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Post gewinnt Kellerduell – auch Hufer Jungs besiegen Stetten

Kreisliga 2 22. Spieltag

Was ist nur in Gutenstetten los? Beim SV Burggrafenhof blieb der bis zum Winter unangefochtene Spitzenreiter erneut erfolglos. Am Ende stand es 4:1 für die Elf von Juri Judt. Stetten blieb damit auch im vierten Vergleich im Jahr 2018 ohne Dreier. Den erneuten Rückschlag konnte der TSV Burgfarrnbach nicht nutzen, der bei den Überfliegern vom TSV Fischbach mit 1:0 unterlag. Wie die Karpfen feierte auch der ASC Boxdorf den vierten Sieg in Serie (2:1 mit turbulenter Schlussphase gegen Wacker). Der Post SV gewann das Kellerduell gegen die SpVgg mit 3:1 und die DJK Falke besiegte den TB Johannis 88 mit 1:0. Der FC Stein trennte sich vom TSV Markt Erlbach genauso mit einem 1:1-Remis wie der SV Eyüp Sultan vom SV Poppenreuth. Den ersten Sieg im Jahr 2018 feierte die DJK Eibach dank Karlheinz Wiesenmayer, der beim 3:1-Sieg bei Germania einen Dreierpack schnürte.

Das Tor von Martin Winkler (r.) reichte den Gebersdorfer Jungs am Ende nicht. Youngster Ciaran Carpenter und der Post SV entschieden das Kellerduell mit 3:1 für sich.

 / © Sportfoto Zink

Am Sonntag trafen mit Stein und Markt Erlbach zwei Teams aufeinander, die unter der Woche ihre Nachholspiele in den Sand gesetzt hatten. Bei sommerlichen Temperaturen ergriffen die Gäste von Anfang an die Initiative. Markt Erlbach präsentierte sich spielstark, jedoch hielt der FCS mit einer kämpferischen Einstellung dagegen. Trotz disziplinierter Defensive erspielten sich die Gäste im ersten Durchgang zwei klare Chancen (23. und 33. Min). Bei der ersten verhinderte noch Keeper Lehnert die Führung, bei der nächsten verfehlte der Gästestürmer sogar das leere Tor.
So ging es wie so oft mit einer Nullnummer in die Kabinen. Nach dem Wechsel das gleiche Bild: Die Gäste übernahmen die Kontrolle, die Steiner lauerten auf Konter. Mit fortgeschrittener Zeit drängte der TSV die Heimelf immer mehr in die eigene Hälfte. Trotzdem resultierte die Gästeführung in der 65. Minute eher aus einem glücklichen Zufall. Bei einer eher harmlosen Flanke verlor Sereda den Ball aufgrund der tiefstehenden Sonne aus den Augen, sodass der Gästetrainer Kamberger den Ball auf den Fuß bekam, anschließend mit einem Schlenzer seinen Gegner vernaschte und zum 0:1 einschoss.
Doch die Steiner ließen sich nach dem Gegentreffer nicht hängen und bewiesen Moral. Nach einem Eckball kam Riley Sinn an der 16-Meter-Linie an den Ball und ließ Stefan Kreß im Gästetor per Dropkick ins lange Eck keine Chance. Jetzt witterte der FCS seine Chance und hatte im den darauffolgenden drei Minuten gleich zwei aussichtsreiche Konterchancen durch Asanti und Elibol. Bei beiden Möglichkeiten entschied der Schiedsrichter knapp auf Abseits. So blieb es schließlich bei einem Remis, mit dem die Gäste - aufgrund der Tabellensituation - besser leben können. Roman Sereda / FC Stein

Der SV Eyüp Sultan stellte über 90 Minuten die bessere Mannschaft, musste sich am Ende aber mit nur einem Punkt begnügen. Den Poppenreuthern steckte der Derbysieg über Germania noch sichtbar in den Knochen. Die Aslan-Elf hatte mehr Ballbesitz und hatte das Chancenplus auf ihrer Seite. Özkan hatte dann auch die Führung auf dem Fuß, scheiterte jedoch am besten Poppenreuther, Keeper Weiner. Im Gegenzug konterte die Heininger-Truppe geschickt. Rahner flankte auf Klaussner, der den Ball per Kopf über die Linie beförderte (13.).
Pech im Abschluss kam bei den Sultanen dazu. Zunächst erzielte Cavus ein Abseitstor, ehe bei Özkans Versuch der Innenpfosten für Weiner rettete. Als Vorbereiter war Özkan kurz vor dem Seitenwechsel erfolgreicher, als er zu Yilmaz durchsteckte und dieser im Eins-gegen-eins mit Weiner die Nerven behielt (43.). Eyüp-Keeper Cakmak musste noch vor dem Halbzeitpfiff all sein Können gegen einen Kopfball von Mittelstädt in die Waagschale werfen und auf der anderen Seite fand Karanfil erneut in Weiner seinen Meister (45.).
In der zweiten Hälfte prüfte Karanfil Weiner mit einem starken Freistoß, den der Keeper tatsächlich noch aus dem Eck holte. Auch bei zwei Nachschussgelegenheiten blieb der SVP-Rückhalt Sieger und rettete den Gästen den Zähler. Die beste Tormöglichkeit der Heininger-Elf ergab sich für Dominik Döll, der einen Freistoß ins Torwarteck schoss, Keeper Cakmak damit aber nicht überlisten konnte. In der Folge trafen die Sultane beim letzten Ball häufig die falsche Entscheidung, sodass es beim Remis blieb. Ein Dreier wäre auf jeden Fall möglich gewesen.

Der SV Burggrafenhof ließ sich auch vom taumelnden Primus nicht stoppen und gewann gegen die Fischer-Elf mit 4:1. Bei strahlendem Sonnenschein empfing der SVB den derzeitigen Tabellenführer SVG Steinachgrund. Doch das schreckte die Jungs aus Burggrafenhof nicht ab. Patrick Raab setzte bereits in der ersten Spielminute ein Zeichen und ließ SVG-Keeper Sven Kraft keine Chance den Ball zu halten. Zehn Minuten später verhalf Christian Boss Christian Schottenhamml zum 2:0. In der 19. Minute zog Schiri Christian Tauscher wegen eines Foulspiels an Simon Adlung die gelbe Karte für Boss. Den Freistoß für die Gäste führte Brian Gallo aus. Allerdings scheiterte dieser an Florian Weißer, der SVB-Torwart Dominik Müller zur Seite sprang.
Die daraus folgenden zwei Ecken blieben auch erfolglos für den Tabellenführer. Eine Viertelstunde vor der Pause foulte Niklas Körber Schottenhamml im Strafraum und der Schiri zeigte auf den Punkt. Huf's Kapitän Marco Singer ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und somit ging es mit 3:0 in die Kabinen. In der zweiten Hälfte der Partie waren die Gäste zwar aggressiver, aber dennoch fair. Doch es sollte irgendwie nicht Steinachgrund's Tag werden. Die Heimmannschaft ruhte sich nicht aus auf ihren drei Toren. Eine Viertelstunde vor Schluss gelang es Patrick Raab auf Vorlage von Schottenhamml einen weiteren Treffer zu erzielen. Das war allerdings nicht das letzte Tor in dieser Partie. Kurz vor dem Ende konnte Fabian Schubert das Torverhältnis noch ändern. An den drei Punkten für die Judt-Elf änderte dies freilich nichts mehr. Friederike Weißer / SV Burggrafenhof

Bei hochsommerlichen Temperaturen entwickelte sich in Boxdorf von Beginn an eine gute zweikampfintensive Begegnung, die allerdings über weite Strecken mit Torraumszenen geizte und in der sich am Ende die Ereignisse dann doch überschlugen. Die Gäste drückten von Beginn an aufs Tempo und waren - angetrieben von Kapitän Robl und der starken Offensive um McCargo und Czub - bemüht Zählbares aus Boxdorf mitzunehmen. Die Heimelf hatte jedoch in der Defensive alles meist im Griff, so dass kaum ernsthafte Gefahr auf das von Marco Zitzmann gehütete Tor kam. So war die Partie zwar ansehnlich und durchaus hitzig, beide Keeper blieben aber nahezu beschäftigungslos.
So war es in der 27. Minute auch eine starke Einzelaktion, die die Führung für die Heimelf brachte. Nachdem die Gäste nicht klären konnten, kam der Ball zu Ell, der sich halbrechts im Strafraum stark gegen seinen Gegner durchsetzte und Wacker-Keeper Niedermeier mit seinem humorlosen Abschluss keine Chance ließ. Auch im zweiten Durchgang zeigte sich den Zuschauern ein ähnliches Bild. Die Gäste waren auf der Suche nach einer Antwort auf den Rückstand und näherten sich mit ihren Abschlüssen dem Gehäuse an. So war es in der 63. Minute Babuczki, der mit einem Schlenzer von der halbrechten Seite Zitzmann zu einer starken Parade zwang. Fünf Minuten später verfehlte dann Czub mit seinem Versuch aus 20 Metern im Anschluss an einen der zahlreichen Freistöße knapp das Boxdorfer Gehäuse.
Ansonsten hatte die Boxdorfer Defensive das Geschehen weitestgehend im Griff, ehe es in den letzten zehn Minuten turbulent wurde. Zunächst zog Boxdorfs Spielertrainer Eberlein in der 81. Minute ansatzlos aus 22 Metern ab und zwang Wackers Keeper Niedermeier zu einer starken Parade, ehe in der 83. Minute Schiedsrichter Grell auf der Gegenseite in den Mittelpunkt rückte. Auf Zeichen seines Assistenten entschied er in der 83. Minute auf Foulelfmeter für die Gäste, den McCargo sicher verwandelte. Die Heimelf war ob dieser Entscheidung jedoch durchaus aufgebracht, da er auf der Gegenseite bei einer Tätlichkeit, einem Elfmeter und einer Beleidigung seinen Linienrichter ignorierte.
Im Anschluss war es dann ein Spiel mit offenem Visier. Die Gäste wollten den Sieg und Boxdorf suchte die Antwort auf den Ausgleich. Zunächst verfehlte Schwägerl im Anschluss an eine Ecke das Gehäuse mit seinem Schuss aus der Drehung knapp (86.), ehe Schiedsrichter Grell nah einem Foul an Riese erneut auf Elfmeter entschied, womit wiederum die Gäste alles andere als einverstanden waren. Boxdorfs Spielertrainer Eberlein war es egal und er verwandelte den Foulelfmeter humorlos zum Heimsieg. Michael Schindler / ASC Boxdorf

Ein weiteres Sechs-Punkte-Spiel im Zeichen des Abstiegskampfes fand an der Sudetendeutschen Straße statt. Die DJK konnte schon nach sieben Minuten in Person von Alexander Berke in Führung gehen, der nach einer Reiser-Ecke am schnellsten schaltete und den Ball über die Linie drückte. Kurz darauf hatte Speidel die Chance zu erhöhen, zielte allerdings deutlich vorbei. Eine eher ereignislose erste Halbzeit plätscherte von nun an dahin. Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel weiter unspektakulär, keines der Teams wollte im Abstiegskampf zu viel riskieren. In der 50. Minute hatten die 88er nach einer Ecke ihre beste Chance, konnten sie aber nicht nutzen.
Falke wurde erst zur 65. Minute noch einmal gefährlich, als Dorer einen Kopfball knapp vorbeisetzte. Die Schlussphase hatte es dann allerdings in sich. In der 80. Minute traf Falke-Akteur Maderer den Innenpfosten. Kurz darauf scheiterte Dorer zunächst an seinen Fähigkeiten, dann am Platz, als er vier Meter vor dem Tor den Ball verfehlte. In der Schlussminute verpassten Hocker und Meisner eine Amorim-Flanke und versäumten es ebenfalls, das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Eine schwache Partie endete somit verdient 1:0 für die Hausherren. Daniel Hager / DJK Falke

Das Kellerduell fand mit dem Post SV einen verdienten Sieger. In der Anfangsviertelstunde hatten Kühnlein, Ölcer und Nestle bereits sehr gute Chancen zur Führung. Die fiel aber auf der anderen Seite. Nach einem Freistoß hielt Martin Winkler den Fuß hin und traf (24.). Die Poster drückten in der Folge auf den Ausgleich, der Ölcer noch vor dem Seitenwechsel nach Flanke von Almosdörfer gelang (45.). Die Bierbrauer-Elf kam entschlossen aus der Kabine und Nestle hatte die Führung auf dem Fuß. Nach einem Freistoß stocherte er die Kugel am Tor vorbei.
Dann kam die Zeit von Aliriza. Mit einem fulminanten Schuss aus 18 Metern traf er ins rechte Toreck. SpVgg-Keeper Gerblinger war noch mit den Fingerspitzen dran, konnte den Einschlag aber nicht verhindern (52.). Madeo hätten nach einer knappen Stunde ausgleichen können, seine Bauernspitze aus elf Metern verfehlte das Tor von Tischhöfer nur um Haaresbreite. Wenig später legte sich Aliriza das Spielgerät zum Freistoß zurecht und traf maßgenau über die Mauer ins linke Eck (62.). Die Diem-Elf spielte auf den Anschlusstreffer, wirklich gefährliche Aktionen blieben jedoch aus. Stattdessen hätten die Poster das Ergebnis noch ausbauen müssen. Mehrere gute Kontermöglichkeiten blieben ungenutzt.

Fischbach gelang dank einer starken kämpferischen Leistung die Wiedergutmachung gegen die herbe 0:5-Schlappe aus dem Hinspiel. Die Gäste zeigten die reifere Spielanlage, blieben aber in der gefährlichen Zone vor dem Karpfentor meist ohne Gefahr. Auch der Tatsache geschuldet, dass Burgfarrnbach die beste Abwehr der Liga besitzt, blieben Tormöglichkeiten auf Fischbacher Seite ebenfalls eine Rarität. Die größte Chance in der ersten Halbzeit vergab Reif in der 17. Minute, als er einen weiten Flugball volley am Tor vorbeischoss.
Nach dem Seitenwechsel unverändertes Spielgeschehen: Die Gäste hatten mehr Spielanteile, die beste Torchance wiederum Fischbach. In der 57. Minute schickte Lahr Bauer mit einem genialen Pass Richtung Grundlinie. Die flache Hereingabe konnte Reif mühelos zur Führung verwandeln. Doch die Gäste steckten nie auf, das Spiel blieb bis in die Schlussminuten spannend. Kurz vor Ende der regulären Spielzeit legte Krapf unfreiwillig Stephane Sauvaget den Ball vor, doch dessen Flachschuss ging knapp am Gehäuse von Fischbach vorbei. Auch die dreiminütige Nachspielzeit überstand Fischbach, es bleibt bei der weißen Weste des Trainer-Teams Bergmüller/Jann. Rudi Bergmüller / TSV Fischbach

Bei sommerlichen Temperaturen war die DJK Eibach zur Gast in der Weihergartenstraße. Beide Mannschaften mussten die letzten Partien verloren geben. In der ersten Halbzeit konnte keines der beiden Teams Glanzpunkte setzen. Einzig einen Schuss aus zentraler Position könnte man als Torannäherung der Gäste zählen. Mehr gibt es zur ersten Hälfte auch nicht zu berichten. In der zweiten Halbzeit kam Eibach stärker aus der Kabine. Die Germania kam nicht zum Spielen und konnte keine Akzente setzen. In der 62. Minute schlugen die Gäste das erste Mal zu. Wiesenmayer hielt den Fuß nach einer nicht verhinderten Flanke hin und traf.
Auch in der Folge fiel der Heimmannschaft nichts ein. Wieder war es Wiesenmayer, der auf 2:0 erhöhte. Die Hausherren wirkten starr und konnten wenig gegensetzen. In der 73. Minute dann die Entscheidung: wieder war Wiesenmayer da und macht mit einem lupenreinen Hattrick den Sack zu. Zwar gab es in der 85. Minute noch den Anschlusstreffer durch Seinil, aber für mehr sollte es nicht mehr reichen. Die Hausherren mussten sich verdient geschlagen geben und die Gäste konnten nach drei Niederlagen mal wieder siegen, während die Germanen die dritte Niederlage in Folge hinnehmen mussten. Martin Knispel / SC Germania

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