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Peter Meier: "Müssen die Klaussner-Tore auf mehrere Schultern verteilen"

Der SV Poppenreuth muss seinen Torgaranten ersetzen

Mit dem langjährigen Erfolgscoach Kurt Heininger, der den SV Poppenreuth von der A-Klasse bis in die Kreisliga hievte und dort immer vorne mitspielte, verabschiedete sich vor der Saison mit Marcel Klaussner auch der Torgarant der Poppenreuther Jungs. Neu-Coach Peter Meier will den Verlust nun auf mehrere Schultern verteilen.

Marcel Klaussner (rechts) gilt es für den SV Poppenreuth zu ersetzen. Den Angreifer zog es zum VfL Nürnberg.

 / © Sportfoto Zink

„Es wird ein schweres Jahr“, prophezeit Peter Meier, der neue Zepterschwinger in Poppenreuth. Schließlich gilt es ein Quartett zu ersetzen. Besonders schwer wiegt der Abgang von Torjäger Marcel Klaussner, der seine Tore künftig eine Liga tiefer für die SpVgg Nürnberg machen wird. Ihm folgte Dominik Feldlin nach Gebersdorf. Außerdem schloss sich Christoph Burk Kreisligaabsteiger TB Johannis 88 an und Ersatzkeeper Fisnik Deva übernimmt das Traineramt bei der Zweitvertretung des TSV Rückersdorf. Zudem erlitt Deniz Özgen einen gerade erst operierten Kreuzbandriss und Thomas Rittmann legt eine Babypause ein, will Ende des Jahres aber wieder eingreifen. Mit den Mittelfeldspielern Pascal Hein und Benedikt Tersch sowie Stürmer Johannes Städtler kommen drei Spieler aus der eigenen Jugend.

Einziger externer Neuzugang ist Alexander Kirschner vom FC Schauerheim. Besser bekannt im hiesigen Bereich ist sein Bruder Frank, der seit mehreren Jahren Leistungsträger der SG Quelle Fürth ist. Kirschner ist wie Klaussner Stürmer. Er soll aber nicht direkt in die Fußstapfen des Goalgetters treten, vielmehr soll ihm Zeit gegeben werden sich zu akklimatisieren. „Unser Problem ist bislang die Chancenverwertung. Das Toreschießen müssen wir auf mehrere Schultern verteilen“, nimmt Meier den Druck von Kirschner und die komplette Offensive um die arrivierten Rahner, Döll und Steuber in die Pflicht. Allerdings wurde in der Vorbereitung auch viel gearbeitet, um die Grundlagen zu schaffen. Am Ende soll es ein einstelliger Tabellenplatz werden. Er erwartet fünf oder sechs Mannschaften, die sich um den Aufstieg streiten werden. „Wenn alles gut läuft und wir von Verletzungen verschont bleiben, können wir oben dabei sein.“

Meier kennt die Truppe, schließlich spielt seit vergangener Saison Sohn Marc für den SVP. Deshalb hat er sich viele Spiele der Heininger-Elf angesehen. Nachdem er als Nachfolger feststand, sah er sogar jede Partie. Besonders begeistert zeigt er sich vom Zusammenhalt des Teams, das viele – auch organisatorische - Aufgaben in Eigenregie meistert. Deswegen ist ihm die Entscheidung leicht gefallen. „Ich habe die Mannschaft nicht übernommen, damit ich wieder Trainer sein kann. Ich will hier etwas erreichen.“ Zwei Jahre pausierte Meier zuletzt nach der Trennung vom SV Raitersaich. Ein Wiedersehen mit seinem Ex-Club gibt es übrigens am 5. Spieltag, denn Poppenreuth suchte sich nicht etwa den Nachbarn SC Germania, sondern den SVR als Kärwagegner aus.

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