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Arberg bezwingt den zweiten Anzug der SG 83

Kreispokal Halbfinale, Dienstag

Mit einem 3:0-Sieg über die SG 83 zieht Kreisligist SV Arberg ins Finale des Kreispokals ein.

Thomas Weinmann auf dem Weg zurm SG-Gehäuse – seinen Querpass „versemmelte“ Felix Semmlinger noch, Sekunden später traf er aber zum 1:0.

 / © Mathias Hochreuther

Wobei man zur Ehrenrettung der Nürnberger schon erwähnen muss, dass sie eine gemischte Truppe mit Akteuren aus der ersten (Bezirksliga), zweiten und dritten (jeweils A-Klasse) Mannschaft nach Arberg geschickt hatten. Auch Leo Swierczynski, Trainer des Bezirksligateams trat die weite Reise von Nürnberg nach Arberg an einem Dienstagabend nicht mit an und wurde vom Coach der Reserve, Jürgen Lämmermann, vertreten. Michael Endres, Trainer des SVA hatte für diese (Zwangs-)Maßnahmen des eigentlich als Favoriten geltenden Gegners Verständnis. „Wenn wir an einem Wochentag um 18 Uhr in Nürnberg antreten müssten, hätten wir auch Probleme.“ Pünktlich schafften es dann auch nicht alle, Schiedsrichter Patrick Lohwasser pfiff die Partie nach einer Bitte der Nürnberger zehn Minuten später an. „Ich weiß, wie das ist“, sagte Endres, „das letzte Auto mit fünf Mann kommt kurz vor dem Anpfiff an, dann hast du nicht mal mehr genügend Zeit, um dich vernünftig warmzumachen...“. Die erschwerten Rahmenbedingungen für die SG sollen aber nicht an der Tatsache rütteln, dass die Arberger nach 90 Minuten völlig verdient als Finalist des Kreispokals feststanden. „Wir nehmen den Pokal ernst“, hatte Endres im Vorfeld betont – und seine Mannschaft untermauerte diese Aussage. „Die Jungs haben das umgesetzt, was wir besprochen hatten“, lobte der SVA-Coach. Zunächst wollte sich kein Team allzu sehr aus der Deckung wagen, lange neutralisierten sich die Kontrahenten. Eine Schlüsselszene ereignete sich nach einer halbe Stunde. Der BOL-erfahrene SG-Routinier Cem Hür trat eine Freistoßflanke in den Strafraum, den folgenden Kopfball von Valentin Lorenz parierte SV-Schlussmann Johannes Kergl überragend und nach dem folgenden Gestochere konnte die Heimelf klären. Klar, ein Tor hätte der gemischten SG-Mannschaft mehr Sicherheit verliehen, stattdessen kassierte sie kurz vor der Pause das 0:1: Felix Semmlinger, der Sekunden zuvor auf Vorarbeit von Thomas Weinmann noch das 1:0 vergeben hatte, schloss auf Zuspiel von Kapitän Christoph Nagler ab – dass die Gäste auf Abseits reklamierten, half ihnen nicht. Erneut Semmlinger traf nach einer guten Stunde vorentscheidend zum 2:0. Nach einer Schlafmützigkeit der SG-Defensive war der SV-Torjäger, der bei der SpVgg Ansbach höherklassig Erfahrungen gesammelt hatte, auf und davon und konnte von Torwart Saeed Alsaeed nur regelwidrig gestoppt werden – den fälligen Elfmeter verwandelte der 25-Jährige selbst. Damit hatte der Kreisligist der SG den Zahn gezogen, der eingewechselte Marco Hellmann erhöhte kurz vor dem Ende nach Querpass von Markus Hofmockel auf 3:0. Nach dem Derbysieg gegen den Bezirksligisten SV Ornbau im Achtelfinale noch im vergangenen Jahr und gegen den Kreisligisten Eyüp Sultan Nürnberg am Ostermontag im Viertelfinale stehen die Arberger damit im Finale und haben die Möglichkeit, sich für die erste Hauptrunde im BFV-Pokal zu qualifizieren. Mathias Hochreuther

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