tabellenführer Steinachgrund. Und wenn ich mir den Kader anschaue, dann ist es irgendwie auch nicht verwunderlich, dass die ganz oben stehen." Schließlich stehen im Kader des Gastgebers nahezu ausschließlich höherklassig erfahrene Akteure. "Eine wirklich tolle Mannschaft und ein Verein, der gerade extrem aktiv ist in allen Bereichen. Von daher hängen die Trauben sehr hoch für uns in Gutenstetten am Ostersamstag und ich bin überzeugt, dass wir nächste Saison nicht mehr dort spielen werden", bemerkt Bergmüller mit einem Schmunzeln. Damit ist aber nicht der Abstieg seiner Truppe in die Kreisklasse gemeint. "Ab Sonntag drücken wir ihnen auch die Daumen, dass es mit dem Aufstieg klappt. Am Samstag dagegen wollen wir es ihnen schon möglichst schwer machen." Im Hinspiel war es ein ungleicher Wettkampf. Mit 4:1 entführte Stetten den Dreier aus Fischbach. "Und wer das Ergebnis von Eyüp gesehen hat weiß, dass Steinachgrund doch auch tatsächlich verlieren kann. Also wollen wir diese kleine Chance nutzen und einfach alles raushauen und dann sehen wir schon, ob wir mit so einem 'Schwergewicht' mithalten können." Die Sultane haben es vorgemacht, wie es geht. "Ich freue mich auf jeden Fall drauf, weil am Ende sind das doch die Spiele, die den Fußball ausmachen. Schließlich will sich jeder mit den Besten messen. Und aktuell ist Steinachgrund einfach am besten."

Einen kleinen Tiefschlag erlitt der SV Poppenreuth im Spiel gegen die DJK Falke zum Auftakt. 1:2 hieß es am Ende, weil man erst zu spät aufgewacht ist. Am Samstag werden die Karten aber neu gemischt. Bereits im Hinspiel bewiesen die Poppenreuther Jungs, dass sie dem Tabellenzweiten mindestens ebenbürtig sein können. Durch die Ex-Burgfarrnbacher Rahner und Russo stand am Ende ein 2:0-Sieg, den man nun wiederholen will. "Poppenreuth will sich mit Sicherheit für den Auftakt rehabilitieren. Vielleicht hatten sie uns gedanklich auch schon vor dem inneren Auge", mutmaßt TSV-Coach Uwe Neunsinger vor seinem ersten Pflichtspiel in der Liga nach dem Winter. "Ich erwarte eine deutlich verbesserte Mannschaft gegen uns." Mut machen dem Trainerfuchs die vergangenen Auftritte seiner Truppe nicht. Gegen Mögeldorf im Pokal und gegen Johannis 83 im Testspiel am vergangenen Wochenende zog man jeweils gegen einen Kreisklassisten den Kürzeren. "Der Punktspielmodus ist noch nicht zu erkennen gewesen. Das ist schon bedenklich." Einige Ausfälle und Angeschlagene machen die Situation für Neunsinger nicht einfacher. "Der SVP ist favorisiert. Auch wenn das vielleicht komisch klingt: Ich gehe davon aus, dass sie uns problemlos wegflexen." Den passenden Matchplan wird der Coach aber schon in der Schublade liegen haben.

Ein Duell zweier Verlierer des Starts aus dem Winter findet in Schnepfenreuth statt. Während Johannis 88 beim 2:5 gegen den SC Germania den Kürzeren zog, quittierte der SV Wacker ein 0:2 gegen Fischbach. Die "88er" sind damit auf den sogenannten Schleuderplatz, den Abstiegsrelegationsrang, abgerutscht und wollen diesen schnellstmöglich wieder verlassen. Der SV Wacker verpasste die Chance den Druck auf den Tabellenzweiten TSV Burgfarrnbach zu erhöhen. "Wir haben gegen Fischbach im Grunde nicht viel falsch gemacht, außer unser altbekanntes Leid: die Chancenverwertung. Spielerisch war bei den Platzverhältnissen nicht mehr möglich, defensiv haben wir es ordentlich gemacht. Am Ende hilft dir das nur alles nix, wenn du die Tore nicht machst und mit leeren Händen dastehst", findet SVW-Coach Benny Uebel das passende Resümee. Liefern muss jetzt die Mannschaft. "Trotzdem müssen wir jetzt einfach den Bock umstoßen, es fehlt das Erfolgserlebnis. Johannis muss auch punkten, gerade daheim, da wird einiges an Arbeit auf uns zukommen. Wird sicher kein Fußball-Leckerbissen am Samstag werden", die Grundtugenden sollen nun zum Erfolg führen. Personell kann der bestplatzierte Aufsteiger nicht aus dem Vollen schöpfen. "Samstags-Spieltage sind nicht ganz einfach vom Kader her, Ferienzeit noch dazu, aber damit kämpfen alle Mannschaften."

Erstmals nach der Winterpause kann der TSV Markt Erlbach seine Form unter Beweis stellen. "Es bleibt auch nach dem erneuten Ausfall letzte Woche dasselbe Bild. Wir wollen natürlich mit drei Punkten aus der Pause kommen. Dass Eibach jetzt so eine herbe Niederlage einstecken musste, hat uns selbst überrascht, zeigt aber auch die Ausgeglichenheit der Liga. Ich gehe davon aus, dass sie hochmotiviert zu uns kommen werden", prognostiziert TSV-Spielertrainer Sebastian Kamberger einen gefährlicheren Gegner, als die DJK zum Start darstellte. "Für uns gilt es 90 Minuten dagegenzuhalten und alles in die Waagschale zu werfen, um am Ende als Sieger vom Platz zu gehen." Im Hinspiel gewann Eibach mit 2:0. "Dies hat aber keine Aussagekraft mehr. Nach der herben Niederlage am vergangenen Sonntag gegen Boxdorf heißt die Devise 'Mund abputzen und weitermachen'. Durch personelle Probleme mussten und werden wir auch in den kommenden Spielen immer wieder improvisieren", ist sich DJK-Coach Christian Hüttl sicher, will aber keine Klagen gelten lassen. "Dies hat natürlich zur Folge, dass wir uns immer wieder neu finden müssen und ein Einspielen fast unmöglich ist. Jammern hilft uns in dieser Situation aber gar nicht, sondern nur mit Trainingsfleiß, Wille und Ehrgeiz kommen wir weiter." Vor dem Duell soll der Mannschaftsgeist gestärkt werden. "Das Kabinenfest am Gründonnerstag soll uns noch näher zusammenrücken lassen, um die kommenden Aufgaben zu bewerkstelligen."

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