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Turnerschaft Fürth: Ein Durchmarsch von der B-Klasse in die Kreisliga

Die Meister 17/18

Die Turnerschaft Fürth hat etwas geschafft, was nur wenige Vereine schaffen. Dem Team gelang innerhalb von drei Jahren der Durchmarsch von der B-Klasse in die Kreisliga.

Die Freude war nach dem Abpfiff groß, die Müdigkeit nach einer anstrengenden Rückrunde auch: Die Turnerschaft Fürth ist dank Ehrgeiz und Durchhaltevermögen in die Kreisliga aufgestiegen. Die Meister der Kreisklasse Nürnberg-Frankenhöhe 4 starteten vor drei Jahren in der B-Klasse und steigerten kontinuierlich ihre Leistung, auch dank Adrian Mesek, der noch vor einigen Jahren in der Landesliga kickte.

 / © Zink

„Wir sind Meister.“ Mit dieser knappen Botschaft, garniert mit einem Jubelfoto, kommentierten die Fußballer der Turnerschaft Fürth ihre Leistung in den sozialen Netzwerken. „Um ehrlich zu sein, haben wir danach nicht mal richtig gefeiert“, sagt Trainer und Spieler Adrian Mesek.

Dass die Mannschaft ihren Aufstieg aus der Kreisklasse Nürnberg-Frankenhöhe 4 in die Kreisliga nicht ausgiebig begießen wollte, liegt an deren Entwicklung in den vergangenen Jahren. Denn die Turnerschaft Fürth ist dreimal hintereinander eine Klasse höher gerutscht. 2015/2016 startete sie in der B-Klasse und stieg am Ende der Saison in die A-Klasse auf; ein Jahr später spielte sie Kreisklasse und ab der neuen Saison 2018/2019 nun in der Kreisliga. „Wir sind in kurzer Zeit immer wieder aufgestiegen, wir haben das ansonsten natürlich gefeiert“, sagt Mesek augenzwinkernd. „Diesmal waren wir aber nach der anstrengenden Saison müde.“ Damit meint der 29-Jährige das intensive Pensum, das den Spielern zum Schluss abverlangt wurde. Weil im Herbst und Winter mehrere Spiele abgesagt werden mussten, absolvierte das Team im Frühjahr in nur fünf Wochen zehn Spiele. Vielleicht war das aber auch ein entscheidender Vorteil gegenüber den anderen Mannschaften.

Meseks Mannen waren in einem konstanten Spielmodus. Die vielen Einsätze, verbunden mit einer Siegesserie, motivierten die Sportler. Wie beim Rückspiel gegen Stadeln II im Mai. Die Turnerschaft lag 1:4 zurück. In der 76. Minute drehte sie dann auf – und das Spiel um. In der 90. Minute köpfte Mesek den Ball ins Tor. Endstand: 5:4. „Wir wussten nach diesem Spiel: Wir können aufsteigen“, erinnert er sich. Das entscheidende Spiel zum Titel absolvierte die Turnerschaft dann gegen Johannis 83 und gewann es mit 4:1.

„Natürlich hatten wir in der vergangenen Saison auch Pech“, sagt Mesek. Die anderen Mannschaften seien laufstärker. Besonders Mögeldorf sei ein harter Gegner gewesen, der der Turnerschaft bis zuletzt auf den Fersen geblieben war. Nach 26 Spielen hatten die Fürther 59 Punkte erspielt; Mögeldorf schloss die Saison mit nur drei Punkten weniger ab. Beide Vereine trafen am vorletzten Spieltag noch einmal aufeinander. Fürth unterlag deutlich mit 1:7 – es ging um nichts mehr.

Insgesamt 19 Siege, zwei Unentschieden und fünf Niederlagen waren zum Schluss für die Verfolger aus Mögeldorf nicht mehr einholbar. Den Meistertitel feierte die Turnerschaft mit einem Essen im Juni. Mögeldorf ist als Zweitplatzierter dann ebenfalls noch aufgestiegen. Nach einer kurzen Pause wird nun wieder trainiert. Einen Angstgegner habe die Mannschaft nicht, sagt Mesek. „Wir sind diszipliniert und charakterstark“, lobt der Fußballer. Er rechne „zu 100 Prozent“ mit dem Ligaerhalt – obwohl die Kreisliga schneller, anspruchsvoller ist. Der Druck werde steigen, sagt er. „Die Stimmung ist dennoch überragend.“ Die Turnerschaft will die Kreisliga als eines der besten fünf Teams abschließen. Dafür hat der Trainer neue Spieler geholt, die gut in die bunt zusammengewürfelte Mannschaft passen. Ein alter Bekannter ist in der neuen Saison auch dabei: Offensivspieler Tolga Toker kommt nach einer Pause wieder zurück. Am 5. August feiert die Turnerschaft ihre Kreisligapremiere auswärts in Hagenbüchach.

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