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Meier: "Schade, dass ich Raitersaich die drei Punkte abnehmen muss"

Vorschau Kreisliga 2 5. Spieltag

Ein Spieltag wie gemalt für Kreisliga-Junkies steht am kommenden Wochenende bevor. Los geht es am Freitag um 18 Uhr mit dem Kärwaspiel zwischen Poppenreuth und Raitersaich, um 19 Uhr nimmt es die SG 83 Viktoria mit der SpVgg Mögeldorf auf. Weiter geht es am Samstagmittag mit der Partie Falke gegen Germania. Nach kurzer Kaffeepause wird um 16 Uhr am Ebensee angepfiffen, wo der Post SV auf den FC Stein trifft. Genau zwei Stunden später lädt die Turnerschaft Fürth den KSD Hajduk zum Duell (Achtung: beim ASV Fürth in der Magazinstraße). Am Sonntag ab 15 Uhr hat man dann die Qual der Wahl zwischen den Spielen Hagenbüchach – Fischbach, Eibach – Burggrafenhof und Roßtal – Wacker.

Peter Meier erklärt seinen Jungs schon mal, wie er sich den Kärwasieg vorstellt.

 / © Wolfgang Zink / Sportfoto Zink

Absteiger gegen Aufsteiger heißt es am Freitag ab 19 Uhr an der Stadtgrenze. Die SG 83 Viktoria hat dabei die noch punktlose SpVgg Mögeldorf zu Gast. „Mit einem verdienten Sieg gegen Hajduk sind wir weiter auf dem richtigen Weg“, lässt sich SGV-Coach Michael Lauth entlocken. „Wir wollen gegen eine gute Mögeldorfer Mannschaft am Freitagabend vor heimischem Publikum weiter nachlegen und den nächsten Sieg einfahren.“ Für Mögeldorf verläuft die Saison bislang nicht nach Plan. Punkte auf der Habenseite? Fehlanzeige. „Für uns ist der Gegner egal, uns geht es schlicht und einfach um Punkte“, erklärt denn auch Coach Norbert Frey. Die jungen Wilden wurden für ihre Spielweise bislang oft gelobt, „doch dafür können wir uns nichts kaufen. In der Kreisliga wird ein anderer Fußball gespielt als noch in der Kreisklasse.“ Die wohl jüngste Truppe der Liga befindet sich noch im Reifeprozess. „Ein Erfolgserlebnis würde natürlich helfen, das muss man sich erarbeiten“, ist sich Frey sicher. Nun kehrt mit Sven Kiefer ein Leader ins Team zurück, der als einer der wenigen bereits über Kreisligaerfahrung verfügt. Das könnte schon eine Nuance sein, die bislang zum Punktgewinn fehlte.

Zur Kärwa lädt der SV Poppenreuth diesmal nicht wie gewohnt den SC Germania zum Stadtgrenzenderby, sondern den Aufsteiger SV Raitersaich (Spielbeginn Freitag um 18 Uhr), der pikanterweise gleichzeitig der Ex-Verein von Coach Peter Meier und dessen Sohn Marc ist. Der Trainer hatte bei der Wahl aber nicht die Finger im Spiel. Einige noch immer aktive Spieler des SVR hatte Meier unter seinen Fittichen, weshalb die Partie kein Spiel wie jedes andere darstellen wird. „Ich habe noch immer ein gutes Verhältnis nach Raitersaich, zu den Verantwortlichen, dem Anhang und den Spielern. Schade, dass ich ihnen die drei Punkte abnehmen muss“, erklärt der Coach mit verschmitztem Gesichtsausdruck. Nach dem vergangenen, unfreiwillig spielfreien Wochenende – der Platz der Turnerschaft war wegen der Sommerferien gesperrt – ist der SV Poppenreuth auf Rang zwölf abgerutscht. Mit der Absetzung der Partie musste man sich notgedrungen abfinden, da der angebotene Heimrechttausch nicht umgesetzt wurde. Bislang verlief die Saison noch mit Anlaufschwierigkeiten. „Daran sind wir selbst schuld. Hinten verteilen wir Geschenke, vorne wurden die Chancen nicht gemacht.“ Im Duell mit den alten Bekannten will Meier wieder in die Erfolgsspur einbiegen, auch im Hinblick auf die anstehende Kärwa: „Es trinkt sich immer leichter, wenn man gewonnen hat.“Das hat allerdings auch der Gegner vor. SVR-Kapitän Thomas Paulus jedenfalls weiß schon, worauf er sich besonders freut, wenn seine Truppe den Dreier mitnimmt. „Die Kärwamaß auf Peters Rechnung wird besonders gut schmecken“, ist sich Paulus sicher, den Meier „mit hohen Bällen aus dem Spiel nehmen will.“ Was sich neckt, … Das vergangene Kärwaspiel in Stein verlor der SV Raitersaich stark ersatzgeschwächt. Die personelle Situation wird sich für das kommende Wochenende wieder etwas entspannen. Unter anderem kehrt Spielertrainer Dietmar Kusnyarik aus dem Urlaub zurück. Raitersaich hat sich zum Ziel gesetzt oben dran zu bleiben. Außerdem gibt es einen zusätzlichen Anreiz. „Das Wiedersehen mit Peter und Marc macht das Spiel natürlich besonders. Wir wollen die beiden aber ein bisschen ärgern.“

Der Post ist in dieser Saison noch nicht bezwungen worden, handelte sich aber bereits drei Remis ein, sodass in der Abrechnung nicht mehr als Rang acht steht. „Auch im Spiel gegen den SV Wacker haben wir wieder unsere derzeitigen Schwächen in der Chancenverwertung gesehen. Aber wir arbeiten weiter, um von Spiel zu Spiel besser zu werden“, so Post-Coach Birol Pirdal. Nicht aus dem Vollen schöpfen kann sein Gegenüber Thomas Eckert, der selbst im Urlaub verweilt. „Am Wochenende gegen Post müssen wir leider auf den ein oder anderen Spieler verzichten“, schreibt er vom Strand in der Türkei. „Uns erwartet sicherlich eine schwere Aufgabe, dennoch wollen wir versuchen etwas Zählbares vom Ebensee mitzunehmen.“ Für Eckert wird Uwe Kroll an der Seitenlinie stehen.

Der Lohnert-Sportplatz ist zwar weiterhin gesperrt, für das Spiel gegen Hajduk mietete die Turnerschaft aber kurzerhand den Sportplatz beim ASV Fürth an. Um 18 Uhr ist Anpfiff an der Magazinstraße. „Hajduk Nürnberg ist in den ersten Spielen nicht gut gestartet, jedoch hatten sie es auch mit vier starken Gegnern zu tun“, will Turnerschaft-Coach Adrian Mesek den kommenden Gegner nicht unterschätzen. „Nach dem Aufstieg mussten sie ihren Leistungsträger abgeben und der Abgang vom Trainer hat evtl. Spuren hinterlassen“, schätzt Mesek den Rücktritt von Anto Jukic und den Abgang von Dean Gavran zum TSV Buch als Schwächung ein, relativiert aber gleich wieder. „Doch ich kenne ihre Qualitäten. Spieler aus dem Balkan sind immer technisch stark. Solche Mannschaften spielen immer offensiv und sind vorne gefährlich.“ Mesek sollte es wissen, schließlich ist sein Vater Kroate und seine Mutter kommt aus Bosnien-Herzegowina, was das Duell mit den Kroaten für ihn besonders macht.

Zur ungewohnten Zeit am Samstagmittag um 12:30 Uhr erfolgt der Anpfiff der Partie DJK Falke gegen den SC Germania. „Nach dem Derbysieg gegen Mögeldorf können wir durchaus von einem gelungenen Saisonstart sprechen“, was angesichts von neun Punkten aus vier Spielen nur wenig überrascht. „Unser nächster Gegner ist sicher nicht optimal in die Saison gestartet. Germania hat einen personellen Umbruch hinter sich, was die Mannschaft unberechenbar macht. Darüber hinaus haben sie mit Spielern wie Seinil, Dimitrov und Alhassan viel individuelle Klasse in den Reihen und mit Dinc einen super Trainer, den ich sehr schätze“, freut sich Falke-Coach Eduard Hulm auf ein Wiedersehen. „Natürlich wollen wir daheim gewinnen, wir wissen aber auch, dass in der Liga jeder jeden schlagen kann, weswegen wir auch am Wochenende wieder alles abverlangen müssen, um erfolgreich zu sein. Wir freuen uns auf das Samstagmittag-Spiel zu ungewohnter Zeit und hoffen, dass der ein oder andere auf dem Weg zum Club guten Amateurfußball auf Falke sehen wird.“Ob der SC Germania nach dem Spiel ins schmucke Frankenstadion weiterzieht oder den direkten Weg zum Volksfest nimmt, steht noch nicht fest. Zuvor aber erwartet SCG-Trainer Serdar Dinc mit Falke eine schwere Aufgabe. „Es waren immer gute Duelle mit den Falken. Sie sind gut in Fahrt und haben mit Edi Hulm, den ich bereits in seiner Zeit in Laufamholz schätzen gelernt habe, einen Trainer, der für eine robuste Spielweise steht. Ich erwarte auf jeden Fall ein enges Spiel.“ Optimistisch stimmt den Coach, dass er personell wieder mehrere Alternativen hat. So kehrt Oliver Schindzielorz nach Verletzung zurück und auch hinter Rashid Alhassans Einsatz steht nur noch ein kleineres Fragezeichen.

Der Spitzenreiter aus Eibach hat nun die Hürde Burggrafenhof vor der Brust. DJK-Coach Christian Hüttl zeigt sich vor allem von der Offensivkraft des Gegners beeindruckt. „Das Team verfügt über eine außergewöhnliche Offensive um Schottenhamml, Singer und Raab, die immer für Tore gut sind. Auch das Mittelfeld um die beiden Judt-Brüder ist sehr gut aufgestellt und lässt normalerweise wenig zu. Daher wird es für uns wichtig sein, verschiedene Lösungen für unser Angriffsspiel zu entwickeln, um gefährlich in die gegnerische Hälfte zu gelangen.“ Mit Optimismus geht er die kommende Aufgabe an, auch er personell nicht aus dem Vollen schöpfen kann. „Mit dem Wind aus vier Siegen aus vier Spielen werden wir alles daransetzen auch diese schwere Hürde zu meistern. Rein personell müssen wir auf Jäckel (Rotsperre), Kisskalt und Janetzky verzichten.“ Die letzteren beiden verbringen ihren Urlaub im 17. Bundesland, der spanischen Insel Mallorca. „Ich freue mich auf die Begegnung und hoffe, dass unsere Siegesserie noch ein bisschen anhält. Sollte es nicht so sein, wird die Welt auch nicht untergehen.“ Genau diese Serie beenden will SVB-Spielertrainer Juri Judt mit seiner Truppe. „So wie jedes Wochenende auch versuchen wir was Zählbares mitzunehmen. Und wir wollen die ersten sein, gegen die der Spitzenreiter Punkte lässt.“

Vier Spiele, zwei Siege, zwei Niederlagen stehen für Tuspo Roßtal in der Statistik. „Momentan bewegen wir uns im Auf und Ab der Gefühle. Wenn man dem Trend folgen möchte, müsste am Wochenende wieder ein „Auf“ kommen“, geht Tuspo-Coach Özcan Gündogan die kommende Aufgabe gegen den SV Wacker optimistisch an. „Entscheidend wird sein, dass wir unseren Aufwand, den wir im Spiel betreiben, durch maximale Konzentration belohnen müssen. Darauf wird der Schwerpunkt liegen.“Die Sattler-Elf konnte am vergangenen Wochenende beim 1:1 gegen den Post SV den ersten Zähler verbuchen. „Ich würde meine Mannschaft gerne loben, da wir gegen Post absolut kein schlechtes Spiel abgeliefert haben“, erklärt Wacker-Coach Stefan Sattler, lässt allzu große Lobhudeleien dann aber doch sein. „Wir wissen ja alle, wie das mit zu viel Lob ausgeht“, ist er gewarnt. „Gegen Roßtal werden wir wieder alles reinhauen müssen, was wir haben, um dort punkten zu können. Leicht ist was anderes.“

Der Saisonstart von Aufsteiger SV Hagenbüchach ist geglückt. Drei Siege aus vier Partien belegen diese These mit Nachdruck und die Truppe von Trainer Ahmet Dönmez hat sich vorerst in der Spitzengruppe platziert. Nun kommt der TSV Fischbach, der bislang nur einen Zähler verbuchen konnte. „Unser Gegner ist noch nicht wie gewünscht in die Saison gestartet, und wenn man auf das Punktekonto schaut, stehen sie etwas unter Zugzwang. Jedoch habe ich meinen Jungs gesagt, dass Fischbach eine unangenehme Mannschaft ist, die noch nicht richtig in die Spur gefunden hat. Wir müssen auch hier mit voller Konzentration ins Spiel gehen, um die Maximalausbeute einfahren zu können. Freue mich, dass bis auf Max Gebuhr und Stephan Mertel (beide Urlaub) alle an Bord sind“, gibt ein zufriedener SVH-Coach Ahmet Dönmez zu Protokoll. „Wir bringen es aktuell nicht fertig die guten Trainingsleistungen am Spieltag zu zeigen. Alle bisherigen 4 Spiele sind exakt nach demselben Muster abgelaufen. Ich erwarte auf jeden Fall eine Reaktion auf die 0:5-Heimniederlage letzte Woche“, redet Daniel Möller nicht um den heißen Brei herum. „Ohne die richtige Einstellung, Lauf- und Einsatzbereitschaft wird es sehr schwer zu punkten! Wir wollen den Bock zusammen als Team in Hagenbüchach umstoßen. Dabei müssen alle am Sonntag über ihre Leistungsgrenze hinausgehen.“ Wenn das gelingt, dann können die Karpfen auch bald wieder in ruhigeren Gewässern schwimmen.

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