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Hufer Unterzahlspezialisten springen auf Rang fünf

Kreisliga 2 Nachholspiel, Mittwoch

Tore en masse bekamen die Zuschauer in Burggrafenhof zu sehen. In der ersten Hälfte war fast jeder Schuss ein Treffer. Kurzwart eröffnete für die Heimelf (4.), doch Erdem konterte (14.). Neubert brachte die Judt-Elf wieder in Führung (23.), aber Debütant Merdzanovski hatte gleich zwei Antworten parat (33., 37.). Karanfil hätte für die Vorentscheidung sorgen können, vom Elfmeterpunkt blieb SVB-Schlussmann Müller Sieger (39.). In Unterzahl – Mitzler sah vor dem Elfmeter die Ampelkarte – glich Raab vor der Pause aus und legte nach dem Seitenwechsel sofort nach (41., 51.). Den Hattrick perfekt machte Raab nach 78 Minuten vom Elfmeterpunkt aus, ehe Karanfil noch verkürzen konnte (80.).

Am Ende stürmte auch Eyüp-Keeper Gökhan Cakmak (3.v.r.) mit, der Punkt blieb den Sultanen aber verwehrt.

 / © Matthias Janousch

In einer vom starken Wind beeinflussten Partie hatte der SV Burggrafenhof letztlich das bessere Ende auf seiner Seite. Mit dem ersten Angriff der Heimelf ging die Elf von Spielertrainer Juri Judt gleich in Führung. Patrick „Bazi“ Raab schloss ab, Eyüp-Keeper Gökhan „Günni“ Cakmak konnte nur abprallen lassen und Lukas Kurzwart staubte ab (4.). Den Sultanen fiel zunächst nicht viel ein, ehe in der 14. Minute die zündende Idee kam. Mehmet Karanfil war auf dem rechten Flügel auf und davon, zog in die Mitte und spielte Lütfü Erdem frei, der vor dem Tor von Dominik Müller keine Nerven zeigte. Die Aslan-Elf hatte in den folgenden Minuten mehr vom Spiel – wohl auch dem verletzungsbedingt frühen Ausscheiden von Juri Judt -, das Tor aber fiel auf der anderen Seite. Raab steckte durch auf Alexander Neubert, der von halbrechts ins linke Eck zielte (23.).
Debütant Nehat Merdzanovski war es dann, der einen Fauxpas in der Burggrafenhofer Abwehr nutzen konnte. Die Defensive unterschätzte einen langen, vom Winde verwehten Ball, Merdzanovski scheiterte im ersten Versuch an Müller, beim zweiten Mal aber überwand er den SVB-Keeper (33.). Nur vier Minuten später schnürte er gar seinen Doppelpack, als er einen Freistoß von der rechten Seite mit Zug über die Mauer und ins kurze Eck schoss. Nur zwei Minuten später fällte Daniel Mitzler regelwidrig Mehmet Ceylan im Strafraum. Der Elfmeterpfiff folgte und der bereits gelbverwarnte SVB-Abwehrmann konnte sich den besten Platz in der Kabine sichern. Karanfil hätte dem Spiel eine vorentscheidende Wendung geben können, fand aber in Müller seinen Meister, der den Elfmeter bravourös parierte. Die Hufer Jungs bewiesen in Unterzahl einmal mehr Moral und glichen noch vor der Pause aus. Raab legte sich die Kugel zum Freistoß aus halbrechter Position zurecht und schoss in Richtung Tor. Windbegünstigt wurde der Ball länger und länger und fiel hinter Cakmak ins lange Eck (41.). Einzig der Elfmeter wurde nicht verwandelt, ansonsten nutzten beide Teams ihre Chancen in der ersten Halbzeit gnadenlos aus.
Auch im zweiten Durchgang saß der erste Abschluss. Raab kam auf halbrechts an den Ball und verwandelte über Cakmak hinweg (50.). Der SVB versuchte in der Folge in der Defensive sicher zu stehen und den Sultanen mangelte es an Kreativität, um das Abwehrbollwerk zu knacken. Erst nach 70 Minuten hatte man die nächste Gelegenheit: Karanfil versuchte es mit der Bauernspitze und der eingewechselte Bardhyl Katana visierte zu hoch. Zwei Minuten später schüttelte Christian Schottenhamml gleich zwei Gegenspieler ab, legte den Ball an Cakmak vorbei und brachte es tatsächlich fertig das leere Tor zu verfehlen. Das wäre die Vorentscheidung gewesen. Nach 78 Minuten wurde Schottenhamml dann im Strafraum in die Zange genommen und wieder folgte der Elfmeterpfiff. Raab behielt die Nerven und schnürte damit seinen Hattrick – 5:3.
Damit schien die Partie gelaufen, doch Karanfil packte noch einen aus. Einen Abpraller nahm er direkt und jagte die Kugel aus 18 Metern in den Winkel (80.). Zwei Minuten später wollte es ihm Cemil Yilmaz nachmachen, doch diesmal packte Müller eine starke Parade aus. Nachdem auch Hasan Demir seinen Schuss aus 16 Metern an die Latte gesetzt hatte (88.), folgte wenig später der Abpfiff. Während Burggrafenhof damit das Ticket für die nächste Kreisligasaison fast schon gelöst hat, ist die Klassenzugehörigkeit der Sultane weiter ungeklärt.

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