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Ell erlöst Boxdorf – Remis im Derby zwischen Post und Falke

Kreisliga 2 17. Spieltag, Donnerstag

Bei den beiden vorgezogenen Nachholpartien des 17. Spieltags gab es nur einen Sieger. Der ASC Boxdorf nahm durch das 1:0 von Oliver Ell die Punkte aus Gebersdorf mit. Im Derby zwischen dem Post SV Nürnberg und der DJK Falke gab es derweil keinen Sieger. Zwei Treffer von Dominique Müller genügten den Jungs vom Ebensee nicht. Der Ex-Poster Daniel Maderer und Christoph Neubauer glichen für die DJK jeweils aus, die am Ende dem Sieg sogar ein bisschen näher war als die Heimelf.

Die zwei Treffer von Dominique Müller (l.) reichten am Ende nicht für einen Poster Sieg.

 / © Janousch

Post-Coach Mario Bierbrauer griff ganz tief in die Trickkiste. Da sich Lucas Tischhöfer in den Kurzurlaub verabschiedet hatte und Alexandros Bitoulas im Stau steckengeblieben war, stellte er kurzerhand Stefan Kühnlein ins Tor, dessen eigentliche Aufgabe das Toreschießen ist. Außer einer kleinen Unsicherheit bei seiner ersten Aktion war er ein sicherer Rückhalt seiner Truppe. Mit der ersten Torchance ging die Heimelf auch gleich in Führung. Burak Ölcer bediente sich der Bauernspitze aus zwölf Metern. Falke-Keeper Marius Steger musste abprallen lassen und Dominique Müller staubte problemlos ab. Falkes erste Chance wurde vom starken Jonas Bohner eingeleitet. Von der linken Seite brachte er den Ball scharf in die Mitte, wo Christoph Neubauer haarscharf verpasste (18.). Der Ausgleich fiel nach 26 Minuten: nach feinem Pass von Max Reiser stand der Ex-Poster Daniel Maderer allein vor Kühnlein, der keine Abwehrchance hatte. Post wollte eine Abseitsstellung gesehen haben, was sich nicht eindeutig nachweisen ließ. Auf dem Poster Kunstrasen blieben Ballstafetten Mangelware, Kampf war Trumpf. Für eine sehenswerte Einlage sorgte Reiser, der den Zuschauern einen Fallrückzieher zeigte. Kühnlein ließ sich davon aber nicht überraschen (33.). Wenig später klingelte es dann wieder auf der anderen Seite. Ölcer spielte von der rechten Grundlinie zurück auf Müller, der noch einen Gegenspieler aussteigen ließ, den Ball im langen Eck versenkte und damit seinen Doppelpack schnürte (36.). Nur zwei Minuten später schlug die Marciano-Elf erneut zurück. Der früh für den zum wiederholten Male verletzten Dominic Speidel eingewechselte Tamas Dencs legte ein Solo über den halben Platz hin und behielt den Kopf oben. Am langen Pfosten bediente er Neubauer, der sogar noch Zeit hatte den Ball anzunehmen, um ihn in aller Ruhe zu versenken. In der zweiten Hälfte blieben die großen Torszenen Mangelware, auch wenn Bierbrauer mit Daniel Wölfel und Tobias Frank geballte Oberfranken-Offensivpower in die Waagschale warf. Auf kuriose Weise handelte sich Oguz Pirdal seine gelbe Karte ein. Er ließ sich nach Verletzung auf dem Platz behandeln. Erst auf Hinweis der Falke-Bank und nach Rücksprache mit dem Assistenten schickte der Schiedsrichter den Mittelfeldantreiber vom Platz und ließ ihn dort drei Spielszenen lang warten. Das Hereinwinken des Schiedsrichters wollte er nun –verständlicherweise – nicht mehr abwarten und handelte sich damit die Verwarnung ein. Aber zurück zum Spiel: Maderer hatte die Entscheidung auf dem Fuß. Nach einem Zuckerpass von Reiser ließ der Routinier seinen Gegenspieler aussteigen und hätte seinen ehemaligen Mitspieler Kühnlein noch fragen können, in welche Ecke er denn abschließen solle. Kühnlein parierte und hielt somit den Punkt fest (69.). Falke war dem Dreier in der Folge aufgrund der Mehrzahl an gewonnenen Zweikämpfen sogar noch ein bisschen näher. Ein weiterer Treffer wollte aber nicht mehr fallen.

„Wenn man untendrin steht…“: Bei der SpVgg Nürnberg kann man die altbekannte Fußballerweisheit langsam nicht mehr hören. Und doch hat sie sich am Gründonnerstag wieder bewahrheitet. In der ersten Hälfte verlief die Partie ausgeglichen. Zwei Großchancen ließ die Heimelf liegen. In der zweiten Hälfte zog der ASC nach und verballerte seinerseits eine gute Gelegenheit. Die spielentscheidende Szene spielte sich in der 74. Minute ab. Die SpVgg hatte Einwurf und warf diesen in die Mitte. Boxdorf, das in der zweiten Hälfte sehr robust zu Werke ging, setzte zum Gegenzug an und an dessen Ende vollstreckte Oliver Ell zum Tor des Tages. Dem Ausgleichstreffer wurde die Anerkennung verweigert. Der Schiedsrichterassistent hatte eine Abseitsposition erkannt, nachdem Christian Gövert getroffen hatte. Somit zieren die Gebersdorfer Jungs weiter das Tabellenende, während die Jungs von Ali Eberlein zumindest vorübergehend den Abstand zur roten Zone auf vier Punkte anwachsen ließen. „Bei uns kommt zur Zeit einfach alles zusammen. Wir müssen endlich wieder unsere Chancen nutzen“, so SpVgg-Trainer Thomas Diem nach der Partie.

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