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Fischbach und Boxdorf bauen die Siegesserie weiter aus

Kreisliga 2 19. Spieltag, Nachholspiele, Donnerstag

An der Spitze bewegt man sich im Schneckentempo. Sowohl Primus Gutenstetten (1:1 gegen Germania) als auch Burgfarrnbach (0:0 in Eibach) holten jeweils nur einen Zähler. Dahinter geht es äußerst eng zu. Markt Erlbach gewann gegen Wacker dank Kamberger mit 1:0, während Poppenreuth den Überfliegern aus Boxdorf mit 1:4 unterlag (Oliver Ell traf dabei dreifach). Wie Boxdorf den fünften Sieg in Serie feierte der TSV Fischbach beim 4:1 in Schnepfenreuth. Für den TB Johannis 88 wird es im Keller wie für die SpVgg Nürnberg, die der DJK Falke mit 0:2 unterlag, langsam richtig eng. Im Kellerduell gewann der FC Stein gegen den SV Eyüp Sultan mit 2:1 und hat wieder Tuchfühlung zu den Nichtabstiegsplätzen. Die Partie Post SV gegen den SV Burggrafenhof wird erst am kommenden Donnerstag nachgeholt.

Oliver Lahr (in schwarz) trug sich auch gegen den TB Johannis 88 in die Torschützenliste ein. 

 / © Siggi Pollok

Die Chancenverwertung bleibt das große Manko der SpVgg Nürnberg. Das Schlusslicht bot der DJK Falke über die 90 Minuten mehr als Paroli und man merkte der Heimelf das Tabellenbild nicht an. Stattdessen kreierte man einmal mehr ein klares Chancenplus, einzig der Treffer wollte nicht fallen, da DJK-Keeper Marius Steger einen Sahnetag erwischte und sich weder von Martin Winkler noch von Tobias Pirkwieser, der gleich mehrfach die Führung auf dem Fuß hatte, bezwingen lassen wollte. So fielen die Tore auf der anderen Seite. Tamas Dencs wuchtete den Ball nach einer Ecke aus etwa 18 Metern per Volley ins Netz und beendete damit seine Torflaute. Den Deckel auf die Partie machte Joker David Amorim, der im Eins-gegen-eins mit SpVgg-Keeper Gerblinger zunächst das Nachsehen hatte, im zweiten Versuch aber erfolgreich war.

Mit einem torlosen Remis der besseren Sorte trennten sich die DJK Eibach und der TSV Burgfarrnbach. Die Hüttl-Elf wollte erst einmal defensiv gut stehen, was ihr auch gelingen sollte. Kämpferisch hielt man gegen den Tabellenzweiten ebenfalls dagegen. Die Neunsinger-Elf suchte ihr Glück mit langen Bällen in die Spitze, die von der DJK-Abwehr oder vom starken Keeper Homann in der Regel abgefangen wurden. In der Anfangsviertelstunde war der TSV besser im Spiel, es mangelte aber an der Effektivität vor dem Tor. Die DJK verlor einige Bälle im Mittelfeld und sah sich dann gezwungen den Rückwärtsgang einzulegen. Nach 25 Minuten war es dann ein Spiel auf Augenhöhe und beide Gegner neutralisierten sich.
In der zweiten Hälfte wurde es dann abwechslungsreicher. Vor allem das Duell zwischen Stephane Sauvaget und Paul Bandi war sehenswert. Sie schenkten sich keinen Millimeter. Die beste Eibacher Chance vergab Martin Hübner, der bei einem Konter von Florian Clausnitzer bedient wurde und einen Lupfer versuchte. Der landete aber in den Armen von Andreas Göpfert, der Burgfarrnbachs Stammkeeper Daniel „Perry“ Bräutigam gut vertrat. Eine Viertelstunde vor dem Ende gab es noch einen Aufreger. Sauvaget und Bandi lagen im Eibacher Strafraum, der Schiedsrichter sah kein Foulspiel und somit ertönte auch kein Pfiff. Letztlich rettete Eibach den Punkt über die Zeit. Unter dem Strich hatte dieses Spiel auch keinen Sieger verdient.

Einen ganz bitteren Abend erlebte der SV Poppenreuth am Donnerstag. Gegen den ASC Boxdorf bekam die Heininger-Truppe im gesamten Spiel keinen Zugriff und verlor vollkommen verdient mit 1:4. Bereits in der neunten Minute brachte Andre Pfeffer die Gäste in Führung, als er eine scharfe Hereingabe über die Linie grätschte. Zwölf Minuten später erhöhte Oliver Ell nach einem langen Ball aus abseitsverdächtiger Position auf 2:0 für Boxdorf. Gegen Ende der ersten Hälfte taten sich dann auch für die Heimelf Chancen auf, die allerdings allesamt ungenutzt blieben und so passte es auch zu diesem Abend, dass Ell mit der ersten Gelegenheit in Hälfte zwei sofort auf 0:3 stellte.
Eine Viertelstunde später legte er dann sogar noch seinen dritten Treffer nach, als er uneigennützig bedient wurde und nur noch einschieben musste. Auch wenn Poppenreuth kurioserweise bei allen Ell-Toren den Stürmer im Abseits wähnte, ging der Boxdorfer Sieg gegen völlig indisponierte Poppenreuther absolut in Ordnung. Steuber gelang zwei Minuten vor dem Ende nach kapitalem Schnitzer der Gäste nur noch ein wenig Ergebniskosmetik. Christoph Weiner / SV Poppenreuth

In einem Spiel auf gutem Niveau unterlag der TB Johannis 88 den Überfliegern aus Fischbach mit 1:4. Oliver Lahr brachte die Bergmüller-Truppe nach 22 Minuten aus stark abseitsverdächtiger Position in Führung. Patrick Stehle hatte den Ausgleich auf dem Schlappen, brachte die Kugel aber nicht im Tor unter. Das rächte sich kurz vor der Pause, als Fischbach nach einem Fehler im Spielaufbau schnell umschaltete und Philip Reif am Ende auf 0:2 stellte. Damit war für den Turnerbund die Luft etwas heraus.
Doch kurz nach dem Seitenwechsel stand Justin Fischer nach einer Ecke, die durch den Strafraum flog, goldrichtig und bugsierte das Spielgerät über die Linie. Der Anschlusstreffer gab der Wagner-Elf Aufwind und man drückte auf den Ausgleich. Das Tor fiel jedoch auf der anderen Seite. Reif mit seinem zweiten Treffer stellte den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her. Fünf Minuten vor dem Ende entschied Janik Schellenberger die Partie dann endgültig.

Nach 21 Spielen von einem Endspiel zu sprechen, scheint zwar etwas verfrüht, doch ein Sechs-Punkte-Spiel war die Begegnung zwischen dem heimischen FC und den Gästen aus Nürnberg allemal. Zu allem Überfluss mussten die Steiner gleich fünf Verletzte ersetzen, sodass selbst der Trainer Thomas Eckert auflaufen musste. Doch begann der FCS enorm konzentriert und stellte von Anfang an die bessere Mannschaft. Bereits nach zehn Minuten prüfte Elibol gleich zweimal den gegnerischen Keeper Cakmak, jedoch war beide Male der Winkel zu spitz. In der 30. Minute war es dann endlich so weit: Nach einem Ballgewinn setzte Tim Kreim seinen Stürmer Erman Elibol mit einem Steilpass in Szene, dieser bestätigte seine aktuelle Form und ließ bei einem Eins-gegen-eins-Duell mit Cakmak dem Keeper keine Chance.
Vom Anstoß weg drückten die Steiner auf das nächste Tor. In der 38. Minute legte Elibol quer auf den mitgelaufenen Vagos, doch der setzte den Ball aus zwei Metern nur an den Pfosten. Nur zwei Minuten später die gleiche Szene, allerdings verpasste Kreim in der Mitte ebenfalls nur knapp den Einschuss. Kurz vor dem Wechsel ging ein Kreim-Kopfball nur Zentimeter am Tor vorbei und so ging es mit einem aus Gästesicht schmeichelhaften 1:0 in die Pause. Auch zu Beginn der zweiten Hälfte bestimmten zunächst die Gastgeber das Spiel. Mit zunehmender Zeit wurde das Spiel immer intensiver. Mittlerweile konnten die Gäste das Spiel ausgeglichen gestalten. In der 73. Minute fiel der Ausgleich für Eyüp Sultan, als Mehmet Ceylan nach einem Freistoß völlig frei einköpfen konnte.
Dass die Moral bei Stein mittlerweile stimmt, zeigte die letzten Wochen und so ging man in der 78. Minute wieder verdient in Führung. Bei einem Freistoß aus ca. 18 Metern markierte Kapitän Christian Hanf mit einem Traumtor in den Winkel das 2:1. In der 85. Minute verpasste Rubinchik, nach einem Querpass von Lödel, völlig freistehend aus wenigen Metern die Entscheidung und reihte sich wie seine Vorgänger ebenfalls in die Kategorie "kläglich" mit ein. In der Schlussminute klatschte ein weiterer schön getretener Freistoß von Christian Hanf nur gegen die Latte. Beinahe konnten die Gäste kurz Schluss erneut ausgleichen, doch Keeper Lehnert bewahrte die Blauen vor dem Punktverlust. Somit konnte der FCS den Abstand auf das rettende Ufer verkürzen. Roman Sereda / FC Stein

Die Partie wird am kommenden Donnerstag ab 19 Uhr nachgeholt.

Primus SV Gutenstetten/Steinachgrund kam gegen den SC Germania nicht über ein 1:1 hinaus. Zwar hatte der Spitzenreiter gefühlte 80 Prozent Ballbesitz, aber aufgrund der engagierten und kämpferischen Leistung entführte die Dinc-Elf einen durchaus verdienten Zähler. In Stetten kam man sich so vor, als hätten die Gäste zwei große Lkw vor dem Strafraum geparkt, denn ein Durchkommen durch den Abwehrriegel sah man nur selten. Lunz schaffte es nach sechs Minuten, traf aber nur den Pfosten.
Nach 20 Minuten visierte Reichel die Unterkante der Latte an. Einige Zuschauer waren sich sicher, dass der Ball im Fortgang hinter der Linie war, doch das Gespann entschied andersherum. Nach 23 Minuten war es dann Gröger, der mit einem strammen Schuss in den rechten oberen Winkel die verdiente Führung besorgte. Die Gäste kamen erst kurz vor dem Seitenwechsel zu ihrem ersten Angriff. Zwar wurde zuvor Lunz an der Mittellinie gelegt, aber der Schiedsrichter sah in der Aktion kein regelwidriges Verhalten.
Der Ball wurde schnell nach vorne gespielt, Stetten-Keeper Kraft zögerte beim Herauslaufen und kam dann einen halben Schritt zu spät. Der Pfiff ertönte und es gab Elfmeter für die Mannen von Serdar Dinc. Anastasios „Taso“ Kartalis nahm sich der Sache an und verwandelte sicher. In der zweiten Hälfte agierte der Spitzenreiter zwar feldüberlegen, aber die zündende Idee fehlte. Germania hatte in Kaufmann einen starken Rückhalt, der Wellhöfers Abschluss um den Pfosten lenkte (63.), gegen Dorsch im Eins-gegen-eins die Oberhand behielt (83.) und mit seiner Parade gegen Flo Jakls Kopfball in der Schlussminute den Punkt festhielt.

Nach flottem Beginn hatte Lukas Pfänder die ersten beiden Chancen für die Heimelf. Nach einer Ecke wurde er im Abschluss gleich zweimal geblockt (8.). In der 14. Minute prüfte TSV-Spielertrainer Sebastian Kamberger Wacker-Schlussmann Jan Niedermeier, der auch im Nachschuss auf dem Posten war. Berkay Canyurt hatte die erste Chance für die Gäste, verzog aber aus aussichtsreicher Position (22.). Mit einem schönen Solo brachte Kamberger seine Mannen nach 26 Minuten schließlich in Führung. Christian Perschke hatte kurz vor dem Seitenwechsel das 2:0 auf dem Schlappen, vergab die gute Chance aber. Kurz nach dem Pausentee zog Kamberger ab, Niedermeier war zur Stelle und auch den Nachschuss von Lukas Engst konnte der Wacker-Keeper parieren (53.).
Mitte der zweiten Hälfte stellten die Gäste dann die bessere Mannschaft. Der Lattentreffer von Maurice „Momo“ Pütterich läutete dann die hitzige Schlussphase ein. TSV-Keeper Stefan Kreß kam gegen einen Wacker-Angreifer den berühmten Schritt zu spät und legte ihn vor dem Strafraum, was ihm den gelben Karton einbrachte. Den folgenden Freistoß lenkte der Schlussmann an die Latte. In der Schlussminute sah Christian Bach noch die Ampelkarte wegen wiederholten Foulspiels. Die nervenaufreibende Schlussphase hätten sich die Markt Erlbacher sparen können, wenn sie vorher ihre Chancen in Tore umgewandelt hätten, bleibt als Fazit der Partie.

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