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Edi Hulm: "Ich finde bei Falke optimale Bedingungen vor"

Der Ex-Bucher ist neuer Coach beim Kreisligisten

Nach der Trennung von Giovanni Marciano, der die DJK Falke auf Platz vier geführt hatte und damit den größten Erfolg der Vereinsgeschichte mitschrieb, hat nun Eduard Hulm das Zepter übernommen. Aufgrund der Abgänge bzw. Verletzungen einiger Leistungsträger ist vorerst der Klassenerhalt das erklärte Ziel. Ob Hulm als Spielertrainer agieren wird, soll sich gegen Ende der Vorbereitung entscheiden.

Letzte Saison noch in Schwaig bei Alu Rahner wird Eduard Hulm (links) künftig wieder als Trainer fungieren. 

 / © Zink / WoZi

In der vergangenen Kreisligasaison landete die DJK Falke nach einem nahezu sensationellen Lauf auf Rang vier und feierte damit die beste Platzierung der Vereinsgeschichte. Trotz des Erfolges folgte nun ein Umbruch, der nur teilweise geplant war. Coach Giovanni Marciano, der zum TSV Azzurri Südwest gegangen ist, wurde durch den Ex-Bucher Eduard Hulm ersetzt, der in der vergangenen Saison noch als Spieler beim SV Schwaig in der Bezirksliga aktiv war.

Zudem haben sich einige Leistungsträger verabschiedet. Tamas Dencs, seines Zeichens bester Torschütze des Teams, kehrte zum FC Bayern Kickers und Trainer Saim Kök zurück. Ihm folgte Abwehrkante Maurice Blanton, der ebenfalls beim Bezirksligisten sein Glück versucht. Fritz Meisner, der sich in der vergangenen Saison zum uneingeschränkten Stammspieler entwickelte, legt beruflich bedingt eine Pause ein. Unfreiwillig pausiert Dominic Speidel, der wahrscheinlich die komplette Saison aussetzen muss. Der Flügelspieler wurde am Fuß operiert. Diese Operation lief nicht wunschgemäß, was eine weiter Operation zur Folge hatte. Der offensive Linksverteidiger und Leistungsträger Jonas Bohner zog sich einen Außenbandriss zu und fällt vorerst ebenfalls aus. Noch schlimmer traf es Kevin Lau. Der Rechtsverteidiger musste seine Fußballschuhe gar an den berühmten Nagel hängen, da seine Kniescheibe bereits zum fünften Mal die Ursprungsposition verlassen hat. Er bleibt der Truppe aber als Spielleiter erhalten. Derweil hat sich der Wechsel von Joussif Badaro zum TSV Burgfarrnbach verzögert, die beiden Vereine müssen sich noch auf eine Ablösesumme einigen.

Sieben Zugänge

Doch die Verantwortlichen um die Abteilungsleiter Daniel Hager und Björn Besocke blieben nicht untätig und setzten alles daran, um die Abgänge einigermaßen zu kompensieren. Von Hulms Heimatverein SV Laufamholz kam mit Mattia Congera ein vielseitig verwendbarer Offensivspieler mit guter Technik. Unter Hulm beim SVL trainiert hat Benedikt Billner, der zuletzt pausierte. Er ist ein Außenbahnspieler, der die ihm auferlegten Aufgaben zur vollsten Zufriedenheit Hulms erledigt. Ebenfalls auf der Außenbahn, defensiv wie offensiv, zu Hause ist Arafat Medjessiribi, der von der Zweitvertretung des TSV Kornburg an die Sudetendeutsche Straße wechselte. Ein Hüne für den Sturm ist Lorenz Lämmermann, der vom 1. FC Altenmuhr nach Nürnberg kommt. Dem schussgewaltigen Sturmtank bescheinigt Hulm einiges an Potential. Die Kreisliga kennt Stefan Stadler bereits, der vom letztjährigen Konkurrenten SpVgg Nürnberg zur DJK gelotst werden konnte. „Er ist ein Spieler für das Zentrum, topfit und wird uns verstärken“, erklärt Edi Hulm. Außerdem kehrt mit Andreas Grün ein Defensivallrounder wie Einwurfspezialist von der DJK Sparta Noris zurück, der es noch einmal wissen will. Auf der Torhüterposition konnte Nico Friedrich, dem Hulm gute Ansätze bescheinigt, von einem Comeback überzeugt werden. Der Keeper legte eine mehrjährige Pause ein, wurde allerdings zu Jugendzeiten auch beim 1. FC Nürnberg ausgebildet.

Erst gegen Ende der Vorbereitung will Hulm sich übrigens endgültig entscheiden, wie er seine Rolle ausfüllen will, also ob er als Spielertrainer agieren oder von der Seitenlinie die Kommandos geben will. „Ich bin sehr positiv gestimmt. Es wird viel getan drumherum. Die Mannschaft zieht gut mit, Fortschritte sind erkennbar.“ Er favorisiert die spielerische Lösung als seine Idee Fußball zu spielen. In der Vorbereitung legt er außerdem Wert auf die konditionelle Arbeit. „Wir schaffen gerade die Grundlagen.“ Deshalb sind die Testspielergebnisse für ihn auch zweitrangig. Gegen Türkspor unterlag man mit 1:3, gefolgt von einem 0:4 gegen Hulms Ex-Club SV Schwaig. Am Freitag hätte es bei der 1:2-Niederlage in Diepersdorf ebenfalls keine Punkte gegeben. „In jedem Spiel haben wir uns gut geschlagen“, stellt der neue Coach fest.

Begeistert zeigt er sich von den inzwischen gegebenen Bedingungen auf Falke. „Mit dem Drumherum bin ich richtig zufrieden. Die Verantwortlichen um Daniel Hager und Björn Besocke halten mir den Rücken frei, sodass ich mich voll auf das Sportliche konzentrieren kann. Ich fühle mich einfach wohl“, verteilt er Lobeshymnen auf die neue Abteilungsleitung, doch auch die Mannschaft kommt nicht zu kurz. „Falke ist einfach ein eingeschworener Haufen und es macht unheimlich Spaß mit den Jungs zu arbeiten.“ Für den Coach ist der Klassenerhalt das oberste Ziel. „Wichtige Leistungsträger sind gegangen, auch wenn wir uns in der Breite verstärkt haben. Die zweite Saison ist zudem immer die Schwerste“, zahlt Hulm seinen Obolus ins Phrasenschwein ein. „Nein, im Ernst: es wird eine schwere Saison in einer sehr ausgeglichenen Liga. Wir müssen uns jeden Punkt hart erarbeiten!“ 

Das Arbeiten lebt er schon in der Vorbereitung vor und zeigt sich von den Bedingungen begeistert. „Die Trainingsbedingungen sind top, es gibt bei jedem Training Wasser als Erfrischung, der Rasen ist top“, erklärt er, obwohl er eigentlich nur einen Platz zur Verfügung hat. Das soll sich in naher in Zukunft aber ändern. Denn der größtenteils ungenutzte Hartplatz soll in einen Kunstrasenplatz umgewandelt werden. Bei der Finanzierung sind die größten Hürden bereits genommen, sodass der Bau wahrscheinlich im Jahr 2019 gestartet werden kann. Dann herrschen auch im Winter mehr als gute Bedingungen auf Falke.

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